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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
25. Januar 2021

panNET und Midgut-NET: Verbesserte PFS und DCR mit höherer Lanreotid Autogel-Dosis

In der Phase-II-Studie CLARINET FORTE wurde untersucht, ob die Standard-Dosis von Lanreotid Autogel (LAN) von 120 mg alle 28 Tage auf bis zu alle 14 Tage (q14d) bei Patienten mit progredientem pankreatischen NET (panNET) oder Midgut-NET erhöht werden kann. Es zeigte sich, dass LAN 120 mg q14d bei Patienten mit panNET oder Midgut-NET zu einem vielversprechenden progressionsfreien Überleben (PFS) und einer guten Krankheitskontrollrate (DCR) führte. In der Pan-NET-Kohorte war das Ergebnis besser für Patienten mit Ki67 ≤ 10%. Die Sicherheit entsprach dem von LAN bekannten Profil (1).
Die prospektive, einarmige, offene, exploratorische, internationale Phase-II-Studie schloss Patienten mit metas­tasiertem oder lokal fortgeschrittenem, inoperablem G1/2-PanNET oder Midgut-NET mit zentral beurteilter Progression innerhalb der letzten 2 Jahre unter einem Standard-LAN-Schema über ≥ 24 Wochen ein. LAN 120 mg q14d wurde über 48 (panNET) oder 96 Wochen (Midgut) verabreicht (oder bis zur zentral bewerteten progressiven Erkrankung, inakzeptabler Toxizität/Verträglichkeit oder bis zum Tod), oder länger, wenn < 25 Ereignisse aufgetreten waren.

In der panNET-Kohorte (n=48) lag das PFS (primärer Endpunkt) im Median bei 5,6 Monaten und in der Midgut-NET-Kohorte (n=51) bei 8,3 Monaten.

Die Post-hoc-Subgruppenanalyse der panNET-Kohorte ergab ein medianes PFS von 8,0 Monaten bei Patienten mit Ki67 ≤ 10% (n=43) und 2,8 Monaten bei Patienten mit Ki67 > 10% (n=5).

Die DCR (Anteil der Patienten mit vollständigem Ansprechen, partiellem Ansprechen oder stabiler Erkrankung) betrug in Woche 24 in der panNET-Kohorte 43,2% und 58,8% in der Midgut-NET-Kohorte. In Woche 48 lag sie bei 22,9% bzw. 33,3%.

Behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse (TRAEs) traten bei 37,5% bzw. 51,0% der Patienten in den beiden Kohorten auf; nur eine TRAE war von Grad ≥ 3 (panNET: Müdigkeit (n=1), Grad 3). Die häufigsten (≥ 10%) Klassen von TRAEs waren gastrointestinale Störungen (panNET 25,0%; Midgut-NET 37,3%).

(übers. v. ab)

Quelle: ESMO 2020

Literatur:

(1) Pavel ME et al. ESMO 2020, Abstract 1162MO.


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