Journal Onkologie

Nierenzellkarzinom (RCC)

Nierenzellkarzinom
ASCO-GU 2026

Metastasiertes Nierenzellkarzinom: Metastasierungsort bestimmt Wirksamkeit von ICI-Kombinationen

Eine neue retrospektive Analyse, die auf dem ASCO Genitourinary Cancers Symposium vorgestellt wurde, untersucht die unterschiedliche Wirksamkeit von Immuncheckpoint-Inhibitor (ICI)-Kombinationen und ICI-Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI)-Kombinationen in Abhängigkeit vom Metastasierungsort beim metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC). Die Studie liefert wichtige Erkenntnisse zur personalisierten Therapieauswahl anhand des Metastasierungsmusters.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Medizin
Zucker als Biomarker für Krebs-Immuntherapie

Zucker als Biomarker für Krebs-Immuntherapie

Unter den modernen Krebstherapien gehören die Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) zu den erfolgreichsten Behandlungsmethoden. Diese Antikörper aktivieren das Immunsystem und versetzen die T-Abwehrzellen wieder in die Lage, Tumorzellen aufzuspüren und zu zerstören. Auch beim klarzelligen Nierenzellkarzinom (ccRCC), der häufigsten Form von Nierenkrebs, ist die Immuncheckpoint-Hemmung ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Sie wird eingesetzt, wenn sich bereits Metastasen gebildet haben und eine Operation allein die Krebserkrankung nicht in den Griff bekommen kann. Allerdings ist die Behandlung nicht nur teuer, sondern sie hat auch Nebenwirkungen. Zudem sprechen nicht alle Patient:innen auf die Immuntherapie an. Derzeit gibt es jedoch keine Möglichkeit vorherzusagen, welchen Patient:innen mit ccRCC eine ICI tatsächlich nützen wird.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Entitätsübergreifend

Wartezeit vor Transplantation bei Patient:innen mit Malignomanamnese

Patient:innen mit einer Malignomanamnese, für die eine Organtransplantation geplant ist, haben aufgrund der Immunsuppression nach Transplantation ein erhöhtes Risiko, ein Tumorrezidiv oder einen neuen Tumor zu erleiden. In der Entscheidung für eine Aufnahme auf die Transplantationsliste sollten insbesondere die Biologie des jeweiligen Malignoms sowie die aktuellen onkologischen Therapiekonzepte, welche in der Behandlung des Tumors zum Einsatz kommen, Berücksichtigung finden. Dabei ist es wichtig, Benefit und Prognose einer Transplantation einerseits und potenzielle onkologische Risiken andererseits im Blick zu haben. Die Evidenz zu empfohlenen Wartezeiten zwischen der Behandlung eines Tumors und einer Transplantation ist gering; aktuelle Empfehlungen basieren vor allem auf einer US-Konsensus­konferenz aus dem Jahr 2021. In diesem Übersichtsbeitrag finden Sie eine Zusammenfassung dieser Daten unter Einbeziehung kürzlich erschienener Publikationen.
Lesen Sie mehr 
Nierenzellkarzinom
Nierenzellkarzinom: Langer Krankheitsverlauf mit guter Lebensqualität
DGU 2025

Nierenzellkarzinom: Langer Krankheitsverlauf mit guter Lebensqualität

Die Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren hat sich auch in der Urologie etabliert. Beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom (RCC) ist Nivolumab nach Vortherapie und in der ersten Therapielinie sowohl mit Ipilimumab (intermediäres/ungünstiges Risikoprofil) als auch in Kombination mit Cabozantinib indiziert [1]. Anhand eines fiktiven Patientenfalls zeigte Prof. Dr. Viktor Grünwald, Essen, die kombinierte Tyrosinkinaseinhibitor- und Immuntherapie nach einem langen Krankheitsverlauf.
Lesen Sie mehr 
Urologische Tumoren
Schematische Darstellung des Uro-Genitaltrakts eines Mannes

Aktuelle AUO-Studienaktivitäten in der Uro-Onkologie

Bereits seit Gründung der Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie (AUO) der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. in den 1990er Jahren war eine Hauptaufgabe der AUO die Förderung von Studien in der Uro-Onkologie. Hierfür unternimmt die AUO verschiedene Anstrengungen, um die Durchführung von qualitativ hochwertigen Studien im Indikationsgebiet zu fördern und zu beschleunigen. So unterzieht die AUO ihr eingereichte Studienprotokolle und -entwürfe einer Kurzbegutachtung. Bei positivem Ergebnis der Kurzbegutachtung wird die Studie durch die AUO aktiv gefördert. Hierzu zählt die Publikation von Studienvorstellungen in einschlägigen Medien genauso wie die Präsentation der Studien auf der AUO-Homepage, zusätzlich werden diese in ihrer aktiven Phase in Bezug auf die Rekrutierung durch die AUO begleitet. Aus den somit gewonnenen Zahlen kann die AUO für künftig neu eingereichte Studien gezielte Zentren-Empfehlungen abgeben, sodass es den Sponsoren der Studien leichter fällt, für ihre Studie Studienzentren zu finden. Alle Maßnahmen der AUO hierbei zielen darauf ab, für eine schnelle Rekrutierung in qualitativ hochwertige Studien zu sorgen und somit für eine bessere medizinische Versorgung der Patienten von morgen auf Grundlage von evidenzbasierter Medizin einzutreten.
Lesen Sie mehr 
ESMO 2025
Hochrisiko-Nierenzellkarzinom: Neoadjuvante Immuntherapie hilfreich?
ESMO 2025

Hochrisiko-Nierenzellkarzinom: Neoadjuvante Immuntherapie hilfreich?

