Journal Onkologie

Urothelkarzinom

d-uo
Diagnose Urothelkarzinom
Daten aus der VERSUS-Studie von d-uo

Was führt zur Diagnose eines Urothelkarzinoms?

Urologische Tumorerkrankungen machten in Deutschland laut Robert Koch-Institut (RKI) im Jahr 2023 etwa 43% aller Krebserkrankungen bei Männern bzw. 5% bei Frauen aus [1]. Viele Fragen der ambulanten Diagnostik, Therapie und Nachsorge dieser Tumorerkrankungen sind in Deutschland leider unzureichend untersucht. Voraussetzung für die Erfassung und wissenschaftliche Auswertung der Versorgungsqualität urologischer Tumorerkrankungen ist deren standardisierte Dokumentation [2]. Dies ist daher das Ziel der VERSUS-Studie von d-uo. Eine aktuelle Analyse der VERSUS-Studie, die hier vorgestellt wird, beleuchtet den Diagnoseanlass, der zur Detektion eines Urothelkarzinoms geführt hat.
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Urothelkarzinom
Avelumab-Erhaltungstherapie beim Urothelkarzinom: Langzeit-Real-World-Daten zeigen günstiges Überleben
ASCO-GU 2026

Avelumab-Erhaltungstherapie beim Urothelkarzinom: Langzeit-Real-World-Daten zeigen günstiges Überleben

Die Zulassung von Avelumab als Erstlinien-Erhaltungstherapie beim lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Urothelkarzinom basiert auf den Ergebnissen der Phase-III-Studie JAVELIN Bladder 100. Doch wie sieht die Anwendung im klinischen Alltag aus? Die japanische JAVEMACS-Studie liefert nun umfassende Real-World-Daten mit einer medianen Beobachtungszeit von 34 Monaten. Die retrospektive Chartanalyse an 349 Patient:innen zeigt ein medianes Gesamtüberleben von 30,6 Monaten ab Start der Erhaltungstherapie und identifiziert prognostische Faktoren, die bei Therapieinitiierung berücksichtigt werden sollten.
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Urothelkarzinom
ELEVATE UC-I: Neue Real-World-Daten zu Nebenwirkungsprofilen von Erstlinientherapien beim Urothelkarzinom
ASCO-GU 2026

ELEVATE UC-I: Neue Real-World-Daten zu Nebenwirkungsprofilen von Erstlinientherapien beim Urothelkarzinom

Die aktualisierte Analyse der Studie ELEVATE UC-I liefert umfassende Real-World-Daten zur Sicherheit moderner Erstlinientherapien beim lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Urothelkarzinom (la/mUC). Die retrospektive Kohortenstudie zeigt deutliche Unterschiede in den Nebenwirkungsprofilen zwischen den verschiedenen Behandlungsregimen anhand von 7.984 Patient:innen aus der Premier Healthcare Database.
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Urothelkarzinom
ASCO-GU 2026

Avelumab-Kombinationen als Erstlinien-Erhaltungstherapie beim Urothelkarzinom

Avelumab als Erstlinien-Erhaltungstherapie ist eine etablierte Behandlungsoption für Patient:innen mit fortgeschrittenem Urothelkarzinom ohne Krankheitsprogression nach platinbasierter Chemotherapie. Die Phase-II-Studie JAVELIN Bladder Medley untersuchte nun, ob die Kombination von Avelumab mit weiteren Wirkstoffen die Ergebnisse verbessern kann. Die primäre Analyse, die auf dem ASCO Genitourinary Cancers Symposium (ASCO-GU) pärasentiert wurde, zeigt, dass die Kombination aus Avelumab und Sacituzumab Govitecan das progressionsfreie Überleben (PFS) signifikant im Vergleich zur Avelumab-Monotherapie verlängert. Auch die Kombinationen mit M6223 und NKTR-255 zeigen vielversprechende Trends beim Gesamtüberleben, wenngleich diese Daten noch nicht ausgereift sind.
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Urothelkarzinom
Optimierte Therapiesequenzen beim UC: Vom lokalisierten bis zum metastasierten Stadium

