Sonntag, 21. April 2019
Navigation öffnen
Anzeige:
Fachinformation

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

07. Dezember 2017 Studie SSG XXII zu resektablem GIST

Study of Special Interest

Die randomisierte Phase-III-Studie SSG XXII vergleicht 3 vs. 5 Jahre Adjuvans-Imatinib zur Behandlung von Patienten mit resektablem GIST mit hohem Rezidivrisiko. 3 Jahre Imatinib gelten als die Standarddauer der adjuvanten Therapie bei Patienten mit operativem Hochrisiko-GIST auf Grundlage der Ergebnisse der SSG XVIII/AIO-Studie. Dennoch haben viele Patienten nach Abschluss von 3 Jahren Adjuvans-Imatinib immer noch ein hohes Risiko für ein Wiederauftreten des GIST und könnten von einer weiteren adjuvanten Imatinib-Therapie profitieren. Besonders Patienten mit einer hohen Zahl an Mitosen und nicht gastrischer GIST-Lokalisation weisen das größte Rezidivrisiko auf.
Anzeige:
Die SSG XXII-Studienhypothese: Weitere 2 Jahre Adjuvans-Therapie mit Imatinib können das rezidivfreie Überleben von Patienten verbessern, die trotz Abschluss von bereits erfolgten 3 Jahren Adjuvans-Therapie mit Imatinib ein hohes Risiko für ein GIST-Rezidiv aufweisen (Gastric GIST > 10 Mitosen/50 HPFs und Non-gastric mit > 5 Mitosen/50 HPFs oder Tumorruptur). Somit können im Rahmen der gegenwärtigen Studie Patienten, die nach der vollständigen chirurgischen Entfernung (R0) des Hochrisiko-GIST 3 Jahre lang mit Adjuvans-Imatinib behandelt wurden und bei denen trotz 3-jähriger (36 Monate +/- 1 Monat) adjuvanter Imatinib-Behandlung ein hohes Risiko für ein GIST-Rezidiv besteht, eingeschlossen werden.

Es handelt sich bei der SSG XXII-Studie um eine open label, 2-armige, prospektive, randomisierte, multizentrische Phase-III-Studie. Die Patienten werden in einer 1:1-Randomisierung entweder Arm A zu weiteren 24 Monaten Adjuvans-Imatinib oder Arm B zum Absetzen von Imatinib zugeteilt.

 
Institut für Klinisch-Onkologische Forschung (IKF)
Prof. Dr. Salah-Eddin Al-Batran
UCT – Universitäres Centrum für
Tumorerkrankungen Frankfurt
Krankenhaus Nordwest gGmbH
Steinbacher Hohl 2-26
60488 Frankfurt/Main

Tel.: 069/7601-4420
E-Mail: info.ikf@khnw.de
http://www.ikf-nordwest.de/home.html

Das könnte Sie auch interessieren

Krebstherapie gestern, heute, morgen: Entwicklungen in der Onkologie

Krebs gilt heute als Volkskrankheit: Bei Frauen stieg die Zahl der jährlich auftretenden Neuerkrankungen seit 1980 um 35 Prozent, bei Männern sogar um 80 Prozent an. Dass die krebsbedingte Sterberate dennoch im gleichen Zeitraum zurückging, ist u. a. Verdienst der modernen Forschung: In allen Bereichen der Krebsmedizin – von der Grundlagenforschung bis hin zur strukturierten Nachsorge der Patienten – haben sich enorme Erfolge eingestellt. Dies war jedoch ein weiter...

„du bist kostbar“

Aufgrund der zunehmend verbesserten Behandlungsmöglichkeiten in den vergangenen Jahren nimmt die Zahl der Menschen mit Krebs, die geheilt werden oder lange mit der Erkrankung leben können, stetig zu. „Dennoch erleben Menschen, die von Krebs betroffen sind, die Krankheit meist als tiefen Eingriff ins Leben. Mit den Ärzten bespricht man die medizinischen Behandlungsschritte, doch die Angst bleibt und es stellen sich häufig viele weitere Fragen. Wir beantworten diese...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Studie SSG XXII zu resektablem GIST"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.