Journal Onkologie

Dermatologische Tumoren

Dermatologische Tumoren
 7|
Ein Dermatologe und eine Dermatologin analysieren am Computer ein auffälliges Muttermal eines Patienten

Ex-vivo konfokale Mikroskopie und KI: Intraoperative Schnittranddiagnostik bei Hauttumoren

Seit Jahren steigt die weltweite Inzidenz von Hautkrebs kontinuierlich, während in Deutschland insbesondere in ländlichen Regionen ein zunehmender Mangel an Dermatolog:innen besteht. Vor diesem Hintergrund wächst der Bedarf an effizienten und zuverlässigen diagnostischen Methoden. Moderne bildgebende Verfahren gewinnen hierbei vermehrt an Bedeutung. Die ex-vivo konfokale Laserscanmikroskopie (ex-vivo KLM) ist eine innovative Methode, die eine präzise Untersuchung frisch exzidierten Gewebes innerhalb weniger Minuten ermöglicht und somit eine vielversprechende Ergänzung zur konventionellen Histologie darstellt. Aktuelle Forschungsansätze fokussieren sich auf eine künstliche Intelligenz (KI)-gestützte Erweiterung der ex-vivo KLM, um deren Anwendung in der Diagnostik und intraoperativen Schnitt­randkontrolle von Hauttumoren zu optimieren.
Lesen Sie mehr 
Merkelzellkarzinom
 11|
Merkel cell cancer steht auf einem Tablet geschrieben, daneben Medikamente und ein Stethoskop

Wertigkeit der neuronenspezifischen Enolase bei Patient:innen mit Merkelzellkarzinom

Das Merkelzellkarzinom (MCC) ist ein seltenes, hochaggressives kutanes neuroendokrines Karzinom. Die neuronenspezifische Enolase (NSE) wird aufgrund der neuroendokrinen Differenzierung von MCC-Zellen sowohl immunhistochemisch als auch als Serumbiomarker eingesetzt. Während NSE bei anderen neuroendokrinen Malignomen etablierte diagnostische und verlaufsrelevante Bedeutung besitzt, ist ihre klinische Wertigkeit beim MCC bislang uneinheitlich beurteilt. Ziel dieses Beitrags ist es, die biologische Grundlage, die immunhistochemische Bedeutung und die serologische Aussagekraft der NSE bei Patient:innen mit MCC kritisch zu analysieren und die verfügbare Evidenz hinsichtlich diagnostischer, prognostischer und verlaufsbegleitender Aspekte einzuordnen.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Dermatologische Tumoren
 10|
Wortwolke zu "Melanom"

Akrolentiginöses Melanom in der Immuntherapie: Warum ein seltener Subtyp besondere Aufmerksamkeit verdient

Das Akrolentiginöse Melanom (ALM) ist ein seltener, aber bedeutsamer Subtyp kutaner Melanome (CM), der sich in klinischer Erscheinung, Prognose und Therapieansprechen grundlegend von anderen Typen unterscheidet. Insbesondere die immunsuppressiven Eigenschaften des Tumors und seiner Umgebung können die Wirkung einer Checkpoint-Inhibition (CPI) einschränken und führen so zu schlechteren Ansprechraten im Vergleich zu den anderen kutanen Melanomsubtypen. Mithilfe zellbasierter Therapien, die die Immunevasion des Tumors umgehen, könnten den Patient:innen in Zukunft neue Behandlungsoptionen mit verbesserten Ansprechraten zur Verfügung stehen.
Lesen Sie mehr 
Dermatologische Tumoren
 16|

Präzisionsonkologie bei Hautkrebs: LC-OCT und KI für individualisierte Therapieplanung

Die nicht-invasive hochauflösende Bildgebung gewinnt in der Dermatoonkologie zunehmend an Bedeutung. Insbesondere die Line-field konfokale optische Kohärenztomographie (LC-OCT) ermöglicht eine dreidimensionale (3D)-Darstellung kutaner Strukturen mit nahezu histologischer Auflösung und ermöglicht somit neue Möglichkeiten in der Diagnostik, Therapieplanung und Verlaufskontrolle von Hauttumoren. In Kombination mit Künstlicher Intelligenz (KI) lassen sich komplexe Bilddatensätze automatisiert analysieren und objektivierbare Parameter zur Risikostratifizierung gewinnen. Ziel dieser Übersichtsarbeit ist es, das Potenzial der LC-OCT in Kombination mit KI für verschiedene Entitäten des Hautkrebses einschließlich aktinischer Keratosen (AK), Plattenepithelkarzinome (PEK), Basalzellkarzinome (BCC) sowie melanozytärer Läsionen darzustellen und aktuelle Entwicklungen sowie Limitationen dieser Technologie zu diskutieren.
Lesen Sie mehr 
Malignes Melanom
 6|
Zytologiebild einer Lymphknotenmetastase bei malignem Melanom

Funktionelle Präzisionsonkologie als Chance für personalisierte Therapien beim malignen
Melanom