Optimierte Therapiesequenzen beim UC: Vom lokalisierten bis zum metastasierten Stadium

Beim muskelinvasiven Urothelkarzinom (MIUC) steht ein Paradigmenwechsel bevor. Aktuelle Phase-III-Studiendaten etablieren neue Therapiestandards und erweitern das Behandlungsspektrum erstmals auch auf Cisplatin-ungeeignete Patient:innen. Die Kombination aus Immuncheckpoint-Inhibitoren und Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs) verändert die perioperative und die Erstlinientherapie im metastasierten Stadium grundlegend. Diese aktuellen Entwicklungen beim Urothelkarzinom (UC) wurden von Prof. Dr. Anja Lorch, Zürich, Schweiz, im Rahmen des Online-Seminars „expanda Onkologie" präsentiert.
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Urothelkarzinom

Metastasiertes Urothelkarzinom: Erdafitinib mit und ohne Cetrelimab bei Cisplatin-ungeeigneten Patient:innen

Für Patient:innen mit metastasiertem Urothelkarzinom (mUC) und FGFR-Alterationen, die nicht für eine Cisplatin-basierte Chemotherapie infrage kommen, sind die Erstlinientherapieoptionen begrenzt. Eine aktuelle Phase-II-Studie untersucht nun den FGFR-Inhibitor Erdafitinib sowohl als Monotherapie als auch in Kombination mit dem Immuncheckpoint-Inhibitor Cetrelimab. Die Ergebnisse zeigen ermutigende Ansprechraten von 44,2% bzw. 54,5% bei einem handhabbaren Nebenwirkungsprofil. Die Wirksamkeit zeigte sich auch bei Patient:innen mit niedriger PD-L1-Expression, die typischerweise schlechter auf Immuntherapien ansprechen.
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Urothelkarzinom
expanda Onkologie 2025

Langzeitergebnisse bestätigen neuen Standard beim metastasierten Urothelkarzinom

Im Rahmen des Online-Seminars „expanda Onkologie“ präsentierte Prof. Dr. Anja Lorch, Leitende Ärztin und Stellvertretende Klinikdirektorin der Klinik für Medizinische Onkologie und Hämatologie am Universitätsspital Zürich, aktuelle Entwicklungen bei urogenitalen Tumoren. In diesem Video spricht sie über Langzeitergebnisse zu Enfortumab Vedotin plus Pembrolizumab beim metastasierten Urothelkarzinom aus der KEYNOTE-A39-Studie.
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Urothelkarzinom
expanda Onkologie 2025

Muskelinvasives Urothelkarzinom: Prof. Anja Lorch zu neuen Standards der perioperativen Therapie

Im Rahmen des Online-Seminars „expanda Onkologie“ am 8. November 2025 präsentierte Prof. Dr. Anja Lorch, Leitende Ärztin und Stellvertretende Klinikdirektorin der Klinik für Medizinische Onkologie und Hämatologie am Universitätsspital Zürich, aktuelle Entwicklungen bei urogenitalen Tumoren. In diesem Videobeitrag fokussiert sie sich auf das muskelinvasive Urothelkarzinom und stellt wegweisende Studienergebnisse zur perioperativen Therapie vor, die neue Behandlungsstandards für verschiedene Patientengruppen etablieren.
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Urologische Tumoren
Schematische Darstellung des Uro-Genitaltrakts eines Mannes

