Journal Onkologie

News | Beiträge ab Seite 250

Medizin
 2 Min|

Neurofibromatose Typ 2: Antikörper als Therapiealternative bei Erwachsenen

Bei Neurofibromatose Typ 2 (NF2) bilden sich gutartige Hirntumoren beidseitig am Hör- und Gleichgewichts-Nerv. Die Therapie erfolgt meist mikrochirurgisch oder mit Radiochirurgie und stereotaktischer Radiotherapie. Eine medikamentöse Antikörpertherapie könnte zumindest für erwachsene Patienten eine Therapiealternative darstellen. Erste Studien hatten bereits gezeigt, dass bei 35-40% der Patienten mit fortschreitendem Vestibularis-Schwannom durch die Therapie mit dem monoklonalen Antikörper Bevacizumab eine deutliche Hörverbesserung erreicht werden kann.
 
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Medizin
 4 Min|

Pneumo-Onkologie: Studiendaten zu Atezolizumab und Alectinib beim fortgeschrittenen Lungenkarzinom

Aktuelle Fortschritte in der Onkologie verbessern die Prognose von Patienten mit Lungenkrebs deutlich – in diesem Punkt waren sich Experten auf den Symposien von Roche im Rahmen des Deutschen Krebskongresses (DKK) in Berlin einig. Durch Krebsimmuntherapien wie Atezolizumab (Tecentriq®) oder zielgerichtete Therapien wie Alectinib (Alecensa®) konnten in den letzten Jahren deutliche Therapiefortschritte erzielt werden: So kann Patienten mit fortgeschrittenem kleinzelligem Lungenkarzinom („extensive stage“, ES-SCLC) durch die Zulassung von Atezolizumab in Kombination mit Chemotherapie erstmals nach über 20 Jahren eine neue Therapieoption angeboten werden (1). Auf dem DKK in Berlin vorgestellte Daten belegen darüber hinaus die Wirksamkeit von Atezolizumab in der First-Line-Therapie des fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) mit plattenepithelialer und nicht-plattenepithelialer Histologie ohne ALK-Genfusion oder EGFR-Mutation (2).
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 1 Min|

Pankreaskarzinom: Molekularpathologie, Sequenztherapie und künftige Entwicklung

Mit einem Anteil von 4% aller malignen Tumoren ist das Pankreaskarzinom zwar eher selten, doch meist sehr aggressiv mit einer 5-Jahres-Überlebensrate von nur etwa 8%. Da die Erkrankung kaum Frühsymptome verursacht, wird sie oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Die Therapie des Pankreaskarzinoms ist daher nach wie vor eine Herausforderung und sollte in einem Schwerpunktzentrum erfolgen. Der Beitrag „Pankreaskarzinom: Molekularpathologie, Sequenztherapie und künftige Entwicklung“ beleuchtet neue Erkenntnisse und moderne Therapieansätze, die dazu beitragen sollen, das Überleben der Patienten zu verlängern und die Lebensqualität zu verbessern.
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Gesundheitspolitik
 1 Min|

Hämatologie: Therapieoptionen bei der Polycythaemia vera

Die Philadelphia-Chromosom-negativen chronischen Myeloproliferativen Neoplasien (Ph- MPN) umfassen neben der Essentiellen Thrombozythämie (ET) und der Primären Myelofibrose (PMF) auch die Polycythaemia vera (PV). Die PV ist eine seltene Erkrankung (Inzidenz: 0,4% und 2,8% pro 100.000 Einwohner pro Jahr in Europa). Das mediane Lebensalter bei Erstdiagnose liegt zwischen 60 und 65 Jahren. PV ist nach aktuellen Erkenntnissen nicht vererbbar, auch wenn es familiäre Häufungen gibt. Neben der unkontrollierten Erythrozytose ist bei der PV die Expression proinflammatorischer Zytokine gesteigert. Dadurch kommt es zum Auftreten konstitutioneller Symptome und zu einer deutlichen Verschlechterung der Lebensqualität.
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Medizin
 4 Min|

Krebsprävention: Umgang mit Alkohol überdenken

Experten schätzen, dass rund 40% der Krebsfälle durch eine gesunde Lebensweise vermeidbar wären, etwa durch regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung, ein normales Körpergewicht, mäßigen Umgang mit UV-Strahlen und die Entscheidung für Rauchfreiheit. Am Beispiel Alkoholkonsum erläutert Prof. Dr. Ulrich John, ehemaliger Direktor des Instituts für Sozialmedizin und Prävention in der Universitätsmedizin Greifswald und stellvertretender Vorsitzender des Fachausschusses „Krebsprävention“ der Deutschen Krebshilfe, das Potenzial, das in der Vorbeugung von Krebs steckt.
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Medizin
 3 Min|

