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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

13. Oktober 2018 ALK-positives NSCLC: Brigatinib als mögliche Erstlinientherapie

Auf der WCLC wurde eine Zwischenanalyse der offenen, multizentrischen Phase-III-Studie ALTA-1L zur Wirksamkeit und Sicherheit von Brigatinib vs. Crizotinib bei anaplastischem Lymphomkinase (ALK)-Inhibitor-naiven Patienten mit ALK-positivem NSCLC vorgestellt. Patienten, die Brigatinib erhielten, zeigten ein signifikant längeres progressionsfreies Überleben (PFS) als Patienten, die mit Crizotinib behandelt wurden.
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Fachinformation
Die ALTA-1L-Studie untersuchte 275 Patienten mit Stage IIIB/IV ALK-positivem (ALK+) NSCL. Ein unabhängiges Prüfungskomitee (BIRC) wurde eingesetzt, um die Wirksamkeit und Sicherheit von Brigatinib im Vergleich zu dem Standard Crizotinib zu überprüfen. Die Kriterien der BIRC-Beurteilung umfassten das PFS nach RECIST-Kriterien sowie die objektive Ansprechrate (ORR), die intrakranielle ORR (iCORR), das intrakraniale PFS (icPFS), das Gesamtüberleben (OS) und die Sicherheit. Ein Jahr nach der Behandlung blieben 67% der mit Brigatinib behandelten Patienten progressionsfrei im Vergleich zu 43% der mit Crizotinib behandelten Patienten. Das Progressions- oder Sterberisiko reduzierte sich mit Brigatinib im Vergleich zu Crizotinib um 51%. Insgesamt sprachen 71% der Patienten mit ALK+ NSCLC auf die Brigatinib-Behandlung an im Vergleich zu 60% unter Crizotinib-Behandlung.

„Die vorläufigen Daten zeigen, dass Brigatinib die Option für eine Erstlinen-Behandlung für ALK+ Lungenkrebs werden könnte“, berichtete  Ross Camidge, Denver, USA, leitender Prüfarzt der ALTA-1L-Studie. „Selbst nach nur 9-11 Monaten Follow-up ist die Wirksamkeit von Brigatinib der von Crizotinib deutlich überlegen“, erläuterte Camidge.

Quelle: IASLC


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