Journal Onkologie

News

Prostatakarzinom

mHSPC: ARANOTE-Studie zeigt signifikante Verzögerung der Schmerzprogression

Bei Patienten mit metastasiertem hormonempfindlichem Prostatakarzinom (mHSPC) hatte Darolutamid in der Phase-III-Studie ARANOTE bereits das radiologische progressionsfreie Überleben (rPFS) signifikant verlängert. Doch neben dem Überleben spielen auch Symptomkontrolle und Lebensqualität eine zentrale Rolle bei Therapieentscheidungen. Neu veröffentlichte Analysen der ARANOTE-Studie mit 669 Patienten zeigen, dass Darolutamid in Kombination mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT) die Schmerzprogression signifikant verzögert und die Zeit bis zur Verschlechterung des allgemeinen Wohlbefindens im Vergleich zu Placebo verlängert.
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Pankreaskarzinom
Adjuvante Chemotherapie beim Pankreaskarzinom zeigt stadienabhängige Wirksamkeit

Adjuvante Chemotherapie beim Pankreaskarzinom zeigt stadienabhängige Wirksamkeit

Aktuelle Leitlinien empfehlen eine adjuvante Chemotherapie nach chirurgischer Resektion des Pankreaskarzinoms für alle UICC-Stadien I–III. Doch die Datenlage zur stadienspezifischen Wirksamkeit dieser Behandlung ist begrenzt. Eine retrospektive Studie aus China untersuchte nun systematisch den Einfluss der postoperativen Chemotherapie auf die Prognose von Patient:innen mit unterschiedlichen Stadien des Pankreaskarzinoms.
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Gesundheitspolitik

Warkens Milliarden-Sparplan

Auf Patient:innen kommen nach Plänen von Gesundheitsministerin Nina Warken höhere Zuzahlungen und einige Einschnitte zu, um höhere Krankenkassenbeiträge im nächsten Jahr zu vermeiden. Die CDU-Politikerin stellte in Berlin Kernpunkte für ein Sparpaket vor, die auch milliardenschwere Ausgabenbremsen bei Versorgungsanbietern von den Praxen und Kliniken bis zu Arzneiherstellern umfassen. Einen konkreten Gesetzentwurf will die schwarz-rote Koalition jetzt in gut zwei Wochen ins Kabinett bringen.
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O-Ton Onkologie Staffel 9

Tiergestützte Therapie in der Onkologie

Krebskranke Kinder und Jugendliche erfahren mit der Diagnose Krebs oft einen abrupten Verlust an Autonomie und sozialer Teilhabe. Genau hier setzt die tiergestützte Therapie an. Am Universitätsklinikum Essen besuchen Therapiehunde wie Retriever Flip und bald auch Zwergspitz Coco regelmäßig die pädiatrische Onkologiestation. In dieser Folge von O-Ton Onkologie spricht Dr. med vet. Astrid Heinl mit Prof. Dr. med. Michael Schündeln, stellvertretender Klinikdirektor und Facharzt für pädiatrische Hämatologie und Onkologie, Essen. Prof. Schündeln schildert im Podcast unter anderem, wie eine Schlittenhundefreizeit mit Langzeitüberlebenden in Schweden ihn vor rund zwölf Jahren zur Idee bewog, Therapiehunde bereits in der Akutbehandlung einzusetzen.
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Medizin
Atezolizumab halbiert Rezidivrisiko bei Darmkrebs im Stadium III

Atezolizumab halbiert Rezidivrisiko bei Darmkrebs im Stadium III

Die im New England Journal of Medicine publizierten Ergebnisse der Phase-III-Studie ATOMIC zeigen einen deutlichen Benefit für Patient:innen mit kolorektalem Karzinom (CRC) im Stadium III und defizientem Mismatch-Reparatur-System (dMMR). Durchgeführt wurde die Studie von Forschenden der Alliance for Clinical Trials in Oncology (Alliance)/USA unter Beteiligung der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO) und mit Förderung des National Cancer Institute (NCI). Im Falle einer Zulassung könnte Atezolizumab einen neuen Standard für Patient:innen mit dMMR-CRC setzen.
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Belumosudil erhält bedingte EU-Zulassung für chronische Graft-versus-Host-Erkrankung