Das maligne Melanom bleibt trotz moderner Therapien eine große medizinische Herausforderung. Die Auswahl personalisierter Behandlungen beschränkt sich dabei aktuell auf die Analyse weniger genetischer Informationen. Perspektivisch könnte dies durch die funktionelle Präzisionsonkologie erweitert werden, indem Medikamentensensitivitäten von Tumorzellen experimentell erfasst werden, um zusätzliche personalisierte Therapieoptionen zu identifizieren.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Dermatologische Tumoren
 3|
In dieser gezeichneten Darstellung untersuchen 2 Ärzte mit Lupen in der Hand die Haut einer jungen Frau mit langen braunen Haaren und mehreren Muttermalenim Halsbereich.
ASCO 2026

Melanom mit asymptomatischen Hirnmetastasen: Korrelation von 10-Jahres-Überleben und zellfreier DNA-Methylierung

Die Ergebnisse der auf dem ASCO-Kongress 2026 präsentierten Phase-III-Studie NIBIT-M2 zeigen erstmals 10-Jahres-Daten für Melanom-Patient:innen mit asymptomatischen Hirnmetastasen unter dualer Checkpoint-Blockade: 31% der mit Ipilimumab (I) + Nivolumab (N) behandelten Patient:innen leben nach 10 Jahren noch. Plasmabasierte Biomarker wie Tumorfraktion und tumorspezifischer Methylierungs-Score könnten künftig helfen, Langzeitüberlebende frühzeitig zu identifizieren [1].
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3|
Outdoor-Berufe besonders von schwarzem Hautkrebs betroffen

Outdoor-Berufe besonders von schwarzem Hautkrebs betroffen

Die jetzt im Frühling wieder höherstehende Sonne bringt eine stärkere UV-Belastung. Ihr sollte mit fachgerechtem Sonnenschutz begegnet werden. Neue Daten zeigen: Insbesondere wer beruflich viel im Freien arbeitet, hat ein deutlich erhöhtes Risiko für Melanome im Gesicht. Gleichzeitig fehlt es vielen Betroffenen an Risikobewusstsein und systematischem Sonnenschutz. Fachleute fordern deshalb gezielte Prävention in besonders belasteten Berufen.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3|
UV-Strahlung wird intensiver – frühzeitiger Sonnenschutz immer wichtiger

UV-Strahlung wird intensiver – frühzeitiger Sonnenschutz immer wichtiger

In den vergangenen Jahrzehnten hat die ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung) in Mitteleuropa deutlich zugenommen und damit auch das Risiko für gesundheitliche Schäden. Das berichtet das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auf Grundlage aktueller Messdaten. Da UV-Strahlung die Hauptursache für Hautkrebs ist, werden Schutzmaßnahmen für den Alltag immer wichtiger – und das nicht nur im Hochsommer, sondern bereits im Frühjahr.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 2|
Fixdosis-Kombination aus Nivolumab und Relatlimab: Neue Erstlinienoption beim fortgeschrittenen malignen Melanom

Fixdosis-Kombination aus Nivolumab und Relatlimab: Neue Erstlinienoption beim fortgeschrittenen malignen Melanom

Zum 1. April 2026 wurde in Deutschland die Fixdosis-Kombination aus Nivolumab und Relatlimab eingeführt. Diese duale Immuntherapie stellt die bislang einzige zugelassene Kombination eines PD-1-Inhibitors (Nivolumab) mit einem LAG-3-Inhibitor (Relatlimab) dar und nutzt einen synergistischen immunologischen Wirkmechanismus [1]. Durch die gleichzeitige Blockade zweier inhibitorischer Signalwege wird eine verstärkte Aktivierung von T-Zellen angestrebt.
Lesen Sie mehr 
Malignes Melanom
 9|
Ärztin untersucht ein Muttermal bei einer weißhaarigen Dame
Langzeitüberleben beim Melanom

Nachsorge der Melanom-Survivors

Immer mehr Menschen überleben eine Melanomerkrankung – dank früherer Diagnosen und innovativer Therapien. Doch mit dem wachsenden Kreis der Langzeitüberlebenden entstehen neue Fragen: Wie sieht eine angemessene Nachsorge aus, wenn die Erstdiagnose Jahre zurückliegt? Welche Spätfolgen und chronischen Nebenwirkungen können auftreten? Und wie können Forschung, Rehabilitation und spezialisierte Angebote die Lebensqualität dieser Patient:innen langfristig sichern? Der folgende Beitrag beleuchtet aktuelle Daten zum Langzeitüberleben, stellt Initiativen wie das ADO-Komitee „Survivorship“ und den „Safe Stop Trial“ vor und gibt einen Ausblick auf die Versorgung von Melanom-Survivors in Deutschland.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3|
Markteinführung von Retifanlimab beim fortgeschrittenen Analkarzinom und beim fortgeschrittenen Merkelzellkarzinom

Markteinführung von Retifanlimab beim fortgeschrittenen Analkarzinom und beim fortgeschrittenen Merkelzellkarzinom

