Journal Onkologie

News | Beiträge ab Seite 235

Immunonkologische Behandlungsansätze stehen derzeit im Fokus der klinischen Onkologie. Immer mehr Studiendaten sprechen dafür, dass eine Behandlung mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren wie Pembrolizumab Patienten mit fortgeschrittenen Tumoren, deren Prognose bislang eher schlecht war, neue Chancen bieten kann. Mit Spannung erwartet wurden die ersten Teilergebnisse der Phase-II-Studie I-SPY 2, die den Einfluss innovativer Substanzen, hier Pembrolizumab (KEYTRUDA®), in Kombination mit einer neoadjuvanten Standard-Chemotherapie auf die Rate an pathologischen Komplettremissionen (pCR) bei Frauen mit Hochrisiko-Mammakarzinomen untersuchte. Die vorläufigen Daten, die Dr. Rita Nanda, Chicago/IL, USA bei der 53. ASCO-Jahrestagung in Chicago/IL, USA, im Rahmen einer Oral Abstract Session präsentierte, zeigen eine klinisch relevante und bisher nicht gekannte Erhöhung der pCR-Rate unter dem Einfluss des Checkpoint-Inhibitors (1, 2).
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Gesundheitspolitik

Masern mit hohem Gefährdungspotential

So mancher von den älteren Jahrgängen erinnert sich noch an die belastende Krankheit mit Bindehautentzündung und hohem Fieber. Wenn die Masern „nur“ so verliefen und folgenlos ausheilten, konnte man von Glück sagen. Auch die Immunologin beim Deutschen Grünen Kreuz e.V. in Marburg, Dr. Ute Arndt, erinnert sich gut daran, wie es war: „Im Grundschulalter hatte ich die Masern, ich dämmerte im Sommer mit 40 Grad Fieber in meinem wegen der entzündeten Augen abgedunkelten Zimmer vor mich hin und hatte immer wieder hässliche Fieberträume.“
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Gesundheitspolitik

Weiterbildungsordnung für Ärzte muss mit Ambulantisierung der Medizin schritthalten

Die Weiterbildung zum Facharzt in der Medizin muss stärker an ambulanten Weiterbildungsinhalten orientiert werden. Das sei notwendig, um das komplette inhaltliche Spektrum der jeweiligen Fachrichtungen weiterhin in der Weiterbildung abbilden zu können, fordern Dr. Dirk Heinrich, Vorsitzender der Hamburger Vertreterversammlung, und Dr. Dominik von Stillfried, Geschäftsführer des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung. Der 120. Deutsche Ärztetag diskutiert unter TOP 7 voraussichtlich am 26. Mai über die Novellierung der (Muster-) Weiterbildungsordnung.
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Medizin

Zulassungserweiterung: Epoetin Alfa zur Behandlung der symptomatischen Anämie bei Niedrigrisiko-MDS

Die Europäische Kommission hat Epoetin Alfa (Erypo®) am 26.04.2017 zum Einsatz bei Patienten mit Myelodysplastischem Syndrom (MDS) zugelassen. Die Zulassung der Erythropoese-stimulierenden Substanz (ESA) umfasst die Behandlung von symptomatischer Anämie bei MDS-Patienten mit niedrigem bis intermediärem-1 Risiko und niedrigem Erythropoetin-Serumspiegeln (< 200 mU/ml) (1). In der DGHO-Leitlinie der Niedrigrisiko MDS wird der Einsatz von ESA, trotz fehlender Zulassung, bereits seit Jahren empfohlen (2). Erypo® stellt die erste zugelassene ESA-Therapie dar und bestätigt damit die praktischen Erkenntnisse aus dem klinischen Alltag.
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Medizin

Schmerztherapie: Neue Wirkstärken 60 mg/30 mg und 80 mg/40 mg retardiertes Oxycodon/Naloxon

Seit 18. April 2017 liegt die Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon Targin® in den höheren Wirkstärken 60 mg/30 mg und 80 mg/40 mg vor (1). Von den höheren Wirkstärken profitieren vor allem Patienten mit starken und stärksten Schmerzen, die bereits eine Dauertherapie mit retardiertem Oxycodon/Naloxon erhalten und eine höhere Dosis für eine wirksame Schmerzkontrolle benötigen.
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Gesundheitspolitik