Aktuelle AUO-Studienaktivitäten in der Uro-Onkologie

Bereits seit Gründung der Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie (AUO) der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. in den 1990er Jahren war eine Hauptaufgabe der AUO die Förderung von Studien in der Uro-Onkologie. Hierfür unternimmt die AUO verschiedene Anstrengungen, um die Durchführung von qualitativ hochwertigen Studien im Indikationsgebiet zu fördern und zu beschleunigen. So unterzieht die AUO ihr eingereichte Studienprotokolle und -entwürfe einer Kurzbegutachtung. Bei positivem Ergebnis der Kurzbegutachtung wird die Studie durch die AUO aktiv gefördert. Hierzu zählt die Publikation von Studienvorstellungen in einschlägigen Medien genauso wie die Präsentation der Studien auf der AUO-Homepage, zusätzlich werden diese in ihrer aktiven Phase in Bezug auf die Rekrutierung durch die AUO begleitet. Aus den somit gewonnenen Zahlen kann die AUO für künftig neu eingereichte Studien gezielte Zentren-Empfehlungen abgeben, sodass es den Sponsoren der Studien leichter fällt, für ihre Studie Studienzentren zu finden. Alle Maßnahmen der AUO hierbei zielen darauf ab, für eine schnelle Rekrutierung in qualitativ hochwertige Studien zu sorgen und somit für eine bessere medizinische Versorgung der Patienten von morgen auf Grundlage von evidenzbasierter Medizin einzutreten.
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Urothelkarzinom
Zwei Hände halten ein plakativ dargestellte Blase.

WGS zur ultrasensitiven ctDNA-Detektion und frühen Rezidiverkennung beim MIBC

Die Analyse zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) etabliert sich zunehmend als Biomarker zur Erfassung der minimalen Resterkrankung (MRD) sowie zur Überwachung des Krankheitsverlaufs. Eine aktuelle dänische Studie prüft nun den bei muskelinvasivem Urothelkarzinom der Harnblase (MIBC) mit dem Ziel, neue Erkenntnisse zum diagnostischen und prognostischen Potenzial dieses Ansatzes zu liefern.
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Urothelkarzinom
Eine Ärztin hält mit der linken Hand ein Modell des Blasenorgans, dazu sieht man mehrere virtuelle medizinische Symbole.
Häufiger Abfall der membranären NECTIN-4-Expression in Metastasen

Implikationen für die Enfortumab Vedotin-Therapie des Urothelkarzinoms

Die Einführung des Antikörper-Wirkstoff-Konjugats (ADC) Enfortumab Vedotin (EV) stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Therapie des metastasierten Urothelkarzinoms (mUC) dar. EV richtet sich gegen das Zelladhäsionsmolekül NECTIN-4, das zunächst als ubiquitär exprimiertes Ziel galt. Zunehmende unabhängige Studien widerlegen jedoch diese Annahme und zeigen eine heterogene Expression von NECTIN-4 mit einer Subgruppe von mindestens 30%, die keine oder nur eine geringe membranäre Expression aufweisen. Zudem gibt es Evidenz, dass die membranäre Expression im Verlauf der Metastasierung abnimmt und mit einem verkürzten progressionsfreien Überleben (PFS) unter EV-Therapie korreliert. Dieser Beitrag betont die zentrale Bedeutung der membranären NECTIN-4-Expression in UC-Metastasen und unterstreicht die Notwendigkeit einer präzisionsonkologischen Strategie. Wir plädieren dafür, den NECTIN-4-Expressionsstatus künftig vor Beginn einer EV-Therapie systematisch zu berücksichtigen, um den therapeutischen Nutzen zu optimieren, Patient:innen mit geringer Erfolgsaussicht frühzeitig zu identifizieren und ihnen gegebenenfalls alternative Behandlungsoptionen zu eröffnen – mit dem Ziel, die Versorgung individuell zu personalisieren.
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ESMO 2025
RNA-Expressionsmuster therapeutisch relevanter Zielstrukturen
ESMO 2025

RNA-Expressionsmuster therapeutisch relevanter Zielstrukturen unterscheiden sich bei molekularen Subtypen von aUC und MIBC

