Journal Onkologie

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Medizin

Sevabertinib erhält Priority-Review-Status der FDA als Erstlinientherapie bei HER2-mutiertem NSCLC

Die US‑amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) hat Sevabertinib den Priority‑Review‑Status für die Erstlinienbehandlung von Erwachsenen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht‑kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) mit aktivierenden HER2-Mutationen erteilt. Dabei handelt es sich um Tumoren mit aktivierenden Mutationen in der Tyrosinkinase-Domäne des humanen epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptors 2 (HER2). Die Einstufung als Priority Review ist ein beschleunigtes Zulassungsverfahren für Therapien, die bei schweren Erkrankungen erhebliche Verbesserungen hinsichtlich der Sicherheit oder Wirksamkeit bieten.
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Gesundheitspolitik

Wahltarife bei Krankenkassen: Für wen sinnvoll?

„Wer zwölf Monate gesund geblieben ist, darf sich in unserem Wahltarif über eine Rückzahlung in Höhe eines Monatsbeitrags mit bis zu 600 Euro freuen.“ Mit diesem Slogan wirbt eine gesetzliche Krankenversicherung (GKV) für ihren Tarif mit Beitragsrückerstattung. Angesichts stetig steigender Krankenkassenbeiträge klingen solche Angebote gut. Aber halten Wahltarife finanziell tatsächlich, was sie versprechen? Und wo liegen die Risiken für die Gesundheit?
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Nierenzellkarzinom
Metastasiertes Nierenzellkarzinom: Therapiefreies Intervall entscheidend für ICI-Rechallenge

Metastasiertes Nierenzellkarzinom: Therapiefreies Intervall entscheidend für ICI-Rechallenge

Eine große retrospektive Real-World-Studie liefert erstmals systematische Daten zur Wirksamkeit einer erneuten Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICIs) beim metastasierten klarzelligen Nierenzellkarzinom (mccRCC). Die Ergebnisse zeigen, dass der Zeitabstand zwischen zwei ICI-basierten Therapielinien – und nicht die Wahl des spezifischen Wirkstoffs – ein entscheidender Faktor für die klinische Wirksamkeit der erneuten ICI-Therapie sein könnte.
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Gesundheitspolitik

Umfrage: Vertrauen in Gesundheitssystem sinkt

Die Zufriedenheit mit dem deutschen Gesundheitssystem bröckelt einer neuen Umfrage zufolge. Sehr gut oder gut finden die Gesundheitsversorgung 62%, wie die Allensbach-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit ergab. Über rund zehn Jahre waren Zufriedenheitswerte über 80% gemessen worden, bevor die Kurve nach 2022 abfiel. Rund 35% finden die Gesundheitsversorgung nicht so gut oder gar nicht gut, wie die Kasse weiter mitteilte.
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Medizin
Update der EAU-Leitlinie Prostatakarzinom und neue Real-World-Daten zum PSA90-Ansprechen unter Apalutamid

Update der EAU-Leitlinie Prostatakarzinom und neue Real-World-Daten zum PSA90-Ansprechen unter Apalutamid

Auf dem Genitourinary Cancers Symposium der American Society of Clinical Oncology (ASCO GU) und dem Jahreskongress der European Association of Urology (EAU), die im Februar und März 2026 stattgefunden haben, wurden neue Empfehlungen und Daten zu Apalutamid vorgestellt. Gemäß der beim EAU-Kongress veröffentlichten EAU-Leitlinie zum Prostatakarzinom von 2026 bleibt der moderne Androgenrezeptorsignalweg-Inhibitor (ARPI) in Kombination mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT) ein Standard in der Behandlung des metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinoms (mHSPC) [1]. Eine beim ASCO-GU präsentierte Real-World-Studie lieferte zudem Hinweise auf einen stärkeren PSA-Abfall unter Apalutamid/ADT im direkten Vergleich mit Darolutamid/ADT im US-amerikanischen Behandlungsalltag [2].
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Medizin

Mangelernährung im Krankenhaus: Welche Ernährungsmaßnahmen helfen älteren Patient:innen?

