Journal Onkologie

Kinderwunsch

Im November 2025 veröffentlichten Rugo et al. in Clinical Cancer Research eine umfassende US-amerikanische Real-World-Analyse zur Anwendung von Elacestrant bei ESR1-mutierten PatientInnen mit ER+/HER2– metastasiertem Brustkrebs. Eingeschlossen wurden 306 PatientInnen aus dem Komodo Research Dataset (KRD), die zwischen Januar 2023 und Februar 2025 mit Elacestrant behandelt wurden. Als primäres Ergebnis wurde die Zeit bis zur nächsten Folgetherapie (rwTTNT) definiert.1
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Entitätsübergreifend
Mediziner mit Schild Diagnostik Therapie und Nachsorge

Langzeitnachsorge junger erwachsener Krebsüberlebender

Junge Erwachsene, die eine Krebserkrankung überleben (young adult cancer survivors, YACS), können mit vielfältigen physischen, psychischen und sozialen Langzeitfolgen konfrontiert werden. Da spezifische Leitlinien zur Langzeitnachsorge für YACS oft fehlen, werden meist Empfehlungen aus der Kinderonkologie übernommen. Zu den häufigsten somatischen Spätfolgen zählen Sekundärneoplasien, endokrine Störungen, kardiovaskuläre, renale und Knochen­erkrankungen sowie Fertilitätsstörungen. Nur durch eine strukturierte, individuell angepasste, interdisziplinäre und lebenslange Nachsorge können Langzeitfolgen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Besondere Bedeutung kommt der Beratung zu Lebensstil, Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen zu. In Deutschland existieren bereits einige spezialisierte Nachsorgeangebote. Der weitere Ausbau zu einer flächendeckenden Versorgung ist nicht nur für YACS essenziell, sondern langfristig ressourcen- und kostensparend.
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Entitätsübergreifend
Junge Lrebspatientin mit blauem Tuch um den Kopf und gelber Jacke wird von einer Nurse mit blauem Kittel umarmt.

Cancer Survivors: Regionale Lücken in der Versorgung schließen

Durch Therapiefortschritte überleben immer mehr Menschen eine Krebserkrankung im Kindes- oder Jugendalter. Sie benötigen aber auch langfristig eine auf sie zugeschnittene Nachsorge. Inzwischen gibt es bundesweit 13 Krebszentren, die spezielle Sprechstunden anbieten. Noch fehlt aber ein flächendeckendes Versorgungsnetz, sagte Prof. Dr. Judith Gebauer, die zur Langzeitnachsorge forscht.
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Entitätsübergreifend
Junge Krebspatientin trägt ein rosafarbenes Tuch um den Kopf und einen weißen Rollkragenpullover.

Psychische Belastungen junger Krebsüberlebender: Welche Veränderungen gibt es im Langzeitverlauf?

Jugendliche und junge Erwachsene, die an Krebs erkranken und ihre Behandlung überleben, sehen sich mit besonderen psychosozialen Herausforderungen konfrontiert, da diese vulnerable Lebensphase von zentralen Entwicklungsaufgaben geprägt ist. Während sich die Überlebensraten für die meisten Tumorentitäten deutlich verbessert haben, bleibt die psychosoziale Belastung oft über Jahre bestehen. Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass Jugendliche und junge Erwachsene nach der onkologischen Behandlung ein erhöhtes Risiko für psychische Belastungen haben. Besonders ausgeprägt sind Angst, Depression, Distress, Fatigue, kognitive Einschränkungen sowie soziale und berufliche Herausforderungen. Der langfristige Verlauf psychosozialer Belastungen ist heterogen und wird u.a. durch Spätfolgen, soziale Unterstützung und strukturelle Versorgungsangebote beeinflusst. Aktuelle Befunde unterstreichen die Notwendigkeit langfristiger, alters- und lebensphasenspezifischer Versorgungs- und Unterstützungsangebote.
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Zervixkarzinom
Schematische Darstellung einer Frau vor schwarzem Hintergrund, Gebärmutter rot dargestellt

Zervixkarzinom in der Schwangerschaft: Zwischen onkologischer Sicherheit und fetalem Schutz