Das lokal fortgeschrittene klarzellige Nierenzellkarzinom wird standardmäßig reseziert, aber das Risiko für die Entwicklung eines Rezidivs oder von Fernmetastasen ist hoch. Die Standardbehandlung umfasst daher derzeit eine zusätzliche adjuvante Immuntherapie mit dem PD-1-Inhibitor Pembrolizumab, der in der Phase-III-Studie KEYNOTE-564 krankheitsfreies und Gesamtüberleben signifikant verlängern konnte. Da beim malignen Melanom eine neoadjuvante Immuntherapie der adjuvanten überlegen ist, wurden in der randomisierten Phase-II-Studie NESCIO, die beim ESMO-Kongress vorgestellt wurde, drei verschiedene neoadjuvante immuntherapeutische Regimes miteinander verglichen.
Lesen Sie mehr 
ESMO 2025
ESMO 2025

LAG3 als Biomarker für das Ansprechen auf Immuntherapien beim metastasierten Nierenzellkarzinom

Das Lymphocyte Activation Gene-3 (LAG3) hat sich in den letzten Jahren als vielversprechender Immun-Checkpoint-Rezeptor etabliert, der sowohl als Biomarker als auch als Therapieziel von großem Interesse ist. Während die Bedeutung von LAG3 in verschiedenen Tumorentitäten zunehmend erforscht wird, blieb sein Zusammenhang beim Nierenzellkarzinom (RCC) bisher unzureichend charakterisiert. Eine aktuelle Studie, die auf der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2025 präsentiert wurde, hat nun erstmals systematisch die LAG3-Genexpression und deren Assoziation mit Therapieergebnissen beim metastasierten RCC untersucht.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Immunmuster in Metastasen entscheiden über Therapieerfolg bei Nierenkrebs

Das metastasierte Nierenzellkarzinom wird heute zunehmend mit Immuntherapien behandelt. Doch welche Patient:innen profitieren tatsächlich von dieser Behandlung? Diese Frage ließ sich bislang nicht zuverlässig beantworten. Forschende der Unikliniken Würzburg und Erlangen haben nun mithilfe hochauflösender räumlicher Transkriptomik-Technologien eine entscheidende Erkenntnis gewonnen: Nicht die Eigenschaften des ursprünglichen Nierentumors, sondern spezifische Immunmuster in den Metastasen sind ausschlaggebend für den Therapieerfolg.
Lesen Sie mehr 
News
Immuntherapie zeigt Vorteile bei seltenem Nierenkrebs

Immuntherapie zeigt Vorteile bei seltenem Nierenkrebs

Nicht-klarzellige Nierenzellkarzinome (nccRCC) zählen zu den medizinisch besonders herausfordernden Tumorformen. Sie machen etwa 20–25% aller Nierenzellkarzinome aus und gelten aufgrund ihrer histologischen und molekularen Vielfalt als schwer behandelbar. Für viele Subtypen liegen nur begrenzte klinische Daten vor. Während für klarzellige Tumoren inzwischen mehrere etablierte Therapien verfügbar sind, mangelte es bislang an belastbaren klinischen Daten für die selteneren nccRCC-Subtypen. Diese Lücke wurde nun durch eine internationale Studie geschlossen, die unter Federführung von Prof. Dr. Lothar Bergmann, Medizinische Klinik 2: Hämatologie und Onkologie der Universitätsmedizin Frankfurt, durchgeführt wurde. Die Ergebnisse der SUNNIFORECAST-Studie wurden im Fachjournal Annals of Oncology veröffentlicht [1].
Lesen Sie mehr 
Medizin

Nierenkrebs: OpeRa-Studie bestätigt Sicherheit und Wirksamkeit der roboterassistierten Nierenteilresektion

Die operative Entfernung von Nierentumoren bei Erhalt der Niere und somit der Nierenfunktion ist ein Bestandteil der Behandlung von Nierenkrebs. Neben der offenen Operation kommt zunehmend die minimalinvasive Methode mit mehreren kleinen Inzisionen zum Einsatz. Hierbei werden vermehrt roboterassistierte Operationssysteme verwendet. Ziel der Studie OpeRa1 war es, die roboterassistierte Nierenteilresektion (RAPN) mit der offenen Nierenteilresektion (OPN) bei komplexen Nierentumoren zu vergleichen.
Lesen Sie mehr 
d-uo

