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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

14. November 2020 DGHO: Highlights der Jahrestagung 2020

Unter dem Motto „Mehr Wissenschaft, mehr Hoffnung“ fand die gemeinsame Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie erstmals virtuell statt. Bei der Präsentation der diesjährigen Highlights wurde trotz und gerade wegen der COVID-19-Pandemie die Notwendigkeit interdisziplinärer Zusammenarbeit betont und die Herausforderungen von SARS-CoV-2 im Kontext einer Tumorerkrankung beleuchtet.
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Mit Blick auf die Entscheidung im Frühsommer, von einer Präsenzveranstaltung zu einem virtuellen Format zu wechseln, betonte Prof. Dr. Markus G. Manz, Kongresspräsident, Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Hämatologie (SGH/SSH) und Direktor der Klinik für Medizinische Onkologie und Hämatologie am Universitätsspital Zürich, Schweiz, dass ein vollständiger Verzicht auf den Kongress zu keinem Zeitpunkt zur Disposition stand: „Die Hämatologie und Onkologie sind zwei der innovativsten Fachgebiete in der Medizin, und der interdisziplinäre und interprofessionelle Diskurs ist essenziell für unsere lebendigen und leistungsstarken Fachgesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dabei ist die gemeinsame Jahrestagung ein Höhepunkt des ärztlichen und wissenschaftlichen Kalenders von den in der Hämatologie und Onkologie Tätigen.“

Herausforderungen, Chancen und Highlights des Programms

In Folge des Formatwechsels musste das bereits geplante Programm komplett neugestaltet und verdichtet werden. Durch die Kombination von Livestreams und voraufgezeichneten, permanent abrufbaren Vorträgen konnte eine für alle Teilnehmenden attraktive Hybridveranstaltung konzipiert werden. „Natürlich wissen wir, dass der „analoge“ Austausch unter Kolleginnen und Kollegen eine ganz eigene und spezielle Qualität und auch interpersonelle Dynamik hat. Was wir in den vergangenen Monaten aber auch gelernt haben, ist, dass sich elektronischer und virtueller Informationsaustausch durch die enormen Fortschritte im Bereich der Kommunikationsmedien sehr gut und für die Beteiligten befriedigend realisieren lässt“, betonte Manz.

Highlights der virtuellen Jahrestagung sind neben den „Essentials SARS-CoV-2/COVID-19“-Sitzungen u.a. die Plenarsitzungen zu den Themen „Evolution and hallmarks of cancer“. In einer Keynote referierte Prof. Dr. George Coukos, Lausanne, Schweiz, zum Thema „T-cell-therapy against solid tumors“. Wie bereits in den vergangenen Jahren erfolgreich umgesetzt, fand auch im Rahmen der diesjährigen virtuellen Jahrestagung ein Pflegekongress statt. Themen waren u.a. CAR-T-Zell-Therapie, COVID-19 und Krebs, Palliative Care, Hautreaktionen unter Tumortherapie, Zertifizierung oder Symptom-Management. „Ich bin stolz“, so Manz, „dass wir unter den für alle belastenden Umständen ein hochattraktives Programm und eine Plattform konzipiert haben, die zwar hauptsächlich virtuellen, aber dafür nicht weniger intensiven Austausch ermöglicht.“

COVID-19 und Krebs

„Als die Pandemie begann, stand die Onkologie vor den Herausforderungen, die Patienten vor Ansteckung zu schützen, onkologische Therapien trotz der Pandemiebedingungen durchzuführen und die Behandlungen trotz SARS-CoV-2-Infektionen weiterzuführen“, sagte Prof. Dr. Lorenz Trümper, Göttingen. Dabei galt es zunächst herauszufinden, welche (Krebs-) Patienten besonders gefährdet sind. Erste Studien ergaben, dass folgende Patientenpopulationen ein erhöhtes Mortalitätsrisiko aufweisen: Patienten mit
⋅ einem geschwächten Immunsystem
⋅ malignen Lymphomen mit aktiver Erkrankung
⋅ einer niedrigen Leukozytenzahl
⋅ niedrigen Immunglobulinwerten
⋅ einer langandauernden Immunsuppression.


Lesen Sie den vollständigen Beitrag hier.

(sm)

Quelle: Kongress-Pressekonferenz „Highlights der virtuellen Jahrestagung 2020 und Best Abstracts“, 10.10.2020; Veranstalter: DGHO


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