Journal Onkologie

Gesundheitspolitik | Beiträge ab Seite 96

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Krankenkasse: Wegen Corona 100 Mal mehr Anträge auf Ratenzahlung

Wegen der Wirtschaftskrise in der Corona-Pandemie haben viele Unternehmen offenbar Probleme, für ihre Beschäftigten die fälligen Beiträge an die Krankenkassen abzuführen. Allein bei der Techniker Krankenkasse (TK) hat sich die Zahl der Stundungsanträge um das 60-fache erhöht, wie Vorstandschef Jens Baas den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte. "Auch die Zahl der Anträge auf Ratenzahlung ist 100 Mal so hoch wie vorher", sagte er. Das sei ein dramatischer Anstieg im Vergleich zum Schnitt der Vorjahre.
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Molekulare Klassifikation gastrointestinaler Tumoren

Eine ausschließlich histopathologische Diagnosestellung reicht für die moderne Tumortherapie nicht mehr aus, stattdessen werden zunehmend molekulare Marker für Therapieentscheidungen notwendig (Präzisionsonkologie). Vor allem bei sehr heterogenen Tumorerkrankungen können mittlerweile genetische Veränderungen in jeweils eigene Subklassifikationen auf molekularer Ebene  eingeordnet werden. Im vorliegenden CME-Artikel wird dies für einzelne Tumorentitäten im Gastrointestinaltrakt (GI-Tumoren) vom Plattenepithelkarzinom des Ösophagus über Magen zu Jejunum- und Colonkarzinomen vorgestellt.
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Virologe Streeck: Nicht nur auf reine Ansteckungszahlen schauen

Der Virologe Prof. Dr. Hendrik Streeck regt eine Debatte über Umfang und Dauer der staatlichen Beschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie an. "Ich plädiere für einen Strategiewechsel", sagte der Direktor des Institutes für Virologie und HIV-Forschung an der Universität Bonn der "Welt am Sonntag". "Wir dürfen uns bei der Bewertung der Situation nicht allein auf die reinen Infektionszahlen beschränken", sagte er. Zwar steige die Zahl der positiv getesteten Menschen in Deutschland und Europa signifikant an. "Gleichzeitig sehen wir aber kaum einen Anstieg der Todeszahlen."
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GIST: Adjuvanz und Therapie der disseminierten Erkrankung

Bei Gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) handelt es sich um eine insgesamt seltene Tumorentität, die ca. 18% aller Sarkome ausmacht und die häufigste Sarkom-Art im Bereich des Magen-Darm-Traktes darstellt. Während die Risikofaktoren für die Entwicklung einer GIST-Erkrankung nach wie vor unklar sind, sind die pathophysiologischen Mechanismen heutzutage größtenteils bekannt: Ca. 86% aller GIST weisen eine Mutation im c-KIT- oder PDGFRA-Gen auf. Der vorliegende CME-Beitrag diskutiert zunächst, bei welcher Patientengruppe und in welcher Form und Dosierung eine adjuvante Therapie indiziert ist, anschließend wird auf die Therapieoptionen im metastasierten Setting eingegangen.
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Krebsmedikamente gepanscht – Urteil gegen Apotheker rechtskräftig

In einem Skandal um jahrelang gepanschte Medikamente hat der Bundesgerichtshof (BGH) die Haftstrafe gegen einen Apotheker aus dem Ruhrgebiet bestätigt. Der BGH in Karlsruhe lehnte die Revision des Mannes als unbegründet ab, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Das Urteil des Essener Landgerichts vom Juli 2018 gegen den damals 48-jährigen Apotheker aus Bottrop ist damit rechtskräftig. Wegen Tausender unterdosierter Krebsmedikamente zwischen 2012 und 2016 hatte Peter S. eine Haftstrafe von zwölf Jahren erhalten. Dem Gericht zufolge streckte er lebenswichtige Medizin seiner Patienten aus Habgier.
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Glioblastom: Immuntherapie bei hoher Mutationslast und klinische Relevanz von Methylierungssubtypen

Glioblastome sind die häufigsten primären Tumore des zentralen Nervensystems. Es stehen unterschiedliche Behandlungsoptionen zur Verfügung, wobei die Standardtherapie nach wie vor die Resektion gefolgt von einer Radiochemotherapie ist. Bei hypermutierten Glioblastomen haben sich zudem Immuntherapien als vielversprechend erwiesen. In Studien werden neben der Effektivität von Immuncheckpoint-Inhibitoren auch die Durchführbarkeit und Verträglichkeit von personalisierten Multipeptidvakzinen bewertet mit dem Ziel, die Standardtherapie bei Glioblastomen zu verändern.
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Therapie von Leukämie- und Lymphom-Patienten mittels CAR-T-Zellen

