News | Beiträge ab Seite 158
Medizin
Zulassungsempfehlung für Ivosidenib bei AML und CCA mit IDH1-Mutation
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die Erteilung einer Marktzulassung für Ivosidenib für 2 Indikationen empfohlen: In Kombination mit Azacitidin für die Behandlung von Patient:innen mit neu diagnostizierter akuter myeloischer Leukämie (AML) mit einer IDH1 (Isocitrat-Dehydrogenase-1)-Mutation, die für eine intensive Chemotherapie nicht geeignet sind, und als Monotherapie für Patient:innen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem IDH1-mutierten Gallengangskarzinom (CCA), die mit mindestens einer systemischen Therapie vorbehandelt sind.
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Medizin
Krebsdiagnose: Bluttest macht Biopsien überflüssig
Anstelle einer gefährlichen und nebenwirkungsreichen Biopsie kann ein neues Gerät von Forschenden der University of Technology Sydney im Blut zirkulierende Krebszellen schonender identifizieren. Zudem wird es Ärzt:innen ermöglicht, Therapiefortschritte oder -stillstände in regelmäßigen Abständen zu überprüfen, ohne die Patient:innen zusätzlich zu belasten.
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Gesundheitspolitik
Zivilprozess gegen Impfstoffhersteller BioNTech verschoben
Ein Zivilprozess gegen den Impfstoffhersteller BioNTech wegen angeblicher Impfschäden ist verschoben worden. Die Verhandlung vor dem Frankfurter Landgericht findet nicht wie geplant am 15. März statt, sondern erst am 28. April, wie eine Sprecherin des Gerichts der Deutschen Presse-Agentur sagte.
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Gesundheitspolitik
Hartmannbund: Benachteiligung von niedergelassenen Ärztinnen bei Mutterschaftsleistungen beenden
„Niedergelassene Ärztinnen haben keinen Anspruch auf die Zahlung von Mutterschaftsgeld. Auch die gesetzlichen Mutterschutzfristen gelten für niedergelassene Ärztinnen als selbständig Tätige nicht. Das muss sich ändern“, fordert Dr. med. Wenke Wichmann, Sprecherin des Ausschusses Ärztinnen im Hartmannbund, anlässlich der Ausschuss-Sitzung zum internationalen Frauentag.
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Gesundheitspolitik
Lauterbach: Entspannung bei Kinderversorgung – Bessere Vergütung
Nach erheblichen Engpässen in der Gesundheitsversorgung von Kindern zum Jahreswechsel hat sich die Situation nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach wieder verbessert. „Die Lage hat sich, Gott sei Dank, deutlich entspannt“, sagte der SPD-Politiker. Das liege auch daran, dass die Krankenkassen für Kinderarzneimittel wie Paracetamol und Antibiotika mehr bezahlen dürften, so dass mehr Anbieter, die zuvor ins Ausland verkauften, nun auch nach Deutschland lieferten.
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Medizin
Gentherapie mit Fidanacogen Elaparvovec bei Hämophilie B
Die Phase-III-Studie BENEGENE-2 untersucht die Gentherapie Fidanacogen Elaparvovec zur Behandlung erwachsener Männer mit mittelschwerer bis schwerer Hämophilie B. Die Studie erreichte ihren primären Endpunkt. Es konnte die Nicht-Unterlegenheit sowie die Überlegenheit hinsichtlich der jährlichen Blutungsrate (ABR) in Bezug auf alle Blutungen nach der Infusion von Fidanacogen Elaparvovec im Vergleich zur Prophylaxe mit Faktor IX (FIX) im Rahmen der Standardtherapie aus der Lead-In-Studie nachgewiesen werden.
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Medizin
Tablettenformulierung von Acalabrutinib bei CLL in der EU zugelassen
Die Tablettenformulierung von Acalabrutinib ist in der Europäischen Union (EU) für die Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit Chronischer Lymphatischer Leukämie (CLL) zugelassen worden (1). Die Zulassung basiert auf den ELEVATE-PLUS-Studien. Diese zeigen, dass die Acalabrutinib-Kapsel- und -Tablettenformulierungen bioäquivalent sind (2). Die Filmtabletten sind ab dem 15. März 2023 im Markt verfügbar. Sie können zusammen mit Magensäure-reduzierenden Wirkstoffen verabreicht werden, was die Therapieoptionen für viele Patient:innen erweitert (2).
