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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

15. November 2019 Urothelkarzinom: Breiteste Evidenz für Atezolizumab, neue Chancen durch genomic profiling

Die Krebsimmuntherapie mit dem PD-L1-Inhibitor Atezolizumab hat sich beim lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Urothelkarzinom (mUC) im klinischen Alltag vielfach bewährt und etabliert (1). Dies zeigen auch die aktuellen Daten der SAUL-Studie: In der größten prospektiven Phase-3b-Studie mit einem Krebsimmuntherapeutikum beim Urothelkarzinom wurden die Sicherheit und Wirksamkeit von Atezolizumab auch bei Patienten gezeigt, die normalerweise von der Teilnahme an klinischen Studien ausgeschlossen werden. Welche Relevanz diese Daten für Uro-Onkologen und mUC-Patienten im klinischen Alltag haben, hoben Experten im Rahmen eines Symposiums auf dem DGU-Kongress hervor.
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Mit der randomisierten Phase-3b-Studie SAUL (n=1.004) wurden die ersten prospektiven Daten für ein alltagsnahes Patientenkollektiv (Patienten mit schlechtem Allgemeinzustand (ECOG-Performance-Status 2), Niereninsuffizienz, mit vorbehandelten asymptomatischen Metastasen des zentralen Nervensystems oder stabilen Autoimmunkrankheiten) beim Urothelkarzinom mit einer Krebsimmuntherapie publiziert (2). „Die hohe Sicherheit und Wirksamkeit konnten in dieser Studie über ein breites Patientenkollektiv hinweg beobachtet werden“, so Prof. Dr. Axel Merseburger, Lübeck. Die objektive Ansprechrate (ORR) betrug 13% und ist damit vergleichbar hoch wie in beiden Armen der Phase-III-Studie IMvigor211. Die mediane Ansprechdauer (DoR) war nach einem medianen Follow-up von 12,7 Monaten noch nicht erreicht (95%-KI: 13,2-NR). Darüber hinaus profitierten 4 von 10 der mit Atezolizumab behandelten Patienten von der Therapie.

 Eine umfassende genomische Analyse mit FoundationOne® CDx weist mittels Next Generation Sequencing eine Vielzahl klinisch relevanter genetischer Veränderungen in kurzer Zeit nach. Dabei werden auf der Grundlage des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstands alle gefundenen Genmutationen mit verfügbaren zielgerichteten Therapiemöglichkeiten und klinischen Studienprogrammen abgeglichen und dem behandelnden Arzt in einem Bericht zur Verfügung gestellt. „Dem Patienten können damit auf Basis seines Tumorprofils zielgerichtete Therapien verabreicht oder eine passende Studie vorgeschlagen werden,“ so PD Dr. Thomas Horn, München. „Idealerweise sollte die Therapieplanung unter Berücksichtigung molekularer Ergebnisse in einem interdisziplinären Ärzteteam – einem Tumorboard – erfolgen.“ Die umfassenden genomischen Analysen können zukünftig die informierte Entscheidungsfindung für den Einsatz gezielter Therapien unterstützen.

Mehr unter: www.med4u.org/16024

Quelle: Roche

Literatur:

(1) Fachinformation Tecentriq®, aktueller Stand.
(2) Sternberg CN et al. Eur Urol 2019;76(1):73-81.


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