Glioblastom: Optimierte Diagnostik mittels FET-PET-Parameter

Ein Problem bei der Hirntumordiagnostik mittels Magnetresonanztomographie ist die Unterscheidung zwischen erneutem Tumorwachstum und gutartigen Veränderungen, oft in Folge einer vorausgegangenen Therapie. Dies kann die Beurteilung des Therapieansprechens erheblich beeinträchtigen. Eine weitere wichtige Fragestellung ist die Beurteilung der Prognose der Hirntumorpatienten anhand bildgebender Verfahren bereits bei Diagnosestellung. Forscher der Klinik für Neurologie der Uniklinik Köln haben nun zusammen mit dem Forschungszentrum Jülich im Rahmen eines von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderten Forschungsprojektes exaktere Diagnosemöglichkeiten mittels moderner Bildgebungsmethoden untersucht.
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Gesundheitspolitik
 4 Min|

Stellungnahme zur Berichterstattung über „Cytotec zur Geburtseinleitung“

Die Deutsche Gesellschaft für Geburtshilfe und Gynäkologie e. V. (DGGG), die Arbeitsgemeinschaft für Geburtshilfe und Pränatalmedizin e. V. in der DGGG (AGG i. d. DGGG), die Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin (DPGM) e. V., die Deutsche Gesellschaft für Pränatal- und Geburtsmedizin e. V. (DGPGM) sowie die Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Ärztinnen und Ärzte in der Geburtshilfe und Frauenheilkunde e. V. (BLFG) möchten zur Berichterstattung über „Cytotec zur Geburtseinleitung“ Stellung nehmen.
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Medizin
 4 Min|

ITP: Verbesserte Lebensqualität unter früher Therapie mit Eltrombopag

Der frühe Einsatz von Thrombopoetin-Rezeptor-Agonisten (TPO-RA) wie Eltrombopag (Revolade®) in der Zweitlinientherapie kann sich neben einer guten Wirksamkeit auch positiv auf die Lebensqualität auswirken (1, 2). Die initiale Behandlung mit Kortikosteroiden sollte bei belastenden Nebenwirkungen zeitlich begrenzt sein (3). Psychische Begleiterkrankungen wie Depressionen bei chronischen Krankheiten wie ITP* sind häufig und können einen negativen Einfluss auf den Verlauf der Grunderkrankung nehmen (4).
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Gesundheitspolitik
 1 Min|

Risikostratifizierung des Myelodysplastischen Syndroms

Seit der Etablierung der French-American-British (FAB)-Klassifikation zur Kategorisierung von Subgruppen des Myelodysplastischen Syndroms (MDS) und Untersuchungen zu deren prognostischer Relevanz wurden in den vergangenen 40 Jahren zahlreiche weitere diagnostische Klassifikationen und prognostische Modelle entwickelt und angewendet. Diese haben  auch zytogenetische (z.B. Chromosom-7-Aberrationen), klinische (Erythrozyten-Transfusionsabhängigkeit) und laborchemische Parameter (z.B. Serum-Laktatdehydrogenase) implementiert. Mit zunehmendem Einsatz effektiver, spezifischer Therapieansätze bei MDS sind vermehrt auch prädiktive Scoring-Systeme entwickelt worden. Lesen Sie den hier den ganzen CME-Beitrag.
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Medizin
 3 Min|

Durchbruchschmerzen: Schnell wirkendes Opioid-Analgetikum ab sofort verfügbar

Seit Anfang des Jahres stehen Fentanyl (Fentanyl Aristo®) Buccaltabletten zur Behandlung von Durchbruchschmerzen als erste preisgünstige Alternative zum Erstanbieter Effentora® zur Verfügung. Das Opioid-Analgetikum ist für erwachsene Krebspatienten zugelassen, die bereits eine Opioid-Basistherapie gegen ihre chronischen Tumorschmerzen erhalten, aber weiterhin an Durchbruchschmerzen leiden. Fentanyl Aristo® Buccaltabletten sind in den Wirkstärken 100 μg und 200 μg jeweils in der Packungsgröße 4 und 28 erhältlich. In den Wirkstärken 400 μg, 600 μg und 800 μg ist es in der Packungsgröße 28 verfügbar. Seit dem 01.01.2020 bestehen Rabattvereinbarungen mit zahlreichen Krankenkassen.
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Medizin
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FL: EU-Zulassung für Lenalidomid + Rituximab bei vorbehandelten Patienten