Auswirkungen von Schmerzen auf die Gesellschaft kostet die EU bis zu 441 Milliarden Euro jährlich

Schmerzen sind ein Problem für Individuen sowie eine Herausforderung für Gesundheitssysteme, Volkswirtschaften und die Gesellschaft insgesamt: Jedes Jahr ist etwa jeder fünfte Europäer in Europa von chronischen Schmerzen betroffen. Dazu gehören 153 Millionen Menschen mit Migräne oder anderen beeinträchtigenden Kopfschmerzen, 200 Millionen Personen mit Störungen des Bewegungsapparates und 100 Millionen Menschen, die unter anderen Formen von chronischen Schmerzen leiden.
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Gesundheitspolitik

GOÄ-Verhandlungen: Stecken ärztliche Mandatsträger noch immer in Interessenkonflikten?

Der Poker ist noch nicht gelaufen: Bundesärztekammer und die Privaten Krankenversicherungen (PKV) basteln weiter an einer neuen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Den Ärzten ist dabei wichtig, dass die Verhandler der Bundesärztekammer nicht in Interessenkonflikten stecken. &quot;Auf dem Deutschen Ärztetag 2016 in Hamburg haben die Delegierten klar beschlossen: Die Mitglieder des Vorstands der Bundesärztekammer (BÄK) und besonders der GOÄ-Kommission sollen keine Funktionen in Gremien der PKV innehaben&quot;, erinnerte Wieland Dietrich, Vorsitzender der Freien Ärzteschaft, am Dienstag in Essen.
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Medizin

Opioid-Pflaster: Unverzichtbarer Teil der Schmerzmedizin

Patienten mit tumorbedingten und nicht-tumorbedingten Dauerschmerzen benötigen eine effektive Schmerztherapie. Der Einsatz der Fentanyl- und Buprenorphin-haltigen Schmerzpflaster ermöglicht &ndash; je nach Produkt &ndash; den Aufbau nahezu konstanter Plasmaspiegel und somit eine stabile analgetische Wirkung über 3, 4 oder 7 Tage. Das breite Sortiment an Opioid-Pflastern mit der größten Wirkstärkenvielfalt in Deutschland bietet die Basis für eine individuelle, auf den Patienten abgestimmte, Schmerztherapie. Bei einem Symposium im Rahmen des Deutschen Schmerz- und Palliativtages vom 23. bis 25. März in Frankfurt gaben erfahrene Schmerztherapeuten praktische Tipps, wie Opioid-Pflaster richtig angewendet werden und erläuterten, welche Patienten am meisten von einer Schmerztherapie mit Opioid-Pflastern profitieren.
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Gesundheitspolitik

Hartmannbund und Pflegerat legen gemeinsame Checkliste für Krankenpflegepraktikum vor

Mit einer gemeinsam abgestimmten &bdquo;Checkliste für das Krankenpflegepraktikum&ldquo; wollen der Hartmannbund und der Deutsche Pflegerat Inhalte und Aufgabenfelder des Ausbildungsabschnittes für angehende Mediziner klarer regeln. Die Liste umfasst alle Tätigkeiten, die im Wesentlichen während des dreimonatigen Krankenpflegepraktikums gelehrt, gelernt beziehungsweise übernommen werden sollten und soll den Medizinstudierenden und dem ausbildenden Pflegepersonal, aber auch den Medizinischen Fakultäten als Orientierung und Anleitung dienen.
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Medizin

Mit Lichtwellen Krankheiten und Tumore diagnostizieren

James G. Fujimoto, Eric Swanson und Robert Huber haben ein bedeutendes diagnostisches Bildgebungsverfahren entwickelt. Mit der Optischen Kohärenztomografie (OCT) können Mediziner weiches menschliches Gewebe in hochauflösenden, dreidimensionalen Strukturen abbilden und somit unmittelbar und in Echtzeit im Körper untersuchen. Das schonende Verfahren basiert auf Lichttechnologie und kommt ohne Strahlen oder den Einsatz von Kontrastmitteln aus. Als klinischer Prototyp 1993 eingeführt, wird das OCT inzwischen weltweit bei etwa 30 Millionen Verfahren jährlich genutzt.
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Gesundheitspolitik