Mangelernährung ist ein unterschätztes Gesundheitsproblem – auch in Deutschland. Ein neuer Cochrane Review hat untersucht, ob gezielte orale Ernährungsmaßnahmen älteren Menschen helfen, die von Mangelernährung bedroht oder bereits mangelernährt sind und wegen einer Verletzung oder Erkrankung ins Krankenhaus aufgenommen wurden. Das Ergebnis: Spezielle Trinknahrung „für besondere medizinische Zwecke“ statt der Standardversorgung senkt möglicherweise das Sterberisiko und das Risiko für schwerwiegende Komplikationen innerhalb von einem Monat bzw. bis zur Entlassung. Für die anderen untersuchten Ernährungsansätze – etwa zusätzliche Eiweißgabe oder individuelle Hilfe beim Essen – zeigten sich keine klaren Unterschiede zur Standardversorgung oder die Datenlage war zu schlecht, um belastbare Aussagen ableiten zu können.
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Gesundheitspolitik

Krankenkassen lehnen weitere Belastungen für Patient:innen ab

Die gesetzlichen Krankenkassen warnen beim Sparpaket für die Gesundheitsausgaben vor Verzögerungen und Verschiebungen zulasten der Patient:innen. Der Chef des Spitzenverbandes, Oliver Blatt, sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Die Versicherten und Arbeitgeber sind genug belastet.„ Daher gebe es für ihn eine klare rote Linie: „Kein Cent mehr Belastung für Patient:innen als in der aktuellen Fassung des Gesetzes vorgesehen.“ Ein Aufschieben der Reform sei keine Option. „Jetzt muss die Ministerin Kurs halten, auch wenn der Druck von allen Seiten enorm ist.“
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Gesundheitspolitik

E-Krankschreibung nicht Hauptgrund für mehr Fehltage

Entgegen der weit verbreiteten Annahme ist die Zahl der Krankheitstage nach Erhebungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) nicht in erster Linie wegen der elektronischen Krankschreibung stark angestiegen. Die Forscher:innen halten zwei andere Gründe für bedeutsamer: Zum einen hätten Atemwegserkrankungen zugenommen, zum anderen bleibe ein Teil der Beschäftigten bei ansteckenden Krankheiten eher zu Hause als früher. Diese Menschen seien seit der Corona-Pandemie vorsichtiger geworden.
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Entitätsübergreifend
Neutropenie unter ADC-Therapie: Real-World-Daten zeigen erhebliche Substanzunterschiede

Neutropenie unter ADC-Therapie: Real-World-Daten zeigen erhebliche Substanzunterschiede

Welches Neutropenie-Risiko haben Patient:innen unter ADC-Therapie wirklich und welche Substanzen erfordern besonders engmaschiges Monitoring? Eine Multizenterstudie aus Kalifornien analysiert umfassende Real-World-Daten zu zehn zugelassenen Antibody-Drug Conjugates. Die Analyse von 3.511 Patient:innen zwischen 2012 und 2024 zeigt erhebliche Unterschiede zwischen den Substanzen, mit direkten Konsequenzen für supportive Therapie und Patientensicherheit.
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Gesundheitspolitik

Kampf gegen Arzneimittel-Engpässe: EU fördert Medikamenten-Herstellung in Europa

Im Kampf gegen Engpässe bei lebenswichtigen Medikamenten in der EU haben sich Unterhändler:innen in Brüssel auf Regeln geeinigt, um die Produktion von Arzneimitteln leichter mit öffentlichen Geldern unterstützen zu können. Das teilten die Vertreter:innen des Europäischen Parlaments und der Mitgliedstaaten mit. Europa soll dadurch weniger abhängig von einzelnen Lieferant:innen und der Herstellung außerhalb des Kontinents werden.
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Gesundheitspolitik

Ärztepräsident fordert Aufschub für Sparpaket

Ärztepräsident Klaus Reinhardt fordert einen Aufschub für die Verabschiedung des Sparpakets zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenkassen. Es soll eigentlich noch vor der parlamentarischen Sommerpause vom Bundestag verabschiedet werden. Reinhardt sagte nun dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND): „Ein so weitreichendes Gesetz kann man nicht mit der Brechstange durchdrücken.“ Vor dem heute beginnenden Ärztetag mahnte er: „Vor der Sommerpause sollte gar nichts entschieden werden.“ Alle Beteiligten brauchten ausreichend Zeit, die vorgesehenen Maßnahmen auf ihre Auswirkungen für die Patientenversorgung zu prüfen, argumentierte der Ärztepräsident. „Stattdessen sollte die Bundesgesundheitsministerin alle Beteiligten, auch den Bundesfinanzminister, an einen Tisch bringen, um tragfähige Alternativkonzepte entlang klar definierter Zielmarken zu entwickeln“, schlug Reinhardt vor.
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Prostatakarzinom
DGN 2026