Das symptomatische Nierenzellkarzinom: Neue Daten aus der VERSUS-Studie von d-uo

Urologische Tumorerkrankungen machen in Deutschland etwa 36% aller Krebserkrankungen bei Männern und 4% bei Frauen aus [1]. Voraussetzung für die Erfassung und wissenschaftliche Auswertung der Versorgungsqualität urologischer Tumorerkrankungen ist deren standardisierte Dokumentation. Seit Mai 2018 dokumentieren Mitglieder von d-uo (Deutsche Uro-Onkologen e.V.) urologische Tumorerkrankungen im Rahmen der prospektiven Studie VERSUS (VERSorgUngsStudie) [2, 3]. Es handelt sich dabei um eine nicht-interventionelle, prospektive, multizentrische Registerstudie zur Dokumentation und deskriptiven statistischen Auswertung von Diagnostik, Behandlungsverlauf und Nachsorge uro-onkologischer Patienten. Eingeschlossen werden Patienten mit der Erstdiagnose einer urologischen Tumorerkrankung.
Lesen Sie mehr 
Urologische Tumoren
Mann in Urologie-Praxis

AUO-Studienaktivitäten in der Uro-Onkologie

Bereits seit Gründung der Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie (AUO) der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. in den 1990er Jahren war eine Hauptaufgabe der AUO die Förderung von Studien in der Uro-Onkologie. Hierfür unternimmt die AUO verschiedene Anstrengungen, um die Durchführung von qualitativ hochwertigen Studien im Indikationsgebiet zu fördern und zu beschleunigen. So unterzieht die AUO ihr eingereichte Studienprotokolle und -entwürfe einer Kurzbegutachtung. Bei positivem Ergebnis der Kurzbegutachtung wird die Studie durch die AUO aktiv gefördert. Hierzu zählt die Publikation von Studienvorstellungen in einschlägigen Medien genauso wie die Präsentation der Studien auf der AUO-Homepage, zusätzlich werden diese in ihrer aktiven Phase in Bezug auf die Rekrutierung durch die AUO begleitet. Aus den somit gewonnenen Zahlen kann die AUO für künftig neu eingereichte Studien gezielte Zentren-Empfehlungen abgeben, sodass es den Sponsoren der Studien leichter fällt, für ihre Studie Studienzentren zu finden. Alle Maßnahmen der AUO hierbei zielen darauf ab, für eine schnelle Rekrutierung in qualitativ hochwertige Studien zu sorgen und somit für eine bessere medizinische Versorgung der Patienten von morgen auf Grundlage von evidenzbasierter Medizin einzutreten.
Lesen Sie mehr 
Nierenzellkarzinom
Fortgeschrittenes Nierenzellkarzinom: Langfristige Überlebensvorteile mit Cabozantinib und Nivolumab
Cabozantinib + Nivolumab beim aRCC

Langfristige Überlebensvorteile gegenüber Sunitinib auch nach mehr als 5 Jahren gezeigt

Der Multitarget-Tyrosinkinase-Inhibitor (mTKI) Cabozantinib stellt in verschiedenen onkologischen Indikationen eine etablierte, leitliniengerechte Therapieoption dar: Er ist zugelassen für die Behandlung des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms (aRCC), des hepatozellulären Karzinoms (HCC) sowie des differenzierten Schilddrüsenkarzinoms (DTC) [1]#. Auf dem Genitourinary Cancers Symposium der American Society of Clinical Oncology (ASCO GU 2025) in San Francisco wurde der finale Datenschnitt der multizentrischen, offenen und randomisierten Phase-III-Studie CheckMate-9ER präsentiert. Mit einem medianen Follow-up von 67,6 Monaten liefert die Studie Langzeitdaten zur Kombination aus Cabozantinib und dem Immuncheckpoint-Inhibitor (CPI) Nivolumab in der Erstlinientherapie des aRCC [2]. Die Phase-III-Studie untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit der mTKI-CPI-Kombination im Vergleich zu einer Monotherapie mit dem mTKI Sunitinib.
Lesen Sie mehr 
Nierenzellkarzinom
Nierenzellkarzinom

Aktualisierte S3-Leitlinie Nierenzellkarzinom: Fortschritte in Therapie und Diagnostik

Die überarbeitete S3-Leitlinie 5.0 bringt wesentliche Änderungen für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Nierenzellkarzinoms (RCC). Neue Empfehlungen betreffen die Systemtherapie, die Behandlung nicht-klarzelliger Tumoren, die adjuvante Immuntherapie sowie die molekulare Diagnostik. Erstmals wird die Lebensqualität als Entscheidungskriterium in der Erstlinientherapie berücksichtigt. Zudem widmet die Leitlinie den hereditären Tumorsyndromen ein eigenes Kapitel und integriert die überarbeitete WHO-Klassifikation.
Lesen Sie mehr