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Medizin
Fortgeschrittenes Melanom: Nivolumab + Relatlimab wird in Deutschland nicht eingeführt
Nach intensiver Prüfung wurde entschieden, die im September 2022 von der Europäischen Kommission zugelassene Fixdosiskombination aus Nivolumab und Relatlimab für die Erstlinienbehandlung des fortgeschrittenen nicht resezierbaren oder metastasierten Melanoms mit Tumorzell-PD-L1-Expression < 1% bei Erwachsenen und Jugendlichen im Alter ab 12 Jahren, in Deutschland aktuell nicht einzuführen. Vor dem Hintergrund des kürzlich in Kraft getretenen GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes (GKV-FinStG) und der aktuellen AMNOG (Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz)-Regularien sieht der Hersteller keine Möglichkeit, eine Nutzenbewertung für Nivolumab-Relatlimab zu erreichen, die den Wert gegenüber der Vergleichstherapie und die Bedeutung der Vorteile für Patient:innen mit einem fortgeschrittenen malignen Melanom widerspiegeln würde.
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Gesundheitspolitik
Lauterbach: Elektronische Patientenakte 2024 für alle einführen
Jeder Krankenversicherte soll nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach nächstes Jahr eine elektronische Patientenakte erhalten. „Ende kommenden Jahres wird die elektronische Patientenakte für alle verbindlich“, kündigte der SPD-Politiker in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ an. „Jeder, der nicht ausdrücklich widerspricht, ist automatisch mit dabei.“ Auch das elektronische Rezept will er 2024 verbindlich machen.
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News
Geschlechter-Gerechtigkeit in Europa: Deutschland nur im Mittelfeld
Am 7. März ist Equal Pay Day in Deutschland. Der Tag markiert jenen Tag im Jahr, bis zu dem Frauen aufgrund ihrer geringeren Bezahlung im Vergleich zu Männern in selben Positionen quasi ohne Lohnzahlung gearbeitet haben. Auch 2022 war der Equal Pay Day der 7. März. So steht es um die Geschlechter-Gerechtigkeit in Europa:
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Gesundheitspolitik
Experte zu Corona-Ursprung: Laborpannen-Debatte politisch motiviert
Seit kurzem wird eine Laborpanne in China als möglicher Ursprung der Corona-Pandemie wieder verstärkt diskutiert. Ein deutscher Experte sieht keine wissenschaftlichen, wohl aber politische Gründe. Für den Zoonosen-Experten Fabian Leendertz ist die neu aufgeflammte Diskussion um eine Laborpanne als möglichem Ursprung der Corona-Pandemie „rein politisch motiviert“. Dahinter stünden politische Machtspiele, sagte der Gründungsdirektor des Helmholtz-Instituts für One Health (HIOH) in Greifswald der Deutschen Presse-Agentur.
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Gesundheitspolitik
Impfaffäre zieht kein Gerichtsverfahren für Halles OB nach sich
Gegen Halles suspendierten Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) wird es wegen der sogenannten Impfaffäre vorerst kein Gerichtsverfahren geben. Das Landgericht Halle lehne die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen den Oberbürgermeister und dessen Büroleiterin wegen angeblicher Manipulationen bei der Impfreihenfolge im Rahmen von Corona-Impfungen ab, sagte ein Sprecher des Gerichtes.
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Medizin
HPV-Impfung schützt vor Krebs
Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 8.000 Menschen an Krebs, der durch HPV (Humane Papillomviren) verursacht wurde – und das, obwohl es eine Impfung gibt, die HPV-bedingten Krebs verhindert. Anlässlich des internationalen HPV-Tags am 04. März 2023 fordern Vision Zero e.V. und das Deutsche Krebsforschungszentrum, die präventiven Maßnahmen zu verbessern.