Wachsende Evidenz zur PSMA-Radioligandentherapie beim mCRPC und mHSPC

Mit der Zulassung von (177Lu)Lutetium-Vipivotidtetraxetan im Dezember 2022 gelang ein wichtiger Meilenstein im Bereich Radioligandentherapie (RLT) zur Versorgung des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (mCRPC), betonte Prof. Dr. Kambiz Rahbar, Facharzt für Nuklearmedizin in Münster. Vor diesem Hintergrund lud der Experte anlässlich der 64. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN) in Münster dazu ein, die wachsende Evidenzlage im kollegialen Austausch zu diskutieren.
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Präzise Diagnostik verbessert Behandlung von kindlicher Leukämie

Wenn bei Kindern eine akute lymphatische Leukämie (ALL) diagnostiziert wird, kommt es auf jedes Detail an. Am UKW werden künftig Proben aus ganz Deutschland genetisch analysiert, um die Erkrankung genauer zu klassifizieren. Die genetische Diagnostik stellt sicher, dass die jungen Patient:innen entsprechend ihres individuellen Krankheitsprofils behandelt werden. Dadurch verbessern sich Heilungschancen und Langzeitfolgen können drastisch reduziert werden. Neben der Routinediagnostik erforscht das Institut für Klinische Genetik und Genommedizin am UKW neue Methoden, um Leukämien noch besser zu verstehen. Dabei kommen zunehmend KI-gestützte Verfahren zum Einsatz.
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Medizin
Tovorafenib bei rezidiviertem pädiatrischem Gliom in der EU zugelassen

Tovorafenib bei rezidiviertem pädiatrischem Gliom in der EU zugelassen

Die Europäische Kommission hat eine bedingte Marktzulassung für Tovorafenib als Monotherapie erteilt. Die Therapie ist zugelassen für Patient:innen ab sechs Monaten mit pädiatrischem niedrig-gradig malignem Gliom (pLGG) mit einer BRAF-Fusion oder -Umlagerung oder einer BRAF-V600-Mutation, die nach ein oder mehreren systemischen Therapien progredient sind [1]. Die Entscheidung der Europäischen Kommission gilt für alle 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie für Island, Liechtenstein und Norwegen.
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Sarkome

Sarkomkonferenz 2026 – Drei Tage Input, Austausch und neue Perspektiven in der Behandlung von Sarkomen

Vom 19.-21. März 2026 fand in Berlin im Langenbeck-Virchow-Haus die 15. Sarkomkonferenz statt. Diese ist seit 2011 die zentrale und interdisziplinäre Veranstaltung für alle Mediziner:innen, darunter u.a. Onkolog:innen, Chirurg:innen, Orthopäd:innen, Psychoonkolog:innen, interessierte Teilnehmer:innen und Patientenvertreter:innen, die sich mit der Erforschung und Behandlung von Sarkomen beschäftigen. Die rund 200 Expert:innen berichteten über innovative Therapieansätze, Verbesserungen von Versorgungs- und Behandlungsqualität sowie über aktuelle Forschungsprojekte der deutschen Sarkom-Community und zeigten auf, wie entscheidend der interdisziplinäre Austausch für die Sarkombehandlung ist. Initiator der jährlichen Konferenz ist die gemeinnützige Deutsche Sarkom-Stiftung.
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Gesundheitspolitik

Neuregelungen für mehr Nierenspenden

Dringend benötigte Nierentransplantationen für schwerkranke Patient:innen sollen künftig öfter möglich werden. Der Bundesrat billigte ein vom Bundestag beschlossenes Gesetz, das bisher enge Grenzen für Organentnahmen bei lebenden Spendern weiter fasst. Damit wird der Kreis möglicher Spender:innen und Empfänger:innen vergrößert. Aufgehoben wird die Regel, dass Lebendspenden nur zulässig sind, wenn es kein Organ eines Gestorbenen gibt.
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