Die Europäische Kommission hat eine bedingte Marktzulassung für Belumosudil zur Behandlung der chronischen Graft-versus-Host-Erkrankung (cGvHD) bei Erwachsenen und Kindern ab 12 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg erteilt [1]. Belumosudil wird angewendet, wenn andere Behandlungsoptionen einen begrenzten klinischen Nutzen bieten, nicht geeignet sind oder ausgeschöpft wurden. Die bedingte Marktzulassung ist an den Abschluss einer bestätigenden, randomisierten kontrollierten Studie geknüpft. Sie folgt der positiven Stellungnahme des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur vom 30. Januar 2026.
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Medizin
Molekulare Analysen eröffnen neue Behandlungschancen bei seltenem Weichteiltumor

Molekulare Analysen eröffnen neue Behandlungschancen bei seltenem Weichteiltumor

Der desmoplastische klein- und rundzellige Tumor ist selten, aggressiv und schwer zu behandeln. Forschende am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) haben 30 Tumoren umfassend analysiert und für fast alle Betroffenen potenzielle personalisierte Therapieoptionen abgeleitet. Bei einzelnen Patient:innen konnten neue zielgerichtete Ansätze die Krankheit überraschend lange aufhalten.
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Medizin
expanda Hämophilie und Hämostase 2026

EHR-CAT-Score und Checkpoint-Inhibitoren: Neue Maßstäbe in der VTE-Prophylaxe bei Krebspatient:innen

Im Rahmen des Online-Seminars „expanda Hämophilie und Hämostase" referierte Prof. Dr. med. Hanno Riess, Ärztlicher Leiter der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Onkologie und Hämatologie der Charité Berlin, über das venöse Thromboembolierisiko bei onkologischen Therapien. In diesem Video erläutert er aktuelle Risikoassessment-Modelle und gibt Empfehlungen zur medikamentösen VTE-Prophylaxe bei ambulanten Krebspatient:innen.
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Medizin

FET-PET und MRT gleichwertig bei Bestrahlung von Glioblastom-Rezidiven

Eine präzise Bestrahlungsplanung ist entscheidend beim rezidivierten Glioblastom. Die deutsche, multizentrische GLIAA-Studie zeigte erstmals die Gleichwertigkeit von FET-PET sowie kontrastmittelverstärkter T1-MRT: Die Bestrahlungsvolumina, das mediane progressionsfreie Überleben (4,0 vs. 4,9 Monate) und die lokale Tumorkontrolle nach einem Jahr (22% vs. 20%) unterscheiden sich nicht signifikant. Die stereotaktische Re-Bestrahlung war gut verträglich. Die Ergebnisse bestätigen die Planungsqualität beider Verfahren und liefern Evidenz für die Rezidivtherapie.
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Gesundheitspolitik

Streit über Gesundheitskosten für Bürgergeldbeziehende

SPD-Chef Lars Klingbeil stemmt sich dagegen, die Krankenkassenbeiträge von Bürgergeldempfänger:innen künftig komplett aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren. Die Gesundheitskosten im Bürgergeld ganz aus Steuermitteln statt über Sozialbeiträge zu bezahlen, würde rund zwölf Milliarden kosten, sagte der Bundesfinanzminister der „Süddeutschen Zeitung“. Er habe zwar an sich nichts dagegen, doch der Haushalt habe jetzt schon Lücken, so Klingbeil. „Die werden nicht kleiner, wenn wir noch mehr Geld herausnehmen.“ Der Vorschlag der Expertenkommission zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherungen sei daher keine echte Entlastung, sondern eine „Milchmädchenrechnung“. „Es bringt nichts, Lücken von A nach B zu schieben. Wir müssen die generell schließen“, sagte der Finanzminister.
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Hämatologie
EBMT 2026

