Journal Onkologie

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Medizin
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3D-Grafik Torso mit sichtbarem Darm und leuchtendem Tumor

Stoffwechselspuren sollen Darmkrebsrisiko früher sichtbar machen

Darmkrebs früher erkennen und möglichst verhindern: Das ist das Ziel des neuen Verbundprojekts NAD-MAGIC. Darmkrebs entwickelt sich meist über viele Jahre, lange bevor ein Tumor sichtbar wird. Wie chronische Entzündungs- und Alterungsprozesse das Gewebe so verändern, dass die Entstehung von Krebsvorstufen begünstigt wird, ist bislang nur unzureichend verstanden. Deshalb sucht NAD-MAGIC nach frühen Stoffwechselveränderungen der Darmschleimhaut, die einer Krebsentstehung vorausgehen könnten.
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Urothelkarzinom
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Biomarkeranalyse und deutsche Versorgungsdaten ergänzen Evidenz für Avelumab-Therapie bei fortgeschrittenem Urothelkarzinom
DGU 2026

Biomarkeranalyse und deutsche Versorgungsdaten ergänzen Evidenz für Avelumab-Therapie bei fortgeschrittenem Urothelkarzinom

Auf der 78. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) vom 16. bis 19. September 2026 in Düsseldorf wurden zwei Datensätze zur Erstlinien-Erhaltungstherapie mit Avelumab beim lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Urothelkarzinom (la/mUC) vorgestellt. Eine explorative Post-hoc-Analyse der Phase-III-Studie JAVELIN Bladder 100 untersuchte die Behandlungsergebnisse in Abhängigkeit von der NECTIN-4- und HER2-Expression. Die deutsche Subgruppe der Real-World-Studie AVENUE lieferte ergänzend Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit im Versorgungsalltag.
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Medizin
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Rinatabart Sesutecan zeigt hohe Ansprechrate beim platinresistenten Ovarialkarzinom

In der Studie RAINFOL-01 wurde Rinatabart Sesutecan (Rina-S), ein gegen den Folatrezeptor alpha (FRα) gerichtetes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) mit einem Topoisomerase-I-Inhibitor (TOPO1-Inhibitor), untersucht. Die Ergebnisse zeigten, dass Rina-S bei 109 behandelten Patientinnen mit platinresistentem Ovarialkarzinom (PROC) eine bestätigte objektive Ansprechrate (ORR) von 45,9% (95%-KI: 36,3–55,7) erzielte, darunter fünf Fälle von vollständigem Ansprechen (CR). Die mediane Ansprechdauer (mDOR) betrug 12,1 Monate (95%-KI: 6,5–15,4); bei 51% der Patientinnen, die auf die Behandlung angesprochen hatten, bestand das Ansprechen nach einem Jahr weiterhin fort. Die Ergebnisse wurden erstmals auf dem Kongress der International Gynecologic Cancer Society (IGCS) in Montreal, Kanada, vorgestellt.
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Entitätsübergreifend
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DGHO 2026

Individualisierte Therapiestrategien bei ITP und Immundefekten

Das Immunsystem gezielt beeinflussen, ohne zusätzliche Risiken aus dem Blick zu verlieren: Dafür braucht es individualisierte Therapiestrategien, die Wirksamkeit und mögliche Komplikationen berücksichtigen. Aktuelle Daten zur Immunthrombozytopenie (ITP) und zu sekundären Immundefekten unterstreichen, wie wichtig die Einschätzung von Risikofaktoren, eine frühzeitige Diagnostik und gezielte Infektionsprävention ist.
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Hämatologie
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DGHO 2026

Belantamab-Mafodotin: Neue Daten zu Folgetherapie und Sicherheit

Beim Multiplen Myelom gewinnen bei zunehmenden Resistenzen gegen etablierte Therapien neue Wirkmechanismen an Bedeutung. Seit Juli 2025 steht mit Belantamab-Mafodotin ein BCMA-gerichtetes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat ab dem ersten Rezidiv zur Verfügung. Neue Analysen beleuchten Gesamtüberleben und Infektionsrisiko im indirekten Therapievergleich sowie die Wirksamkeit T-Zell-umlenkender Therapien nach Belantamab-Mafodotin.
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Medizin
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Foto von Privatdozent Dr. Arnab Nayak mit einem Mikroskop im Labor

Möglicher neuer therapeutischer Ansatz für Muskelschwund bei Krebs

Muskelschwund betrifft bis zu 80% der Krebspatient:innen. Ausgelöst wird diese durch Krebs induzierte Kachexie (Cancer-Induced Cachexia, CIC) von Botenstoffen, welche die Tumorzellen selbst aussenden. Ein Team der Medizinische Hochschule Hannover hat nun den molekularen Mechanismus entdeckt, der dafür verantwortlich ist. Gleichzeitig haben die Forschenden ein Protein entdeckt, dass entgegen seiner üblichen Funktion die Skelettmuskel-Gene aktiviert und so der Kachexie entgegenwirkt.
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Medizin
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Quercetin bremst Lungenkrebszellen an mehreren Stellen gleichzeitig

