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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

27. Juli 2018 Studienprogramm MONALEESA bei metastasiertem Brustkrebs

Die Kombination des Cyclin-abhängigen Kinase-Inhibitors Ribociclib mit dem Aromatasehemmer Letrozol reduzierte bei postmenopausalen Frauen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem HR+/HER2-negativen Mammakarzinom das Progressionsrisiko um 44%.
Cyclin-abhängige Kinase-Inhibitoren gehören zu einer neuen Medikamentenklasse, die das Fortschreiten von Krebs durch Hemmung zweier Proteine, den Cyclin-abhängigen Kinasen 4 und 6 (CDK 4/6) verlangsamen. Der CDK4/6-Inhibitor Ribociclib (LEE011, Kisquali®) ist seit August 2017 in der EU in Kombination mit einem Aromatasehemmer zur Behandlung postmenopausaler Frauen mit einem HR+/HER2-negativen fortgeschrittenen oder metastasierten Mammakarzinom als initiale endokrinbasierte Therapie zugelassen. Mit dem umfangreichen klinischen Studienprogramm MONALEESA wird derzeit Wirksamkeit und Sicherheit von Ribociclib in Kombination mit verschiedenen endokrinen Therapien sowohl bei prä- wie auch bei postmenopausalen Mammakarzinom-Patientinnen untersucht.

Die globale Multicenter-Studie MONALEESA-2 (223 Prüfstellen weltweit) vergleicht Wirksamkeit und Sicherheit der Kombination Ribociclib (600 mg/die über 3 Wo., dann 1 Wo. Pause) und Letrozol (2,5 mg/die) mit der Monotherapie des Aromatasehemmers. Eingeschlossen sind 668 postmenopausale Frauen mit HR+/HER2-negativem fortgeschrittenen Mammakarzinom, die bisher keine Therapie erhalten hatten. Die Zwischenbilanz zeigte eine signifikante Verlängerung des medianen progressionsfreien Überlebens (PFS) bei der Kombination dank einer um 44% reduzierten Progression.

In der Phase-III-Studie MONALEESA-3 wird derzeit an 660 postmenopausalen Patientinnen mit HR+/HER2-negativem Mammakarzinom Wirksamkeit und Sicherheit von Ribociclib kombiniert mit Fulvestrant vs. Fulvestrant-Monotherapie untersucht. MONALEESA-7 vergleicht Ribociclib kombiniert mit einer endokrinen Therapie und dem GnRH-Analogon Goserelin vs. alleinige endokrine Therapie und Goserelin.

Außerdem läuft derzeit in Deutschland an ca. 100 Zentren die Rekrutierung für die offene Phase-III-Studie RIBECCA*. Sie soll sowohl bei prä- wie auch postmenopausalen Frauen mit fortgeschrittenem oder metastasiertem HR+/HER2-negativen Mammkarzinom ergänzende Daten liefern.


* www.med4u.org/13661

Helga Vollmer

Quelle: Lunchsymposium „Perspektiven der Brustkrebstherapie auf dem Sprung in die Zukunft“, Senologie-Kongress, 15.06.2018, Stuttgart; Veranstalter: Novartis


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