Die Anwendung von chimären Antigenrezeptor (CAR)-T-Zellen hat die Behandlung der rezidivierten und refraktären (r/r) akuten lymphatischen Leukämie (ALL) und von r/r Non-Hodgkin-Lymphomen deutlich verbessert. Gegenwärtig sind bereits 2 CAR-T-Produkte, die gegen CD19 gerichtet sind, zugelassen, und eine Behandlung ist hierzulande derzeit in etwa 30 Kliniken möglich. Herausforderungen der CAR-T-Zell-Therapie sind jedoch die Logistik, die hohen Kosten und die z. T. schweren Nebenwirkungen wie das Zytokin-Freisetzungs-Syndrom. Weitere Studien sind erforderlich, um die Sicherheit und den Stellenwert der CAR-T-Zell-Therapie zu bewerten und in Zukunft in Therapiealgorithmen zu integrieren.
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Krankenkassen wollen Geld für Corona-Tests vom Staat zurück

Die Krankenkassen pochen angesichts der geplanten Ausweitung von Corona-Tests darauf, dass der Staat die Kosten mitträgt. "Im Rahmen der Pandemiebekämpfung die Tests auszuweiten, erscheint auf jeden Fall sinnvoll", sagte der Sprecher des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Als staatliche Aufgabe müssten Tests in diesem Rahmen auch vom Staat finanziert werden.
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Weltärztebund-Chef Montgomery für Impfpflicht gegen Corona

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat sich für eine Impfpflicht gegen das Coronavirus ausgesprochen. "Ich war für die Impflicht bei Masern. Ich bin auch hier für eine Impfpflicht", sagte Montgomery den Zeitungen der Funke-Mediengruppe am Mittwoch. Die Bundesregierung hatte am Montag erneut betont, dass sie eine künftige Corona-Schutzimpfung nicht zur Pflicht machen will: "Es wird keine Impfpflicht gegen das Coronavirus geben", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer.
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Systemische Leichtketten (AL-)Amyloidose – Diagnose und risikoadaptierte Therapie

Die AL-Amyloidose tritt meist in der sechsten Lebensdekade auf und ist mit einer Inzidenz von ungefähr 9-12/Mio. Personenjahren eine seltene Multisystemerkrankung, die meist zu spät diagnostiziert wird. Oft führt der Befall extrakardialer Organsysteme zur initialen Diagnose. Da die AL-Amyloidose durch einen rasch progredienten, unbehandelt tödlichen Verlauf charakterisiert ist, ist eine rasche und zielgerichtete Behandlung erforderlich. Mit neuen Therapieoptionen kann eine Verbesserung des Überlebens erreicht werden, die Frühmortalität v.a. bei kardialer Amyloidose konnte bislang jedoch nicht gesenkt werden. Wichtig ist daher eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit spezialisierten Zentren.
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Fertigung von Schutzausrüstung im Inland ausbauen

„Politik und Wirtschaft sind jetzt gefordert, dem Mangel an Schutzausrüstung mit allen verfügbaren Mitteln zu begegnen. Ärztinnen und Ärzte, Pflegende und andere medizinische Fachkräfte in Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen erwarten, dass in der Corona-Krise alles zu ihrem Schutz und zum Schutz der Patienten getan wird, um die Versorgung sicherzustellen. Es darf nicht sein, dass aus Mangel an adäquater Schutzausrüstung Menschen in ihrer Gesundheit gefährdet werden, die mit ganzer Kraft anderen Menschen helfen wollen“, sagte Dr. Susanne Johna, 1. Vorsitzende des Marburger Bundes. Deshalb müsse jetzt die Produktion von Schutzausrüstung im Inland massiv ausgebaut werden. Darüber hinaus seien die Unternehmen gefordert, ihre Bestände an Schutzausrüstung im großen Umfang Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zur Verfügung zu stellen.
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Metastasiertes Magenkarzinom: Molekularpathologie, Genetik, Sequenztherapie und zukünftige Strategien

