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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

06. Dezember 2016 Mammakarzinom: Eribulin neoadjuvant bewirkt Konversion zu Luminal-A-Typ

Der Mikrotubuli-Inhibitor Eribulin ist in der 2. Therapielinie des fortgeschrittenen Mammakarzinoms inzwischen etabliert und wird in der AGO-Leitlinie mit hoher Evidenz empfohlen. Neue Daten der SOLTI1007-Studie, die auf der DGHO-Jahrestagung vorgestellt wurden, sprechen auch für einen Einsatz von Eribulin im neoadjuvanten Setting, berichtete Dr. Rachel Würstlein, München.
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Fachinformation
Das nicht Taxan-basierte Zytostatikum Eribulin bindet an Tubuline, hemmt damit die Replikation der Tumorzellen und führt so zu deren Apoptose. Daneben verfügt Eribulin noch über eine Reihe komplexer nicht-mitotischer Effekte, erklärte Würstlein. So kann Eribulin auch die Epitheliale-Mesenchymale-Transition von Tumorzellen umkehren und macht sie dadurch weniger aggressiv (1). Nach den Auswertungen der Studie SOLTI1007 (2) kommt es durch den neoadjuvanten Einsatz von Eribulin zu einer Konversion der Luminal-B-Brustkrebs-Form zur weniger aggressiven Luminal-A-Form, berichtete Würstlein. Die Frage stellt sich jetzt, ob Frauen mit einer Konversion zur Luminal-A-Form später zu der Gruppe gehören, die von einer alleinigen Hormontherapie profitieren.


www.med4u.org/11267

(as)

Quelle: Pressekonferenz „Neue Daten zum Einsatz von Lenvatinib und Eribulin in der Onkologie“, DGHO-Kongress, 17.10.2016, Leipzig; Veranstalter: Eisai

Literatur:

(1) Dybdal-Hargreaves N et al. SABCS 2015. Poster session: P5-03-09.
(2) Prat A et al. SABCS 2015. Poster session: P3-07-66.


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