Die Europäische Kommission hat Retifanlimab in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel zur Erstlinienbehandlung von erwachsenen Patient:innen mit metastasiertem oder inoperablem lokal rezidivierendem Plattenepithelkarzinom des Analkanals (SCAC) zugelassen [1]. Mit der Markteinführung steht der PD-1-Inhibitor zudem als Monotherapie zur Erstbehandlung des metastasierten oder rezidivierenden, lokal fortgeschrittenen Merkelzellkarzinoms (MCC) zur Verfügung. Beide Erkrankungen sind durch eine steigende Inzidenz und einen hohen Therapiebedarf gekennzeichnet.
Lesen Sie mehr 
Malignes Melanom
 3|

Melanom: Vibostolimab plus Pembrolizumab ohne Zusatznutzen in der adjuvanten Therapie

Die Kombination aus Vibostolimab und Pembrolizumab galt als vielversprechender Therapieansatz in der adjuvanten Behandlung des malignen Melanoms. Doch die randomisierte Phase-III-Studie KEYVIBE-010 brachte eine ernüchternde Erkenntnis: Die Zugabe von Vibostolimab zu Pembrolizumab verbessert das rezidivfreie Überleben bei Patient:innen mit reseziertem Hochrisiko-Melanom der Stadien IIB bis IV nicht. Im Gegenteil zeigte die Kombinationstherapie sogar eine Tendenz zu mehr Rezidivereignissen bei gleichzeitig erhöhten Nebenwirkungen. Die Studie wurde vorzeitig beendet, Pembrolizumab als Monotherapie bleibt der Standard in der adjuvanten Therapie.
Lesen Sie mehr 
Dermatologische Tumoren
 3|
Real-World-Erfahrungen mit Cemiplimab bei Patient:innen mit fortgeschrittenem kutanem Plattenepithelkarzinom

Real-World-Erfahrungen mit Cemiplimab bei Patient:innen mit fortgeschrittenem kutanem Plattenepithelkarzinom

Das kutane Plattenepithelkarzinom (cSCC) ist die zweithäufigste Form nicht-melanozytärer Hauttumoren mit zunehmender Inzidenz vor allem bei älteren Patient:innen. Während lokalisierte Tumorformen durch chirurgische Exzision, Kryotherapie oder Radiotherapie erfolgreich behandelt werden können, entwickeln etwa 5% aller cSCC nicht-resezierbare, lokal fortgeschrittene (lacSCC) oder metastasierte Formen (mcSCC), die eine systemische Therapie erfordern. Historisch wurden fortgeschrittene cSCC mit platinbasierten Chemotherapien behandelt, die bei partiellen Ansprechraten von etwa 40% jedoch schlecht toleriert wurden, insbesondere bei älteren und fragilen Patient:innen. Das cSCC ist durch eine hohe Tumurmutationslast und Hochregulation von PD-1/PD-L1 charakterisiert, was die Rationale für eine Immuntherapie liefert. Cemiplimab, ein humaner monoklonaler IgG4-Anti-PD-1-Antikörper, hat die Behandlung verändert. Eine retrospektive Studie untersuchte nun die Wirksamkeit und Sicherheit von Cemiplimab bei älteren Patient:innen mit fortgeschrittenem cSCC unter Real-World-Bedingungen.
Lesen Sie mehr 
Merkelzellkarzinom
 4|
Neoadjuvante Kombinationstherapie zeigt vielversprechende Ergebnisse beim Merkelzellkarzinom

Neoadjuvante Kombinationstherapie zeigt vielversprechende Ergebnisse beim Merkelzellkarzinom

Das Merkelzellkarzinom ist ein seltener und aggressiver Hauttumor mit einem hohen Rezidivrisiko von etwa 40%. Während Checkpoint-Inhibitoren als Erstlinientherapie bei fortgeschrittenen Stadien etabliert sind, könnte die neoadjuvante Immuntherapie zunehmend an Bedeutung gewinnen. Eine aktuelle Phase-II-Studie untersuchte erstmals die Kombination aus dem Tyrosinkinase-Inhibitor Lenvatinib und dem PD-1-Antikörper Pembrolizumab als neoadjuvante Therapie bei resektablem Merkelzellkarzinom. Lenvatinib hemmt unter anderem Rezeptoren für den vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor (VEGF) und trägt damit zur Modulation der immunsuppressiven Tumormikroumgebung bei. Die Kombination beider Substanzen hat sich bereits beim fortgeschrittenen Endometrium- und Nierenzellkarzinom bewährt.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3|
Cemiplimab erhält EU-Zulassung zur adjuvanten Behandlung des kutanen Plattenepithelkarzinoms

Cemiplimab erhält EU-Zulassung zur adjuvanten Behandlung des kutanen Plattenepithelkarzinoms

Der PD-1-Inhibitor Cemiplimab hat eine Zulassungserweiterung durch die Europäische Kommission erhalten und ist nun als adjuvante Behandlung erwachsener Patient:innen mit kutanem Plattenepithelkarzinom (CSCC) und hohem Rezidivrisiko nach Operation und Bestrahlung verfügbar [1]. Damit wird die bisherige Indikation von Cemiplimab bei fortgeschrittenem CSCC in Deutschland auf Patient:innen in einem früheren Krankheitsstadium ausgeweitet.
Lesen Sie mehr