Die Europäische Kommission (EC) hat Lenalidomid (REVLIMID®) in einer neuen Indikation zugelassen: Zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit vorbehandeltem follikulärem Lymphom (FL) (Grad 1-3a) steht nun Lenalidomid in Kombination mit dem Anti-CD20-Antikörper Rituximab (R2) zur Verfügung. Diese Therapie ist das erste chemotherapiefreie Kombinationsregime, das von der EC für Patienten mit FL zugelassen wurde.
„Diese Zulassung ist ein bedeutender Meilenstein für Patienten mit follikulärem Lymphom, deren Erkrankung auf die aktuelle Therapie nicht anspricht oder nach vorheriger Behandlung rezidiviert ist. In der Phase-III-Studie AUGMENT profitierten Patienten unter R2 im Vergleich zu Patienten, die mit Rituximab + Placebo behandelt wurden, von einer verlängerten Remissionsdauer“, sagte Nadim Ahmed, Bristol-Myers Squibb.
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Gesundheitspolitik
 4 Min|

DGU bedauert Entscheidung des Bundestages zur Organspende

Der Bundestag hat heute mit einer Änderung des Transplantationsgesetzes die Weichen für die Zukunft der Organspende in Deutschland gestellt: Der Gesetzentwurf zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende wurde mehrheitlich angenommen. In der dritten Lesung stimmten 432 Abgeordnete dafür, 200 dagegen, 37 enthielten sich. Zuvor hatten die Abgeordneten mehrheitlich gegen den konkurrierenden Gesetzentwurf zur Regelung einer doppelten Widerspruchslösung gestimmt. Dieser hatte in der ersten Abstimmungsrunde 292 Zustimmungen erhalten, bei 379 Gegenstimmen.
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Gesundheitspolitik
 2 Min|

TK schließt mit Bundesverband Deutscher Pathologen neuen herstellerunabhängigen Selektivvertrag zu Genexpressionsdiagnostik bei Brustkrebs

Der Bundesverband Deutscher Pathologen e.V. und die Techniker Krankenkasse haben einen Selektivvertrag zu Genexpressionsdiagnostik für die Therapieentscheidung bei Brustkrebspatientinnen abgeschlossen. Die molekularpathologische Genexpressionsdiagnostik ermöglicht einen gezielteren Einsatz der Chemotherapie und soll damit Übertherapie vermeiden helfen. Mit dem Selektivvertrag steht den TK-Patientinnen eine herstellerunabhängige Diagnostik zur Verfügung, sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich. Vertragsstart ab sofort.
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Medizin
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Mammakarzinom: Trastuzumab Emtansin im post-neoadjuvanten Setting zugelassen

Die Europäische Kommission hat Trastuzumab Emtansin (Kadcyla®) für die post-neoadjuvante Behandlung von Patienten mit frühem HER2-positivem Mammakarzinom, die nach neoadjuvanter Taxan-haltiger und HER2-gerichteter Therapie keine pathologische Komplettremission (pCR) erreichten, zugelassen. Die Zulassung erfolgte auf Basis der Daten der KATHERINE-Studie. In der Phase-III-Studie verbesserte Trastuzumab Emtansin die 3-Jahres-Rate des invasiv-krankheitsfreien Überlebens (iDFS) gegenüber Trastuzumab (Herceptin®) von 77,0% auf 88,3% – das Rezidiv- und Sterberisiko reduzierte sich um 50% (1).
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Medizin
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Prostatakarzinom: Anstieg der PSMA-Dichte auf Tumorzellen durch Enzalutamid-Gabe über Medikamentenwirkung hinaus

Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs haben oft kaum noch Behandlungsoptionen. Eine besteht darin, radioaktive Moleküle über eine Andockstelle der Tumoroberfläche, PSMA, in die Zelle einzuschleusen, um diese zu zerstören. Nuklearmediziner haben herausgefunden, dass viel mehr PSMA-Moleküle auf der Tumoroberfläche entstehen, wenn sie das schon wirkungslos gewordene Enzalutamid verabreichen. Auf diese Weise gelangt deutlich mehr Radioaktivität in die Tumorzellen als bisher.
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