Journal Onkologie

Cholangiokarzinom

Gallengangskarzinom
Cholangiokarzinom: Auch hier kommt es aufs Testen an

Cholangiokarzinom: Auch hier kommt es aufs Testen an, weil immer mehr Therapien verfügbar sind

Das Gallengangskarzinom (CCA) ist ein seltener maligner Tumor der ableitenden Gallenwege. Die Zahl der Neudiagnosen beträgt etwa 6.000 Fälle pro Jahr in Deutschland. Aufgrund von parasitären Erkrankungen nimmt das CCA weltweit – z.B. in Südamerika, Korea und Thailand - zu. Ob Tumore intra- oder extrahepatisch liegen, spielt auch für die Molekularpathologie eine große Rolle. „Denn bei dieser Entität gibt es immer mehr biomarker- bzw. molekulargesteuerte Therapieoptionen“, stellte Dr. Friedrich Overkamp, Berlin, auf einer Pressekonferenz anlässlich des 22. Herbstkongresses der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft (AIO) fest.
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Gallengangskarzinom
Fortgeschrittene biliäre Karzinome: Real-World-Evidenz unterstreicht Bedeutung von Durvalumab + Gem-Cis in der Erstlinientherapie
Fortgeschrittene biliäre Karzinome

Real-World-Evidenz unterstreicht Bedeutung von Durvalumab + Gem-Cis in der Erstlinientherapie

Der Immuncheckpoint-Inhibitor Durvalumab hat einen Paradigmenwechsel in der Therapie fortgeschrittener biliärer Karzinome (BTC) bewirkt. In Kombination mit Gemcitabin und Cisplatin (Gem-Cis) hat Durvalumab einen langanhaltenden Vorteil des Gesamtüberlebens (OS) gegenüber Placebo + Gem-Cis gezeigt [1]. Diese Evidenz aus der Interventionsstudie TOPAZ-1 wird ergänzt durch Real-World-Studien, deren Ergebnisse die Verwendung von Gem-Cis + Durvalumab als Erstlinien-Standardtherapie stützten [2-6].
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Gastrointestinale Tumoren
Therapien der Zukunft in der Onkologie – Früher zielgerichtet und immuntherapeutisch behandeln
DGHO 2025

Therapien der Zukunft in der Onkologie – Früher zielgerichtet und immuntherapeutisch behandeln

Wie die Tumortherapie im Jahr 2030 beim mutierten Kolorektalkarzinom (mCRC), beim Pankreas- und bei biliären Karzinomen aussehen könnte, war das Thema eines Symposiums anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) 2025. Auf den Punkt gebracht: Zielgerichtete und Immuntherapien werden in frühere Therapielinien vorrücken. Außerdem wird es ohne künstliche Intelligenz (KI) nicht gehen.
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Gallengangskarzinom
Human liver with red glowing gallbladder on blue background. X-ray hologram. Gallbladder disease concept. 3d-rendering

Cholangiokarzinom: Aktuelle Entwicklungen in der chirurgischen und systemischen Therapie

Cholangiozelluläre Karzinome (CCAs) zählen zu den primären Lebertumoren und sind durch eine hohe Letalität und weltweit steigende Inzidenz gekennzeichnet. Die besondere anatomische Lage sowie das heterogene Erscheinungsbild bedingen diagnostische sowie therapeutische Herausforderungen. Die derzeit einzige kurative Therapieoption ist die radikale Resektion im Gesunden, wobei sich die Wahl des operativen Verfahrens nach Lage, Größe und Invasivität des Tumors richtet. In fortgeschrittenen Tumorstadien stellt die Systemtherapie die Behandlung der Wahl dar, die sich durch die Einführung von Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) sowie präzisionsonkologischer Therapieoptionen in den letzten Jahren gewandelt hat. Aufgrund der Heterogenität der CCAs ist das Erstellen individualisierter Therapiekonzepte in spezialisierten Zentren von besonderer Relevanz. Die therapeutischen Optionen sowie die aktuellen Entwicklungen in der Behandlung von CCAs werden nachfolgend diskutiert.
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Gallengangskarzinom
Gallengangskarzinom: Dreijahresdaten der TOPAZ-1-Studie zeigen weiterhin Vorteil für Durvalumab
Viszeralmedizin 2025

Gallengangskarzinom: Dreijahresdaten der TOPAZ-1-Studie zeigen weiterhin Vorteil für Durvalumab

