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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

15. Dezember 2020 Frauen in der Onkologie

Monika Engelhardt
Monika Engelhardt
JOURNAL ONKOLOGIE widmet sich erstmals dem Thema „Frauen in der Onkologie“. Auch die (weiblichen) Redaktionsmitglieder überlegen regelmäßig, ob wirklich stets die weibliche Form angeführt werden sollte, um klarzustellen, dass immer auch die Frauen „mitgemeint“ sind. Schreiben Sie Ihre Meinung/Ihre Vorschläge gerne an redaktion@rsmedia-verlag.de. Die Redaktion ist dankbar für einen gangbaren Weg, Frauen mit zu adressieren und doch die Lesefreundlichkeit von Texten beizubehalten.

In sehr persönlichen Beiträgen wird sich den Fragestellungen genähert, wie Medizinerinnen in Führungspositionen gelangen, wie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gelingt und welche Probleme in erster Linie den weiblichen Teil der Medizinerschaft betreffen. All dies wird in Foren, bei Tagungen (z.B. DKK, DGHO, EHA, ASH und/oder ASCO) und Zeitungen intensiv diskutiert. Für mich steht fest, dass es einer besonderen Frauenförderung bedarf, um Frauen auf dem Karriereweg erfolgreich zu begleiten und zu motivieren, dauerhaft im Beruf zu arbeiten. Frauen trauen sich manchmal weniger zu (Stichwort „Impostor-Syndrom“) und publizieren i.d.R. weniger, sodass sie auch weniger Förderungen erhalten. Daher sollte es meiner Ansicht nach eine Frauenquote geben, die von vielen Frauen nicht nur für die Medizin, sondern auch für die Wirtschaft (und viele andere Bereiche mehr) seit langem gefordert wird und als Quotenregelung für Unternehmensvorstände in Deutschland beschlossen wurde.

Exemplarisch für viele Ärztinnnen geben Dr. Sylvia Gütz und Prof. Dr. Marie von Lilienfeld-Toal einen persönlichen Einblick in ihren Lebenslauf. Dr. Gütz schildert ihren Werdegang bis zur Chefärztin. Sie konstatiert: „Obwohl es in der Humanmedizin mehr weibliche Studierende gibt als männliche, kommen in den Chefetagen relativ wenige Frauen an.“ Prof. von Lilienfeld-Toal möchte mit ihrem Motto „Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es!“ Frauen darin bestärken, sich mehr zu trauen. Doreen Sallmann, ebenfalls Chefärztin, hat viel von Coaching und der Lektüre von Führungsratgebern profitiert. So sei die Bewerbung als Oberärztin noch eine große Herausforderung für sie gewesen, die auf eine Chefarzt-Stelle nach dem Coaching dann nicht mehr. „Wenn man einmal den Weg durch die gläserne Decke geschafft hat, gelingt es auch wieder.“ Auf dem DKK 2020 sprachen alle hier erscheinenden Interviewpartnerinnen zum Thema „Frauenförderung“ und es wurden viele Fragen gestellt, die ich in meinem Interview versucht habe zu beantworten. Sich dieses Themas anzunehmen, ist wichtig und ich wünsche der Ausgabe 12 von JOURNAL ONKOLOGIE viele Leser/innen.

Lesen Sie außerdem in dieser Ausgabe Fortbildungen zum nicht-muskelinvasiven Blasenkarzinom von Prof. Wolfgang Otto und zu Lieferengpässen bei Arzneimitteln von Dr. rer. nat. Eva Gottfried, ein Interview mit Dr. Moritz Peill-Meininghaus zur aktuellen Palliativversorgung, einen Artikel von Dr. Heike Schmidt zur Lebensqualität von älteren Krebspatient*innen und sammeln Sie 2 CME-Punkte zum Thema Sarkome mit Prof. Silke Härteis und Dr. Jurij Kiefer.

Ein historisches Jahr neigt sich dem Ende zu. Hoffen wir darauf, uns in 2021 von der Pandemie befreien zu können, auf rasche, sichere und effektive SARS-CoV-2-Impfungen und ein Ende der Lock-down-Perioden. Machen Sie sich ein schönes Weihnachtsfest, rutschen Sie gesund rüber und – wie Ingo Zamperoni immer zur Nachrichtenzeit wünscht – bleiben Sie zuversichtlich.

Ihre Monika Engelhardt

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