Das Zervixkarzinom ist die häufigste gynäkologische Malignität in der Schwangerschaft und tritt mit einer Inzidenz von 0,44-5,08 pro 100.000 Schwangerschaften auf [1]. Die Betreuung dieser Patientinnen stellt eine besondere interdisziplinäre Herausforderung dar, da therapeutische Entscheidungen stets im Spannungsfeld zwischen onkologischer ­Sicherheit der Mutter und Schutz der fetalen Entwicklung getroffen werden müssen. Screening, Diagnostik und Therapie orientieren sich an etablierten Standards, die an das jeweilige Gestationsalter angepasst werden. Während bei Vorstufen und sehr frühen Stadien ein abwartendes Vorgehen möglich ist, kommen bei fortgeschrittenen Tumoren Platin-basierte Chemotherapien im 2. und 3. Trimenon zum Einsatz [2]. Als Geburtsmodus dient überwiegend die Sectio caesarea [3]. Zur Veranschaulichung wird in diesem Review eine Kasuistik aus unserer Klinik beschrieben, die exemplarisch die Komplexität von Diagnostik und Therapie des Zervixkarzinoms in der Schwangerschaft widerspiegelt.
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Entitätsübergreifend
Das Bild zeigt eine Ärztin, die einer jungen Krebspatientin Testergebnisse auf einem Tablet-Bildschirm bei einem Termin im Onkologiezentrum erklärt.
Podcastserie O-Ton Onkologie

Langzeit-Nachsorge für junge Krebsüberlebende

Junge Krebsüberlebende im Alter von 15-39 Jahren – die sog. AYAs (Adolescents and Young Adults) – benötigen eine spezifische Nachsorge, da sie nach intensiven Therapien ein erhöhtes Risiko für Langzeitfolgen haben. Dr. Katharina Egger-Heidrich, Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie an der Uniklinik Dresden, stellt in dieser Podcast-Folge innovative Betreuungskonzepte und evidenzbasierte Empfehlungen für diese oft vernachlässigte Patientengruppe vor.
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Weitere Inhalte:
BNGO
Interview mit Dr. med. Steffen Wagner, Saarbrücken

ESMO 2024: Was war relevant für die gynäko-onkologische Praxis?

Im September fand der Kongress der europäischen Krebsgesellschaft (ESMO) in Barcelona statt. Auch für die gynäko-onkologische Praxis waren viele interessante Daten dabei. Highlights waren u.a. die lang erwarteten finalen Überlebensdaten der PRIMA-Studie beim Ovarialkarzinom und die Daten zum Gesamt­überleben (OS) in der KEYNOTE-522-Studie beim Mammakarzinom. Deren Ergebnisse, und was beim ESMO für niedergelassene Gynäko-Onkolog:innen sonst noch wichtig war, kommentiert für Sie Dr. Steffen Wagner, BNGO-Vorstandsmitglied und Vorsitzender der saarländischen Krebsgesellschaft im Interview.
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Medizin

Recht auf Vergessenwerden: DGHO und DSfjEmK setzen sich gegen die Benachteiligungen von Krebspatient:innen ein

Im Rahmen eines Satellitensymposiums während des Hauptstadtkongresses 2024 in Berlin haben die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs (DSfjEmK) und die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. (DGHO) den 22. Band der Gesundheitspolitischen Schriftenreihe der DGHO „Recht auf Vergessenwerden – Keine Benachteiligungen von jungen Erwachsenen mit Krebs mehr zulassen“ vorgestellt. Damit widmen sich die DSfjEmK und die DGHO nach den Themen „Krebs und Armut“ sowie „Krebs und Kinderwunsch“ erneut gemeinsam einem Bereich, der die sehr spezifischen Problemstellungen junger Erwachsener mit Krebs ins Bewusstsein der Laien- und Fachöffentlichkeit rücken soll.
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News

Krebs und Kinderwunsch – Was ändert sich durch die Richtlinie des G-BA?

Im Mai 2019 wurde die Erhaltung der Fruchtbarkeit für junge KrebspatientInnen per Gesetz zur Kassenleistung. Geändert hat sich für die Betroffenen aber bisher nichts, wenn ihnen die Kassen nicht freiwillig entgegenkommen. Es fehlte die zum Gesetz gehörende Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). 19 Monate nach dem Gesetz ist sie jetzt in Kraft getreten. Leider ist der Weg bis zur Routine-Finanzierung immer noch nicht am Ende.
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