Einen kleinen, aber stabilen und klinisch relevanten Vorteil für Patient:innen zeigt die TOPAZ-1-Studie auch nach 36 Monaten unter Durvalumab in Kombination mit Gemcitabin/Cisplatin (GemCis) im Vergleich zu Placebo/GemCis. Dies berichtete Prof. Dr. Sebastian Stintzing, Charité Berlin, bei einem Symposium auf der Viszeralmedizin 2025 in Leipzig.
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Gallengangskarzinom
Fortgeschrittene biliäre Karzinome: Stellenwert von Durvalumab + Gem-Cis
Fortgeschrittene biliäre Karzinome

Real-World-Evidenz untermauert Stellenwert von Durvalumab + Gem-Cis in der Erstlinientherapie

Die Kombinationstherapie aus Durvalumab, Gemcitabin und Cisplatin (Gem-Cis) ist Therapiestandard in der Erstlinienbehandlung bei fortgeschrittenen biliären Karzinomen (BTC) [1, 2]. Es ist zudem die einzige Immunonkologika-basierte Therapie, die in der Zulassungsstudie TOPAZ-1 sowohl das Gesamtüberleben (OS) als auch das progressionsfreie Überleben (PFS) signifikant verlängerte – ohne relevante negative Effekte auf die Verträglichkeit [3, 4]. Daten zu Durvalumab + Gem-Cis aus dem Versorgungsalltag untermauern die bestehende Evidenz [5-8]. Welchen Stellenwert Real-World-Evidenz (RWE) im Behandlungsalltag hat, erklärt PD Dr. Carolin Zimpel, korrespondierende Autorin einer deutschen RWE-Studie zum TOPAZ-1-Regime.
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Medizin
EU-Zulassung für Zanidatamab bei HER2-positivem biliärem Karzinom

EU-Zulassung für Zanidatamab bei HER2-positivem biliärem Karzinom

Die Europäische Kommission hat eine bedingte Zulassung für Zanidatamab erteilt. Zanidatamab ist ein auf den humanen epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor 2 (HER2) ausgerichteter bispezifischer Antikörper und wurde als Monotherapie zur Behandlung von Erwachsenen mit inoperablem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem HER2-positivem biliären Karzinom (BTC) zugelassen, die bereits mit mindestens einer vorherigen systemischen Therapie behandelt wurden.
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Medizin
Zanidatamab erhält positive CHMP-Empfehlung zur Behandlung des fortgeschrittenen HER2-positiven biliären Karzinom

Zanidatamab erhält positive CHMP-Empfehlung zur Behandlung des fortgeschrittenen HER2-positiven biliären Karzinoms

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine positive Stellungnahme zur bedingten Zulassung von Zanidatamab abgegeben. Der bispezifische Antikörper, der auf den HER2-Rezeptor abzielt, ist zur Monotherapie bei Erwachsenen mit inoperablem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem HER2-positivem biliären Karzinom (BTC) vorgesehen, die bereits mindestens eine systemische Therapie erhalten haben (1). Die Empfehlung erfolgte am 25. April 2025.
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Gallengangskarzinom
Abbildung Leber und Gallenblase

Management des lokal fortgeschrittenen und metastasierten kombinierten hepatozellulären Cholangiokarzinoms

Das kombinierte hepatozelluläre Cholangiokarzinom (cHCC-CC) ist eine seltene primäre maligne Leberneoplasie, die Eigenschaften eines hepatozellulären Karzinoms (HCC) und eines Cholangiokarzinoms (CC) aufweist. Aufgrund der Seltenheit der Erkrankung fehlen standardisierte Therapieempfehlungen. Bei resektablem Befund gilt die Leberresektion weiterhin als Therapie der ersten Wahl, wobei die meisten Patient:innen entweder rezidivieren oder sich bereits in einer fortgeschrittenen Erkrankungssituation befinden und somit für eine operative Therapie nicht infrage kommen. Obgleich die Mehrheit der Patient:innen in palliativer Intention therapiert wird, existieren weder Leitlinienempfehlungen noch prospektive Studien, die eine zuverlässige Bewertung der hier diskutierten Therapieoptionen erlauben. In diesem Übersichtsartikel gehen wir auf epidemiologische, klinische und diagnostische Aspekte ein und stellen mögliche lokal- und systemtherapeutische Ansätze vor.
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Entitätsübergreifend

