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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

23. Juli 2019 EHA 2019 – Teil I

Teil I der Berichterstattung zum 24. Meeting der European Hematology Association (EHA), das vom 13. bis 16. Juni 2019 in Amsterdam, Niederlande, stattfand. Aus allen Bereichen von klinischer Hämatologie über lymphatische und myeloische Malignome wurden die neuesten Studienergebnisse vorgestellt. Mehr finden Sie unter www.med4u.org/15292 sowie unter www.med4u.org/15293.
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Fachinformation
CAR-T-Zell-Therapie auch in der Routine-Versorgung effektiv durchführbar

Zukünftig könnten auch Patienten, die nicht die strengen Einschlusskriterien der Studie ZUMA-1 erfüllen, von einer CAR-T-Zell-Therapie profitieren. Die SCHOLAR-1-Studie hat den hohen Bedarf an neuen Therapieoptionen für Patienten mit rezidiviertem/refraktärem diffus großzelligen B-Zell-Lymphom (r/r DLBCL) verdeutlicht: In der retrospektiven Analyse betrug das mediane Gesamtüberleben (mOS) dieser Patienten (n=636) 6,3 Monate, die 2-Jahres-Überlebensrate lag bei 20%. In weniger als 5 Jahren, nachdem der erste Patient Anti-CD19-CAR-T-Zellen bekommen hat, hat sich die CAR-T-Zell-Therapie als realisierbare Option entwickelt. Auch ältere Patienten könnten von CAR-T-Zellen profitieren: In der MDACC retrospektiven Kohorten-Analyse waren die Ansprechraten (ORR und CR) von Patienten ≥ 65 Jahre vergleichbar zu denen jüngerer Patienten.

Quelle: Satellitensymposium „Beyond clinical trails in B-cell malignancies: What real-world experience tells us“, EHA, 13.06.2019, Amsterdam, Niederlande; Veranstalter: Gilead
 
 
Transiente myeloproliferative Störung: Spezifische RUNX1-Isoform identifiziert

Bei 5-30% der Kinder mit Down-Syndrom kommt es zu einer transienten myeloproliferativen Störung (TMD), die durch Akkumulation unreifer Megakaryoblasten charakterisiert ist. Voraussetzung dafür ist die Trias aus fetalem Ursprung, Gata1s-Mutation und Vorliegen einer Trisomie 21. Aus der TMD kann sich eine myeloische Leukämie (ML-DS) entwickeln. Die molekularen Mechanismen sind allerdings bisher nicht vollständig verstanden. In dieser auf dem Presidential Symposium des EHA präsentierten Studie wurde der Versuch unternommen, die onkogenen Faktoren zu identifizieren. Das CRISPR-Cas9 loss-of-function screening der kodierenden Gene auf Chromosom 21 zeigte eine starke und spezifische Abhängigkeit von RUNX1, die durch die Depletion der ML-DS Zelllinie CMK angezeigt wurde, während der Effekt auf nicht-DS-Leukämiezellen geringer ausfiel. Die Ergebnisse stehen für eine mögliche künftige Entwicklung echter spezifischer und Target-Therapien.

Quelle: EHA 2019; Abstract S146
 
r/r MM: Aktualisierte Wirksamkeitsdaten zur Kombination Elotuzumab + Pomalidomid + Dexamethason

Im Rahmen des EHA wurden aktuelle Ergebnisse der internationalen randomisierten Phase-II-Studie ELOQUENT-3 bekanntgegeben. In dieser Studie wurde die Kombinationstherapie aus Elotuzumab (Empliciti®) mit Pomalidomid und Dexamethason (EPd) vs. Pomalidomid und Dexamethason (Pd) alleine bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplen Myelom (r/r MM) untersucht. Eine nicht vordefinierte Analyse ermittelte die deskriptive Beurteilung des Gesamtüberlebens. „Beim 18-monatigen Follow-up der ELOQUENT-3-Studie sind weiterhin wesentliche Verbesserungen durch EPd gegenüber Pd in den wichtigen Endpunkten zu beobachten – einschließlich eines positiven Trends im Gesamtüberleben“, so Meletios A. Dimopoulos, Athen, Griechenland. „Die Ergebnisse zeigen das Potenzial dieser Kombinationstherapie: Sie könnte die neue Standardtherapie für Patienten mit r/r MM werden, die auf vorangegangene Behandlungen einschließlich Lenalidomid und einem Proteasom-Inhibitor nicht ansprachen oder Rezidive entwickelt haben.“

Quelle: Bristol-Myers Squibb

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