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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

03. August 2016 rrMM: Daratumumab verdoppelt komplette Remissionen

Daratumumab hat in der Phase-III-Studie POLLUX bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplen Myelom (rrMM) einen bemerkenswerten Vorteil zeigen können. Das Risiko von Progression/Tod war um 63% geringer, wenn Daratumumab zusammen mit Lenalidomid und low dose Dexamethason (DRd) gegeben wurde im Vergleich zu Rd, und die Rate an kompletten Remissionen war mehr als doppelt so hoch (1).
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„Daratumumab wirkt zweifach: Der humane monoklonale Antikörper ist gegen CD38 auf den Myelomzellen gerichtet und aktiviert gleichzeitig das Immunsystem“, erklärte Prof. Meletios A. Dimopoulos, Athen. In der geplanten Interimsanalyse der POLLUX-Studie wurde in der Daratumumab-Gruppe (DRd) eine 63%ige Reduktion des Risikos einer Krankheitsprogression oder Tod im Vergleich zur Kontrollgruppe festgestellt, was zum frühzeitigen Stopp der Studie geführt hatte. Die Gesamtansprechrate lag mit Daratumumab bei 93% (vs. 76%; p<0,0001), das sehr gute partielle Ansprechen (VGPR) bei 76% (vs. 44%; p<0,0001). In der Daratumumab-Gruppe hatten 43% der Patienten ein komplettes Ansprechen (CR) oder besser versus 19% in der Vergleichsgruppe. „Dies sind die höchsten Ansprechraten, die bisher beim rrMM erzielt wurden“, so Dimopoulos. Das mediane progressionsfreie Überleben war zum Zeitpunkt der Auswertung in der Daratumumab-Gruppe noch nicht erreicht worden, in der Rd-Gruppe betrug es 18,4 Monate.

Das Sicherheitsprofil von Daratumumab war konsistent, es waren keine noch nicht bekannten Nebenwirkungen aufgetreten und insgesamt waren unerwünschte Ereignisse gut kontrollierbar.

Literatur:

(1) Dimopoulos MA et al. EHA 2016, Abstr. LB2238.


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