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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

15. November 2019 Kopf-Hals-Tumoren und Gynäkologische Onkologie

Markus Fleisch
Die November-Ausgabe von JOURNAL ONKOLOGIE widmet sich in einem Titelthema der chirurgischen Resektion von Kopf-Hals-Tumoren, die zu 90% Plattenepithelkarzinome sind. Das OP-Ziel ist es, die Funktion – in erster Linie Sprechen, Kauen und Schlucken – sowie die ästhetische Form der betroffenen Organe wiederherzustellen und eine möglichst dauerhafte Kontrolle der Erkrankung zu erreichen. Dr. Dr. Julius Moratin und Kollegen erläutern die verschiedenen Resektions- und Rekonstruktionstechniken. Dr. Sabrina Franzen und Prof. Kontny stellen in ihrem CME-Fortbildungsartikel das Nasopharynxkarzinom in den Fokus, ein aus Epithelzellen des Nasopharynx entstehender, seltener Kopf-Hals-Tumor. In der Karzinogenese spielen das Epstein-Barr-Virus, Nikotinabusus und genetische Faktoren maßgebliche Rollen. Betroffen sind hierzulande zum einen Patienten um die 50 Jahre, zum anderen aber auch Jugendliche. Der Artikel erläutert Behandlungsstrategien v.a. für die Gruppe der adoleszenten Patienten.

Im zweiten Schwerpunkt geht es zunächst um das Mammakarzinom: Dr. Tomé stellt aktuelle Entwicklungen in der Präzisionsmedizin beim Mammakarzinom vor, die v.a. durch Meilenstein-Studien wie KATHERINE und IMpassion130 vorankommen, auch im Hinblick auf die als patient-reported Outcomes gemessene Lebensqualität. Den Optimismus teilt Prof. Park-Simon, die im Interview ebenfalls auf die IMpassion130-Studie – die erste positive Studie beim metastasierten triple-negativen Mammakarzinom mit einem Immuntherapeutikum überhaupt – eingeht. Wir beenden den Schwerpunkt Gynäkologie mit unserem Beitrag zum Endometriumkarzinom, das abhängig von Biologie und Tumorstadium bei einer Reihe von Patientinnen leider rezidiviert. Je nach Art der Vortherapie sowie Rezidivlokalisation stehen operative, strahlentherapeutische und medikamentöse Optionen zur Verfügung, die wir Ihnen vorstellen.

Außerdem finden Sie in der Ausgabe jeweils eine Fortbildung von Prof. Lorenzen sowie von Prof. Siveke und Dr. Reißig zum Pankreaskarzinom, die u.a. zeigen, dass die zunehmenden Erkenntnisse auf der molekularen Ebene Perspektiven für neue Therapien öffnen. Neben einem Beitrag von Prof. Grosu zur Präzisionsmedizin bei Hirntumoren finden Sie noch eine Fortbildung von Felix Niekrenz zu einem weiteren zukunftsträchtigen Thema, dem Deep Learning, erläutert am Beispiel der Radiologie, die den Muster-Fachbereich für Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen schlechthin darstellt. Die Detektion und Klassifikation von Läsionen mit lernenden Algorithmen gelingt bereits jetzt erstaunlich gut.

Wir Ärzte werden auch in einer digitalen Zukunft keinesfalls „überflüssig“ sein – sondern wir lassen uns von Maschinen gerne dabei unterstützen, wie bisher die beste Therapieentscheidung für den individuellen Patienten zu treffen.

In diesem Sinne,
Ihr
Prof. Dr. Markus Fleisch

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