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Medizin
Fortgeschrittenes HCC / NSCLC: EU-Zulassung für Durvalumab + Tremelimumab
Die duale Immuntherapie aus dem PD-L1-Inhibitor Durvalumab und dem CTLA-4-Inhibitor Tremelimumab wurde in der Europäischen Union (EU) für die Behandlung des fortgeschrittenen Leberzellkarzinoms (HCC) und des nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) zugelassen. Basierend auf den positiven Ergebnissen der Phase-III-Studie HIMALAYA ist Durvalumab in Kombination mit Tremelimumab indiziert zur Erstlinienbehandlung von erwachsenen Patient:innen mit fortgeschrittenem oder nicht resezierbarem hepatozellulären Karzinom (HCC), die keine vorherige Systemtherapie erhalten hatten und bei denen eine lokale Therapie nicht angezeigt war (1, 2). Außerdem wurde Durvalumab in Kombination mit Tremelimumab und platinbasierter Chemotherapie auf Basis der Phase-III-Studie POSEIDON für die Behandlung erwachsener Patient:innen mit metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (Stadium IV) ohne sensibilisierende EGFR-Mutationen oder ALK-positive Mutationen zugelassen (1, 3). Tremelimumab wird in Deutschland ab April 2023 verfügbar sein.*
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Gesundheitspolitik
Bundesrat für Verbot von Einweg-E-Zigaretten auf EU-Ebene
Der Bundesrat setzt sich dafür ein, Einweg-E-Zigaretten zu verbieten. „Den Menschen ist klar, dass dieses Ding hier aus Plastik, Aluminium und vor allem der Lithium-Ionen-Batterie, die nach nur kurzer Nutzungsdauer weggeworfen wird, eine unverantwortliche Ressourcenverschwendung ist“, sagte Thüringens Umweltminister, Bernhard Stengele (Grüne), im Bundesrat. „Jahr für Jahr steigt das Aufkommen an Elektroschrott.“
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Gesundheitspolitik
Gutachten: Cannabis-Legalisierung verstößt gegen geltendes Recht
Die Cannabis-Legalisierungspläne der Ampel verstoßen laut einem neuen Gutachten gegen geltendes Recht. „Die von der Bundesregierung geplante Cannabis-Legalisierung widerspricht völker- und europarechtlichen Vorgaben“, heißt es in der 53-seitigen wissenschaftlichen Ausarbeitung. Autor Bernhard Wegener, Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Europarecht an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen, hatte das Gutachten im Auftrag von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) erstellt.
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Medizin
THOR-2 bestätigt Wirksamkeit von Erdafitinib beim lokalen Urothelkarzinom mit FGFR-Genveränderungen
Anlässlich des Genitourinary Cancers Symposiums der American Society of Clinical Oncology (ASCO-GU) wurden erstmals Daten zur Präzisionsonkologie mit Erdafitinib im lokalen Stadium des Urothelkarzinoms bekannt gegeben (1, 2). Erdafitinib ist ein Tyrosinkinaseinhibitor des Fibroblasten-Wachstumsfaktor-Rezeptors (FGFR), welcher bei verschiedenen Krebserkrankungen aufgrund von genetischen Veränderungen (z.B. FGFR2- oder FGFR3-Alterationen) konstitutiv aktiv ist. Die aktuell vorgestellten Daten stammen aus Interimsanalysen der Kohorten 2 und 3 der Multikohorten-Phase-II-Studie THOR-2 (1, 2). In die Studie wurden Patient:innen mit nicht-muskelinvasiven Urothelkarzinom der Harnblase (NMIBC) und FGFR2/3-Alterationen eingeschlossen (1, 2).
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Medizin
Darolutamid erhält EU-Zulassung für metastasierten hormonsensitiven Prostatakrebs
Die Europäische Kommission hat Darolutamid, einen oralen Androgenrezeptor-Inhibitor (ARi) plus Androgendeprivationstherapie (ADT) in Kombination mit Docetaxel, für die Behandlung von metastasiertem hormonsensitiven Prostatakrebs (mHSPC) in der Europäischen Union (EU) zugelassen. Darolutamid ist bereits für die Behandlung von Patienten mit nicht-metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom mit einem hohen Risiko für die Entwicklung von Metastasen (Hochrisiko-nmCRPC) zugelassen.
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Medizin
Chronisch Lymphatische Leukämie und Multiples Myelom: Sekundäre Immundefekte sind auf dem Vormarsch
Die Prävalenz von primären (PID) und sekundären Immundefekten (SID) in der hämato-onkologischen Praxis nimmt zu. So lautet ein Ergebnis der aktuellen Analyse von Krankenkassen-Routinedaten zur Diagnose sekundärer Immundefizienz bei Patienten mit hämatologischen Malignitäten in Deutschland. Die Analyse auf Basis der Daten von bundesweit 4,5 Millionen Versicherten bei gesetzlichen Krankenkassen (GKV) in einem Zeitraum von 2017 – 2019 wurde erstmals auf dem DGHO-Kongress 2022 veröffentlicht.1
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Gesundheitspolitik
Ursprung des Coronavirus: FBI-Direktor bekräftigt Labortheorie
Über den Ursprung des Coronavirus gibt es in der US-Regierung bislang keinen Konsens. Der FBI-Direktor bestätigt nun eine frühere Einschätzung seiner Behörde – und macht China schwere Vorwürfe. Seine Aussagen dürften auch den Druck auf US-Präsident Biden erhöhen.
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