Samstag, 24. August 2019
Navigation öffnen

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

23. Juli 2019 Studies of Special Interest

In dieser Ausgabe sind die Studies of Special Interest des IKF: INSIGHT-Studie – Stratum D & IS0-CC-007.
Anzeige:
Fachinformation
INSIGHT-Studie – Stratum D

Die INSIGHT-Studie ist eine monozentrische, open-label Phase-I-Studie, in der eine Immun(chemo)therapie mit IMP321, einem LAG-3-Agonisten (LAG-3Ig-Fusionsprotein), erfolgt. Es handelt sich hierbei um ein Mitglied einer neuen Klasse von Wirkstoffen, die Antigen-präsentierende Zellen aktivieren. Die Studie bietet 4 Strata, in welchen unterschiedliche Applikationswege zum Einsatz kommen. Aktuell erfolgte die Eröffnung des vierten Stratums D mit der Kombiantionstherapie aus IMP321 und dem Anti-PD-L1-Antikörper Avelumab. Patienten mit fortgeschrittenen (nicht kurativ behandelbaren) und/oder metastasierten soliden Tumoren, die ein Versagen auf Standardtherapie gezeigt haben, können eingeschlossen werden, sofern sie einen ECOG-Performance-Status von 0-1 aufweisen. Avelumab und IMP321 werden alle 2 Wochen verabreicht. Die Therapie erfolgt für max. 12 Zyklen oder 24 Wochen, je nachdem, was zuerst eintritt. Nach  Abschluss der kombinierten Behandlung können Patienten ohne Progressionsnachweis für weitere 12 Zyklen oder 24 Wochen eine Avelumab-Monotherapie erhalten (Erhaltungsphase).

Details zur Studie auf www.med4u.org/15258 (NCT03252938)



IS0-CC-007

In der multizentrischen, randomisierten Phase-IIb/III-Studie IS0-CC-007 erfolgt der randomisierte Vergleich der Wirksamkeit von Arfolitixorin gegenüber Leucovorin in Kombination mit 5-Fluorouracil (5-FU), Oxaliplatin und Bevacizumab nach modifiziertem FOLFOX-6 (AFROX-Bev vs. mFOLFOX-Bev) bei fortgeschrittenem kolorektalen Karzinom (CRC) in der Erstlinienbehandlung. Derzeit zugelassene Folate müssen metabolisch aktiviert werden. Die metabolische Aktivierung wird genetisch reguliert. Dabei besteht eine statistisch signifikante Korrelation zwischen dem Grad der Expression bestimmter Schlüsselgene und der Geschwindigkeit der Aktivierung. Eine erhöhte Genexpression korreliert hierbei positiv mit dem Therapieerfolg und Überleben von CRC-Patienten, die mit 5-FU und Folsäure behandelt werden. Es ist jedoch bekannt, dass ca. zwei Drittel der Patienten in die Kategorie der niedrigen Genexpression mit einer schlechteren Prognose fallen. Da Arfolitixorin keine metabolische Aktivierung benötigt, wird angenommen, dass die Verabreichung des Wirkstoffs zu einer hohen und konsistenteren intrazellulären Konzentration des aktiven Thymidylatsynthase-Co-Substrats [6R]-MTHF bei allen Patienten im Vergleich zur Leucovorin-Verabreichung führt. Eingeschlossen werden können CRC-Patienten in der Erstlinie. Es wird erwartet, dass auch bei Patienten mit niedriger folatrelevanter Genexpression ein ver-besserter Therapieerfolg erzielt werden kann.

Details zur Studie auf www.med4u.org/15259 (NCT03750786)

Das könnte Sie auch interessieren

Lungenkrebs: Experten fordern mehr Prävention

Lungenkrebs: Experten fordern mehr Prävention
© nerthuz / Fotolia.com

Ein Großteil der Lungenkrebserkrankungen wäre vermeidbar, insbesondere durch konsequente Tabak-Kontrollmaßnahmen. Der wichtigste Schlüssel auf dem Weg zur Präzisions-Medizin ist die molekulare Diagnostik, sie bildet die Basis für eine zunehmend individualisierte und damit wirksamere Therapie beim Lungenkrebs. Gezielte Screening-Programme bei Rauchern mit besonders hohem Lungenkrebs-Risiko könnten die Sterblichkeit deutlich senken. Multimodale...

Rudern gegen Krebs

Rudern gegen Krebs
© Universitätsklinikum Ulm

Die dritte Benefiz-Regatta Rudern gegen Krebs auf der Donau unter der Schirmherrschaft des Ulmer Oberbürgermeisters Gunter Czisch startet am Sonntag, 26. Juni 2016. Initiator und Veranstalter ist die Stiftung Leben mit Krebs in bewährter Kooperation mit der Sektion Sport- und Rehabilitationsmedizin am Universitätsklinikum Ulm und dem Ulmer Ruderclub Donau e. V.. Bereits am 21. April starten die Patientinnen und Patienten offiziell mit dem Vorbereitungstraining für die...

AugenBLICKE für seltene Erkrankung Morbus Gaucher

AugenBLICKE für seltene Erkrankung Morbus Gaucher

Am 1. Oktober 2016 ist Internationaler Morbus Gaucher-Tag. Für die Passanten in der Frankfurter Innenstadt und den angrenzenden Stadtteilen wird dies kein gewöhnlicher Einkaufssamstag werden. Denn an diesem Tag wollen Sanofi Genzyme und die Patientenorganisation Gaucher Gesellschaft Deutschland e. V. (GGD) das Augenmerk der Öffentlichkeit auf die seltene Stoffwechselerkrankung Morbus Gaucher [sprich: go-schee] lenken – und zwar mit der Aktion „AugenBLICK für...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Studies of Special Interest"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2019
  • Subgruppenanalyse der ELIANA- und ENSIGN: Tisagenlecleucel auch bei jungen Patienten mit r/rALL und zytogenetischen Hochrisiko-Anomalien sicher und effektiv
  • Polycythaemia vera: Molekulares Ansprechen korreliert mit vermindertem Thrombose-Risiko und einer Reduktion von Thrombose- und PFS-Ereignissen
  • AML-Therapie 2019: Neue Substanzen im klinischen Einsatz, aber nach wie vor hoher Bedarf an neuen Therapieoptionen
  • Eisenüberladung bei Patienten mit Niedrigrisiko-MDS auch in Pankreas und Knochenmark nachweisbar
  • CML: Switch auf Zweitgenerations-TKIs nach unzureichendem Ansprechen auf Imatinib in der Erstlinie führt zu tieferen molekularen Remissionen
  • FLT3-mutierte AML: Midostaurin wirksam bei allen ELN-Risikoklassen und bei unterschiedlichen Gensignaturen
  • Real-world-Daten: Transfusionsabhängigkeit und Ringsideroblasten bei Niedrigrisiko-MDS assoziiert mit toxischen Eisenspezies und verkürztem Überleben
  • Erstlinientherapie der CML: Nilotinib führt auch im klinischen Alltag zu tieferen molekularen Remissionen als Imatinib
  • Weltweite Umfrage bei Ärzten und Patienten zur ITP-Therapie unterstreicht Zufriedenheit mit Thrombopoetinrezeptor-Agonisten
  • Therapiefreie Remission nach zeitlich begrenzter Zweitlinientherapie mit Eltrombopag bei Patienten mit primärer ITP erscheint möglich