BPI-Statement zur NDR-Dokumentation „Der unsichtbare Feind“

Dr. Norbert Gerbsch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI): &bdquo;Pharmaunternehmen kontrollieren die Qualität ihrer Zulieferer im Ausland mindestens nach den gesetzlichen pharmazeutischen Standards, die für Deutschland gelten. Pharmaunternehmen, die Arzneimittelbestandteile aus Asien einkaufen oder dort herstellen lassen, werden den Bericht zum Anlass nehmen, auf die Einhaltung vereinbarter Umweltrichtlinien stärker einzuwirken. Die Industrie hat jedoch keinen Einfluss auf die von den jeweiligen Ländern gesetzten Umweltstandards.
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Gesundheitspolitik

Neue Rabattverträge für Schmerzmittel Valoron® N retard

Ab dem 1. Juni 2017 wird ein Rabattvertrag für das Schmerzmittel Valoron&reg; N retard mit der DAK-Gesundheit wirksam: Nach Vereinbarungen mit der KKH Kaufmännischen Krankenkasse und der KNAPPSCHAFT bestehen nun Rabattverträge mit drei großen gesetzlichen Krankenkassen für das Analgetikum. Auch außerhalb der Rabattverträge kann Valoron&reg; N retard kostengünstig eingesetzt werden, da sich der Preis an dem des Festbetrags orientiert.
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Medizin

Zweitlinientherapie des mCRPC: Richtige Therapie zum richtigen Zeitpunkt

Patienten mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom überleben länger, wenn sie möglichst viele der verfügbaren Therapien in der für den Patienten optimalen Reihenfolge erhalten. Im Krankheitsverlauf anstehende Therapieentscheidungen müssen auf Basis der aktuellen Datenlage, aber auch der individuellen Situation und Präferenz des Patienten getroffen werden. Prof. Nicolas Mottet, Saint-Étienne, stellte im Rahmen der 9. Expertise Prostata die aktuellen Alternativen und die Vorteile einer frühzeitigen intensiven Therapie zur Diskussion.
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Medizin

Meningeom: Methylierungsmuster zur Beurteilung der Aggressivität

Wissenschaftlern gelang es nun, eine wesentlich genauere Einteilung der Meningeome zu erarbeiten als die aktuelle Klassifizierung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Das neue System unterscheidet sicherer zwischen gutartigen Tumoren, bei denen in der Regel eine Operation ausreicht, und solchen, bei denen die Patienten zusätzlich eine Bestrahlung benötigen. Basis ist der &quot;molekulare Fingerabdruck&quot; der Tumorzellen, ihr sogenanntes Methylierungsmuster, also das Anheften kleiner biochemischer Gruppen an bestimmte Stellen der DNA. Diese Veränderungen können darüber entscheiden, ob ein Gen abgelesen wird oder nicht.
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Medizin

Escape-Strategien: Wie Tumoren der Immunabwehr entkommen

Seit langem untersucht die Wissenschaft die Strategien von Krebszellen, sich der körpereigenen Abwehr zu entziehen. Mit sogenannten Immun-Escape-Strategien „verstecken“ sich veränderte Zellen vor dem körpereigenen Abwehrsystem. Manche Krebszellen tarnen sich beispielsweise an der Oberfläche mit den für weiße Blutkörperchen typischen Eiweißstoffen und können sich so ungehindert im Körper verteilen und vermehren. Bei anderen Escape-Strategien entwickeln die Tumorzellen Eigenschaften, die die Schutzmechanismen des Körpers schwächen oder blockieren. So wird, um ein Beispiel zu nennen, die Ausschüttung von Zellhormonen gestoppt, die die Bildung von natürlichen Killerzellen, den Makrophagen, steuern. Oder es wird die natürliche Immun-Antwort auf fremde Strukturen durch die regulatorischen T-Zellen, den Tregs, unterdrückt.
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Gesundheitspolitik

Späte Genugtuung für Opfer des Bluter-Skandals

Das Aids-Virus bekam Michael Diederich als Kind. In den 80er Jahren kam HIV einem Todesurteil gleich. Diederich ist Bluter, das Virus wurde über infiziertes Konzentrat aus menschlichem Blutplasma übertragen. Diederich überlebte &ndash; wenn auch unter oft dramatischen Umständen. Jetzt feiert er im jahrelangen Kampf um Anerkennung einen Erfolg &ndash; wie Hunderte anderer Betroffener des Bluter-Skandals, die wegen schleppender Reaktionen der Behörden damals mit HIV infiziert wurden.
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