Journal Onkologie
Gesundheitspolitik

Angebot für Raucher im Alter zwischen 50 und 75 Jahren

Das Angebot richtet sich an aktive und ehemalige Raucher im Alter zwischen 50 und 75 Jahren, wie der Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) mitteilte. „Ziel ist es, bei diesem besonders gefährdeten Personenkreis Lungenkrebs möglichst früh zu erkennen“, erklärt der GBA. Alle 12 Monate sei eine Untersuchung mittels Niedrigdosis-Computertomographie (NDCT) möglich. Die neue Leistung der gesetzlichen Krankenkassen beruht auf einem Beschluss des GBA sowie der vorausgegangenen Lungenkrebs-Früherkennungs-Verordnung des Bundesumweltministeriums.

Flächendeckendes Angebot kommt nicht sofort

Bis das neue Screening überall genutzt werden könne, sei noch etwas Geduld erforderlich, teilte Bernhard van Treeck, unparteiisches GBA-Mitglied und Vorsitzender des Unterausschusses Methodenbewertung mit. „Ärztinnen und Ärzte, die bei den Versicherten dieV oraussetzungen für eine Screening-Teilnahme prüfen und anschließendan eine radiologische Praxis überweisen dürfen, benötigen eine besondere Fortbildung.“

Radiolog:innen bräuchten neben einer speziellen Fortbildung die Genehmigung einer Kassenärztlichen Vereinigung, eine NDCT-Aufnahme anfertigen und begutachten zu können.

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Wie können Betroffene am Screening teilnehmen?

Versicherte können sich an eine allgemeinmedizinische oder internistische Praxis wenden, die sich an der Lungenkrebs-Früherkennung beteiligt, wie es in der Mitteilung heißt. Die Ärztin oder der Arzt klärt, ob die Kriterien auf die Person zutreffen. Die Personen müssen mindestens 25 Jahre ohne lange Unterbrechung geraucht haben und mindestens 15 Packungsjahre haben. Das Rauchen von 20 Zigaretten pro Tag über ein Jahr lang entspreche einem Packungsjahr. Expert:innen zufolge gibt es schätzungsweise 2Millionen Menschen in Deutschland, auf die diese Kriterien zutreffen.

Quelle:

dpa