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Gesundheitspolitik von JOURNALMED.DE
06. Juni 2019

Kein Krankengeld trotz Attest: Arzt trifft keine Schuld

Wer länger krank ist und nicht arbeiten kann, hat Anspruch auf Krankengeld von der Krankenkasse. Es kann aber sein, dass ein Attest vom Arzt allein dafür nicht ausreicht. Denn die Kasse kann den Fall durch ihren medizinischen Dienst überprüfen lassen. Der Arzt muss dann keine Gewähr dafür übernehmen, dass seine Dokumentation als Beweis ausreicht – und Patienten haben darauf auch keinen Anspruch. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV) hin.
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Was das konkret bedeutet, zeigt ein Urteil des Landgerichts Dortmund: Dort ging es um einen Patienten, der mehrfach und länger wegen Problemen mit der Halswirbelsäule krankgeschrieben war. Seine Krankenkasse ließ den Fall prüfen und stellte die Zahlung von Krankengeld daraufhin ein – sie hielt den Mann für arbeitsfähig. Der klagte daraufhin gegen den Arzt: Der müsse die Krankschreibung so gestalten und dokumentieren, dass diese auch gegenüber der Krankenkasse Bestand habe.

Das sah das Gericht anders: Ärzte müssen ihre Bescheinigungen nicht so ausstellen, dass diese in versicherungsrechtlichen Fragen als Beweis nutzbar sind. Und auch die Dokumentation dient lediglich dazu, die Behandlung des Patienten fortsetzen zu können. Kommt die Kasse zu einem anderen Urteil als der Arzt, haben Patienten daher keinen Anspruch darauf, dass der Arzt ihnen das verlorene Krankengeld ersetzt.

Quelle: dpa


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