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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
15. November 2019

Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Urologie zur Versorgungsforschung, aktuelle Studien und Stand der Dokumentation

C. Doehn, M. Johannsen, R. Eichenauer, J. Klier, R. Schönfelder, F. König, d-uo-Vorstand, Geschäftsstelle Berlin, Claire-Waldoff-Str. 3; 10117 Berlin, J. Schröder, d-uo-Servicegesellschaft (Berlin), E. Hempel, SMG Forschungsgesellschaft mbH (Berlin).
Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) hat den d-uo als Kooperationspartner für die Durchführung der uro-onkologischen Versorgungsforschung in Deutschland gewählt. Im Rahmen des 71. Jahreskongresses der DGU 2019 in Hamburg wurde von beiden Seiten zu diesem Zweck ein exklusiver Kooperationsvertrag unterzeichnet. Im Bereich der Versorgungsforschung sieht die deutsche urologische Fachgesellschaft mit d-uo das Potenzial für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zum Nutzen der jeweiligen Mitglieder. Die bereits vorhandene Plattform, wissenschaftlicher Anspruch und Konzeption, Transparenz und Datenhoheit auf Seiten der Urologen waren für die DGU die entscheidenden Argumente für die Wahl des d-uo unter mehreren Mitbewerbern.
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Kooperation mit der DGU

Der Vorsitzende des d-uo, Prof. Dr. Christian Doehn, und der Generalsekretär der DGU, Prof. Dr. Maurice Stephan Michel, sowie weitere Vorstandsmitglieder beider Vereine legten am Rande des DGU-Kongresses in Hamburg den Grundstein für die zukünftige Kooperation in der uro-onkologischen Versorgungsforschung in Deutschland. Diese soll zunächst durch eine Rahmenvereinbarung gewährleistet werden. Zweck dieser Vereinbarung ist vorrangig die gemeinsame Nutzung des d-uo-Dokumentationssystems für die Dokumentation von medizinischen Verlaufsdaten im uro-onkologischen Bereich. Durch die Kooperation soll ein repräsentativer, sektorübergreifender längsschnittlicher Registerdatenbestand zur Beantwortung von Fragestellungen der Versorgungsforschung in der Uro-Onkologie aufgebaut werden und die Durchführung von Studien ohne Industriebeteiligung ermöglicht werden. Eine gemeinsame Veröffentlichung der Studienergebnisse wird angestrebt.

Es ist beabsichtigt, zusammen mit der DGU neue Studien zu initiieren, die über die Infrastruktur des d-uo umgesetzt werden können.

Weiterer Zweck dieser Vereinbarung ist die Bekanntmachung der durch den d-uo initiierten Studien bei den Mitgliedern der DGU. Diese werden über die geeigneten Informationsmedien und das Verbandsorgan der DGU über die laufenden und künftigen Studien informiert.


Umbenennung des Vereins

Auf der Mitgliederversammlung im Rahmen des Urologischen Nordkongresses in Hamburg im Juni 2019 wurde die Umbenennung des Vereins von IQUO in d-uo einstimmig beschlossen. Dieser Schritt symbolisiert den endgültigen Abschluss mit der Vergangenheit, die für den Verein und die Mitglieder mit vielen Nachteilen verbunden war.
 
Tab. 1: Dokumentationsstand (9/2018 vs. 9/2019).
Tab. 1: Dokumentationsstand (9/2018 vs. 9/2019).


Neue d-uo-Studien

Mehrere neue Studienprojekte sind derzeit aktiv:

Mitomycin-Versorgungsstudie beim Harnblasenkarzinom (THUROC-Studie):
• Nicht-interventionelle, prospektive Versorgungsforschungsstudie zur intravesikalen Instillation von Mitomycin C
• 500 Patienten mit nicht-muskelinvasivem Urothelkarzinom der Harnblase; Untersuchung der Frage, ob Frequenz, Intensität und Dauer der Mitomycin-Verabreichung eine Auswirkung auf die Rezidivhäufigkeit haben

Radium-223-Versorgungsstudie:
• Retrospektive Datenerhebung für Patienten mit erfolgter Radium-223 (Xofigo®)-Therapie vor dem 19.03.2018 (Zeitpunkt der Zulassungseinschränkung durch die EMA)
• Auswertung von ca. 150 Patienten hinsichtlich Therapielinie, Ansprechen und Verträglichkeit

Lebensqualität von Patienten mit der Diagnose Prostatakarzinom:
• Die Befragung soll den Einfluss des Stagings auf Therapie und Lebensqualität analysieren.
• Dabei sollen Erkenntnisse zur physischen und psychischen Belastung gewonnen werden.

Über weitere, noch in Planung befindliche Studienprojekte informieren wir in Kürze.


Stand der d-uo-Dokumentation nach Jahr

Im Rahmen der seit 2018 aktiven, Ethikvotum-gestützten Studie „Verbesserung der Versorgungsqualität durch standardisierte Dokumentation – eine nicht-interventionelle, prospektive Registerstudie von d-uo“ wurden aktuell mehr als 3.000 Patienten dokumentiert (Tab. 1). Im Herbst 2020 kann voraussichtlich mit einem Datenbestand von ca. 10.000 Patienten gerechnet werden. Der vorgesehene Untersuchungszeitraum beträgt zunächst 5 Jahre.


Bundesweite d-uo-Fortbildungsserie

Die für 2019 mit der Firma diaplan noch geplante d-uo-Fortbildungs-Veranstaltung ist folgende:
• 23. November 2019, Dresden


Deutsche Uro-Onkologen
Interessenverband zur Qualitätssicherung in der Uro-Onkologie in  Deutschland e.V.
Geschäftsstelle c/o SMG Forschungsgesellschaft mbH
Claire-Waldoff-Str. 3, 10117 Berlin
Tel.: 030/284450-05
Fax: 030/284450-09
E-Mail: info@smgf.de
Internet: www.d-uo.de

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