Mittwoch, 19. Juni 2019
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Progressionsfreies Überleben

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Das auch auf www.journalonko.de allgegenwärtige progressionsfreie Überleben (progression free survival, PFS) bezeichnet die Zeitspanne zwischen dem Start einer randomisierten kontrollierten Studie und dem Beginn der Progression, also dem Fortschreiten, der Erkrankung oder dem Tod des Patienten, für den Fall, dass dies eher eintritt. Als Zeiteinheit wird meistens „Monat“ oder „Jahr“ verwendet.

Vorteil des progressionsfreien Überlebens ist, dass dieser Parameter in Studien leicht zu erheben ist und kürzere Studiendauern ermöglicht, als es beispielsweise der Fall ist, wenn das Gesamtüberleben ausschlaggebendes Studienziel ist. Daher wird das PFS zunehmend in klinischen Studien in der Onkologie als primärer oder sekundärer Endpunkt verwendet. Der Einsatz als primärer Endpunkt ist allerdings umstritten, vielfach wird das Gesamtüberleben als härterer Parameter gefordert.

Die Zeitintervalle des progressionsfreien Überlebens sind generell kürzer als die des Gesamtüberlebens, da bei letzterem rechnerisch noch der Zeitraum zwischen Progression der Erkrankung und Tod dazugezählt wird.

Die Krankheitsprogression stellt nach den sog. RECIST-Kriterien (Response Evaluation Criteria in Solid Tumors) eine von vier Möglichkeiten des Tumoransprechens auf eine Therapie dar, neben der kompletten und partiellen Remission sowie der stabilen Erkrankung. Diese Kriterien sind für Studien konzipiert, in denen primär die Ansprechraten untersucht werden. Das ist etwa in Phase-II-Studien zu neuen Medikamenten der Fall.

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