CAR-T-Zell-Therapien rücken immer mehr in den wissenschaftlichen Fokus

Das Motto der Jahrestagung der European Group for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) 2026 lautete „Advancing the Art of Patient Care“. Damit unterstreicht die Fachgesellschaft einmal mehr die traditionell enge Partnerschaft zwischen ärztlicher Community und betroffenen Patient:innen. Wissenschaftlich richtet die EBMT den Blick weiterhin auf ihre beiden zentralen Säulen – Stammzelltransplantationen und zelluläre Therapien. Letztere, insbesondere CAR‑T‑Zell-Therapien, gewinnen zunehmend an Bedeutung, was sich auch in den hochrangigen Abstracts zu dieser Thematik widerspiegelte.
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Medizin
Tumorzelleigenes „Alarmsystem“ verbessert Wirksamkeit der CAR-T-Zelltherapie

Tumorzelleigenes „Alarmsystem“ verbessert Wirksamkeit der CAR-T-Zelltherapie

Forschende um Dr. Nadia El Khawanky, Dr. Simon Heidegger und Dr. Nardine Soliman von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III des Klinikums der Technischen Universität München (TUM Klinikum) haben zentrale Resistenzmechanismen von Tumorzellen gegenüber CAR-T-Zellen aufgedeckt. Die Wissenschaftler:innen zeigten, dass ein angeborenes zelluläres Warnsystem, das normalerweise Virusinfektionen erkennt, eine entscheidende Rolle dabei spielt, wie empfänglich Tumorzellen für den Angriff durch CAR-T-Zellen sind. Damit eröffnen sich neue Ansätze, um CAR-T-Zelltherapien auch bei soliden Tumoren wirksam zu machen [1, 2].
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Gesundheitspolitik

Heliumknappheit gefährdet Arzneimittelproduktion

Die deutsche Pharmaindustrie warnt vor den Folgen eines andauernden Iran‑Kriegs für die Arzneimittelversorgung: Durch die drohende Knappheit von Helium und anderen petrochemischen Ausgangsstoffen geraten zentrale Analyse‑ und Produktionsprozesse unter Druck, die quer durch die Herstellung von Tabletten, Infusionen und modernen Biologika benötigt werden. Helium ist ein kritischer Querschnittsrohstoff – Deutschland ist nahezu vollständig auf Importe angewiesen, die zu einem großen Teil durch die Straße von Hormus laufen.
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Proteinhemmung schwächt Leukämiezellen erfolgreich

In einer Studie der Universitätsmedizin Mainz konnten Krebszellen bei akuter myeloischer Leukämie durch einen neu entdeckten Mechanismus gezielt geschwächt werden. Die Hemmung bestimmter Proteine, die die Genaktivität beeinflussen, löste eine starke Abwehrreaktion der Krebszellen aus. Diese Immunantwort ähnelte der einer Grippe, schwächte die Tumorzellen und konnte deren Zelltod auslösen. Mit immunstimulierenden Botenstoffen konnten die Forschenden diesen Effekt sogar verstärken. Langfristig könnten die Ergebnisse dazu beitragen, eine neue, gezielt entwickelte Kombinationstherapie für akute myeloische Leukämie zu entwickeln. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Blood veröffentlicht.
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Medizin
Speiseröhrenkrebs: Neue Erkenntnisse zur Früherkennung

Speiseröhrenkrebs: Neue Erkenntnisse zur Früherkennung

Mit zunehmendem Alter sammeln sich im gesunden Gewebe Mutationen, die Krebs auslösen können. Allerdings entwickeln sich nur wenige dieser veränderten Zellen zu Tumoren. Erkenntnisse moderner Studien deuten darauf hin, dass die Entstehung von Tumoren von komplexen Wechselwirkungen zwischen den mutierten Zellen und ihrer Umgebung abhängt. Das Verständnis dieser Prozesse und der dazugehörigen Umweltfaktoren ist bislang jedoch begrenzt. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Cambridge und mit Beteiligung der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden (TUD) sowie des Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI‑CBG) hat nun einen bislang unbekannten Mechanismus beschrieben, der das Überleben von Tumorzellen in einem sehr frühen Stadium fördert. Die Erkenntnisse um diese frühen biologischen Hinweise können dazu beitragen, die Früherkennung von Speiseröhrenkrebs zu verbessern.
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