Das Magenkarzinom gehört zu den häufigsten Tumorerkrankungen. In den vergangenen Jahren haben sich jedoch wichtige therapeutische Verände­rungen ergeben. Durch die Entwicklung zielgerichteter Therapien gibt es nun einige Optionen für die Behand­lung von metastasiertem Magenkrebs. Insbesondere die Immuntherapie erweist sich zunehmend als wichtiger Behandlungsbaustein. Darüber hinaus spielt die Identifizierung geeigneter prädiktiver Biomarker für den Erfolg gezielter Therapien eine wichtige Rolle. Aufgrund der neuen multiplen Therapieoptionen können Pati­enten heute bei gutem Allgemein­zustand mit mehr als zwei palliativen Therapielinien behandelt werden, was die Lebensqualität und die Lebenszeit verbessern kann.
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Stress im Job: Gesundheitspersonal am meisten belastet

Konkurrenzdruck, Mobbing, Überstunden, Schichtarbeit, ungerechte Bezahlung – und ein Smartphone, das ständige Erreichbarkeit einfordert: Immer mehr Arbeitnehmer stehen unter Dauerstress, vor allem Krankenpfleger. Das hat Folgen für die Psyche: Berufstätige leiden laut Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse zunehmend unter seelischen Erkrankungen wie Burnout, Anpassungsstörungen, Panikattacken, Depressionen, Schlaf- und somatoformen Störungen, also körperlichen Beschwerden, die keine organische Ursache haben.
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Pankreaskarzinom: Molekularpathologie, Sequenztherapie und künftige Entwicklung

Mit einem Anteil von 4% aller malignen Tumoren ist das Pankreaskarzinom zwar eher selten, doch meist sehr aggressiv mit einer 5-Jahres-Überlebensrate von nur etwa 8%. Da die Erkrankung kaum Frühsymptome verursacht, wird sie oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Die Therapie des Pankreaskarzinoms ist daher nach wie vor eine Herausforderung und sollte in einem Schwerpunktzentrum erfolgen. Der Beitrag „Pankreaskarzinom: Molekularpathologie, Sequenztherapie und künftige Entwicklung“ beleuchtet neue Erkenntnisse und moderne Therapieansätze, die dazu beitragen sollen, das Überleben der Patienten zu verlängern und die Lebensqualität zu verbessern.
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Hämatologie: Therapieoptionen bei der Polycythaemia vera

Die Philadelphia-Chromosom-negativen chronischen Myeloproliferativen Neoplasien (Ph- MPN) umfassen neben der Essentiellen Thrombozythämie (ET) und der Primären Myelofibrose (PMF) auch die Polycythaemia vera (PV). Die PV ist eine seltene Erkrankung (Inzidenz: 0,4% und 2,8% pro 100.000 Einwohner pro Jahr in Europa). Das mediane Lebensalter bei Erstdiagnose liegt zwischen 60 und 65 Jahren. PV ist nach aktuellen Erkenntnissen nicht vererbbar, auch wenn es familiäre Häufungen gibt. Neben der unkontrollierten Erythrozytose ist bei der PV die Expression proinflammatorischer Zytokine gesteigert. Dadurch kommt es zum Auftreten konstitutioneller Symptome und zu einer deutlichen Verschlechterung der Lebensqualität.
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Stellungnahme zur Berichterstattung über „Cytotec zur Geburtseinleitung“

Die Deutsche Gesellschaft für Geburtshilfe und Gynäkologie e. V. (DGGG), die Arbeitsgemeinschaft für Geburtshilfe und Pränatalmedizin e. V. in der DGGG (AGG i. d. DGGG), die Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin (DPGM) e. V., die Deutsche Gesellschaft für Pränatal- und Geburtsmedizin e. V. (DGPGM) sowie die Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Ärztinnen und Ärzte in der Geburtshilfe und Frauenheilkunde e. V. (BLFG) möchten zur Berichterstattung über „Cytotec zur Geburtseinleitung“ Stellung nehmen.
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Risikostratifizierung des Myelodysplastischen Syndroms

Seit der Etablierung der French-American-British (FAB)-Klassifikation zur Kategorisierung von Subgruppen des Myelodysplastischen Syndroms (MDS) und Untersuchungen zu deren prognostischer Relevanz wurden in den vergangenen 40 Jahren zahlreiche weitere diagnostische Klassifikationen und prognostische Modelle entwickelt und angewendet. Diese haben  auch zytogenetische (z.B. Chromosom-7-Aberrationen), klinische (Erythrozyten-Transfusionsabhängigkeit) und laborchemische Parameter (z.B. Serum-Laktatdehydrogenase) implementiert. Mit zunehmendem Einsatz effektiver, spezifischer Therapieansätze bei MDS sind vermehrt auch prädiktive Scoring-Systeme entwickelt worden. Lesen Sie den hier den ganzen CME-Beitrag.
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