Quercetin steckt in Zitrusfrüchten, Zwiebeln und Buchweizen und ist für seine entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt. Nun haben Forschende am Universitätsklinikum Erlangen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) untersucht, wie der Pflanzenstoff bei Lungenkrebs helfen könnte. Im Labor zeigte sich, dass Quercetin die Teilung von Lungenkrebszellen bremst und ihre Wanderung fast vollständig stoppt [1].
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Medizin
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Therapieplanung und Bestellung in einer Software

Connected Consumables, Anbieter der onkologischen Therapieplanungssoftware Onctopus® und die Medios Digital GmbH gehen eine Partnerschaft ein. Ziel ist es, Onctopus® um eine direkte Bestellfunktion für patientenindividuelle Zubereitungen zu erweitern. So wird der gesamte onkologische Versorgungsprozess – von der Therapieplanung über die Dosisberechnung bis zur Bestellung – erstmals lückenlos in einem System abgebildet.
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Medizin
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Tomosynthese im Screening entdeckt häufiger Brustkrebs

Die digitale Brust-Tomosynthese könnte etwa ein Viertel der invasiven Brustkrebsfälle verhindern, die zwischen zwei regulären Screening-Untersuchungen entdeckt werden. Im ersten Jahr nach einem unauffälligen Screening lag die Rate dieser sogenannten Intervallkarzinome um 29% niedriger als bei der herkömmlichen Mammografie. Das zeigt die bislang weltweit größte Vergleichsstudie TOSYMA. Ein Forschungsteam der Universität Münster und des Universitätsklinikums Münster (UKM) hat die Ergebnisse mit weiteren Partnern in der Fachzeitschrift „The Lancet Oncology“ veröffentlicht [1].
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Hämatologie
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DGHO 2026

Orale AML-Therapie: Weniger Klinikzeit, mehr Lebensqualität

Seit Juni 2026 ist die vollständig orale Kombination aus Decitabin/Cedazuridin und Venetoclax in der EU zur Behandlung von Erwachsenen mit neu diagnostizierter akuter myeloischer Leukämie (AML) zugelassen, für die eine Standard-Induktionschemotherapie nicht infrage kommt. Die Behandlung kann Klinikbesuche reduzieren und die Lebensqualität verbessern, stellt aber höhere Anforderungen an Adhärenz, Aufklärung und Kommunikation.
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Medizin
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Erster HPV-Atlas Deutschland: Sechs Empfehlungen für bessere HPV-Prävention

Der erste „HPV-Atlas Deutschland 2026“ bündelt aktuelle Daten zu humanen Papillomviren (HPV), HPV-bedingten Krebserkrankungen und ihrer Prävention. Die vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Deutschen Krebshilfe herausgegebene Publikation macht deutlich: Deutschland verfügt mit der HPV-Impfung über ein hochwirksames Instrument der Krebsprävention – schöpft dessen Potenzial bislang jedoch nicht ausreichend aus. Der Atlas benennt sechs Strategien, um das zu ändern.
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Medizin
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CHMP empfiehlt Daraxonrasib beim Pankreaskarzinom

Das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) der European Medicines Agency (EMA) hat eine positive CHMP-Empfehlung für Daraxonrasib als einmal tägliche, orale Monotherapie bei Erwachsenen mit metastasiertem Pankreasadenokarzinom nach mindestens einer vorangegangenen systemischen Therapie ausgesprochen. Bei einer Zulassung durch die Europäische Kommission wäre Daraxonrasib in der EU die erste multiselektive RAS-gerichtete Behandlungsoption bei Erwachsenen mit metastasiertem Pankreasadenokarzinom.
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Langzeitdaten zeigen anhaltende Remissionen mit Daratumumab und Cilta-cel beim Multiplen Myelom

Beim diesjährigen Meeting der International Myeloma Society (IMS) wurden Langzeitdaten zum Multiplen Myelom vorgestellt. In der Phase-III-Studie PERSEUS zeigte sich bei transplantationsgeeigneten NDMM-Patient:innen nach fast sieben Jahren unter Daratumumab in Kombination mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason (DVRd), gefolgt von einer Daratumumab-Lenalidomid-(DR)-Erhaltung, ein signifikant verlängertes progressionsfreies Überleben gegenüber der Vergleichstherapie [1]. In der CEPHEUS-Studie blieb die MRD-Negativität bei auswertbaren Patient:innen auch nach sechs Jahren erhalten [2]. Und in der Phase-II-Studie CARTITUDE-2 Cohorte A profitierten RRMM-Patient:innen nach frühem Einsatz von Ciltacabtagene autoleucel (Cilta-cel) über mehr als fünf Jahre von tiefen Remissionen ohne weitere Myelomtherapie, ohne dass neue Sicherheitssignale auftraten [3]. Die vorgestellten Daten verdeutlichen, dass die Grundlage für eine langfristige Krankheitskontrolle beim Multiplen Myelom bereits früh im Verlauf der Erkrankung gelegt werden kann.
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