Im Zuge der fortschreitenden Entwicklung zielgerichteter Therapien in der urologischen Onkologie rückt die präzise molekulare Charakterisierung von Tumoren zunehmend in den Fokus – insbesondere bei fortgeschrittenen Urothelkarzinomen (aUC) und muskelinvasiven Blasenkarzinomen (MIBC). Ziel ist es, therapeutisch relevante Moleküle wie NECTIN-4, HER2, HER3, EGFR und TROP2 zu identifizieren, die als potenzielle Ansatzpunkte für eine personalisierte, molekularbasierte Behandlung dienen könnten. Einen Beitrag zu diesem Forschungsfeld leistete eine beim ESMO-Kongress 2025 vorgestellte explorative Analyse auf Basis von klinischen Daten und Real-World-Daten, die RNA-Expressionsmuster der genannten Zielstrukturen in Abhängigkeit von definierten molekularen Subtypen von aUC oder MIBC evaluierte [1]. Die Ergebnisse liefern Einblicke in die biologischen Unterschiede zwischen den Subtypen und eröffnen neue Perspektiven für die Entwicklung individualisierter Therapieansätze.
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Medizin
Enfortumab vedotin plus Pembrolizumab verlängert Überleben bei muskelinvasivem Blasenkrebs

Enfortumab vedotin plus Pembrolizumab verlängert Überleben bei muskelinvasivem Blasenkrebs

Neue Daten aus der klinischen Phase-III-Studie EV-303 (auch bekannt als KEYNOTE-905) zeigen positive Ergebnisse für die Kombination aus Enfortumab vedotin (Antikörper-Wirkstoff-Konjugat) und Pembrolizumab (PD-1-Inhibitor) als neoadjuvante und adjuvante Behandlung im Vergleich zur alleinigen Operation bei erwachsenen Patient:innen mit muskelinvasivem Blasenkrebs (MIBC), die nicht für eine cisplatinhaltige Chemotherapie in Frage kommen oder diese ablehnen.
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Urologische Tumoren
Logo der DGFIT
DGFIT-Symposium am 31.01.2025

Urologischer Winterworkshop in Leogang 2025

Die Deutsche Gesellschaft für Immun- und Targeted-Therapie (DGFIT) feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. In diesen 25 Jahren hat sich die Immun- und Targeted-Therapie rasant (weiter-)entwickelt und ist mittlerweile fester Bestandteil in der täglichen onkologischen Therapie. Erfreulicherweise ist diese Entwicklung auch verbunden mit einem deutlich besseren Outcome für die Patient:innen – sowohl in Bezug auf die Effektivität als auch auf die Nebenwirkungen. Auch in diesem Jahr veranstaltete die DGFIT ihr fest etabliertes Symposium auf dem Urologischen Winterworkshop in Leogang, Österreich, mit Blick auf den Status Quo der täglichen Versorgung sowie einen Ausblick in die Zukunft mit neuen Innovationen auf dem Gebiet der Immun- und Targeted-Therapie, welche die Behandlungsoptionen zeitnah mannigfaltig beeinflussen werden. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!
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Urothelkarzinom
Urothelkarzinom
ASCO 2025

Kombi aus Avelumab und Sacituzumab govitecan vielversprechend als Erstlinien-Erhaltungstherapie beim mUC

Die Erstlinien-Erhaltungstherapie mit dem PD-L1-Inhibitor Avelumab nach Ansprechen auf eine Platin-basierte Chemotherapie ist beim lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Urothelkarzinom (mUC) fest im Therapiealgorithmus etabliert. Die Phase-II-Parallelarm-Umbrella-Studie JAVELIN Bladder Medley evaluiert, ob sich der Erfolg dieser Erhaltungstherapie noch verbessern lässt, wenn Avelumab gemeinsam mit Kombinationspartnern verabreicht wird. Eine Interimsanalyse, die bei der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2025 vorgestellt wurde, zeigt einen erheblichen Vorteil hinsichtlich des progressionsfreien Überlebens, wenn der PD-L1-Inhibitor mit Sacituzumab govitecan, einem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC). der dritten Generation, kombiniert wird – allerdings auch bei erhöhter Toxizität (1).
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