Reha/Prävention/Nachsorge und Ärzt:innen unter Spannung

In der Dezember-Ausgabe von JOURNAL ONKOLOGIE geht es um aktuelle Optionen im Nebenwirkungsmanagement von Krebstherapien, um Möglichkeiten der Rehabilitation, Prävention und Nachorge. Außerdem wird darüber berichtet, mit welchen Herausforderungen Ärzt:innen und in der Medizin Beschäftigte heutzutage konfrontiert sind. Von enormem Leistungsdruck, Zeitmangel bis hin zu Beschimpfungen und Gewaltandrohungen erstreckt sich das Spektrum. Interessante Fortbildungen ergänzen das Heft und zudem können auch wieder CME-Punkte gesammelt werden.
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Gallengangskarzinom

Aktuelle Möglichkeiten in der Systemtherapie von Cholangiokarzinomen

Intra- und extrahepatische Gallengangskarzinome sowie Karzinome der Gallenblase werden als Cholangiokarzinome (CCA) bezeichnet. Der veraltete Begriff cholangiozelluläres Karzinom (CCC) sollte nicht weiterverwendet werden, da der ausschließliche cholangiozelluläre Ursprung nicht belegt ist. CCA sind nicht nur anatomisch, sondern auch auf molekularpathologischer Ebene sehr unterschiedlich und machen 1% aller bösartigen Tumordiagnosen in Deutschland aus, bei 5.130 Neuerkrankungen im Jahr 2020 (1). Bis 2017 lagen zur Systemtherapie nur 2 positive Phase-III-Studien mit Gemcitabin und Cisplatin in der Erstlinie vor (ABC-02 und BT-22). In den letzten Jahren wurden die Therapiestandards durch Hinzunahme immunonkologischer Antikörper (Durvalumab, Pembrolizumab) und zahlreichen inzwischen auch zugelassenen zielgerichteten Substanzen vor allem in der Zweitlinientherapie (Ivosidenib, Pemigatinib, Futibatinib) erweitert (2), die im Folgenden vorgestellt und bewertet werden.
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Gallengangskarzinom

TRITICC-3-IKF-CLEANDUCT: Unbehandeltes, extrahepatisches Gallengangskarzinom mit Indikation zum Stenting

Die TRITICC-3-CLEANDUCT-Studie ist eine Prüfarzt-initiierte (Prof. Dr. Christoph Roderburg, Universitätsklinikum Düsseldorf und Dr. Dirk Waldschmidt, Uniklinik Köln) offene, einarmige, multizentrische Phase-2a-Studie, welche die Wirksamkeit und Sicherheit einer systemischen Behandlung mit Chemotherapie + Durvalumab in Kombination mit wiederholter Radiofrequenzablation (RFA) untersucht.
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Medizin

Real-World-Daten zu Pemigatinib aus dem Behandlungsalltag

Bei vorbehandelten Patienten mit lokal fortgeschrittenem/ metastasiertem CCA mit FGFR2-Fusionen/ -Rearrangements empfehlen die aktuellen S31- und ESMO2-Leitlinien unter anderem den Einsatz des FGFR-Inhibitors Pemigatinib. Nun liefert zusätzlich zur Zulassungsstudie FIGHT-2023 eine Analyse zweier multizentrischer, retrospektiver Beobachtungsstudien aus Frankreich und Italien wertvolle Einblicke in die Behandlung im Real-World-Setting.4 Hier gehts zu den Studiendaten.
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Medizin

Cholangiokarzinom: FGFR-Inhibitor Futibatinib in Deutschland verfügbar

Der Fibroblasten-Wachstumsfaktorrezeptor-Inhibitor (FGFR) Futibatinib ist ab sofort in Deutschland verfügbar. Futibatinib wird angewendet als Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Cholangiokarzinom mit einer Fibroblasten-Wachstumsfaktor-Rezeptor-2 (FGFR2)-Fusion oder einem FGFR2-Rearrangement, das nach mindestens einer vorherigen systemischen Therapielinie fortgeschritten ist (1).
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Medizin

Fortgeschrittenes Gallengangskarzinom: Durvalumab plus Chemotherapie verdoppelt das OS nach drei Jahren

Aktuelle Ergebnisse der Phase-III-Studie TOPAZ-1 zeigen, dass Durvalumab in Kombination mit einer Standard-Chemotherapie bei Patient:innen mit fortgeschrittenem Gallengangskrebs (BTC) einen klinisch bedeutsamen Vorteil für das langfristige Gesamtüberleben (OS) nach drei Jahren aufweist. Diese Ergebnisse, die die längsten Überlebensdaten zeigen, die jemals für eine globale, randomisierte Phase-III-Studie in diesem Bereich berichtet wurden, werden am 18. April 2024 im Rahmen des Kongresses der Cholangiocarcinoma Foundation in Salt Lake City, Utah, vorgestellt.
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