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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

14. Februar 2018 Radiochirurgie, Immuntherapie und Molekularpathologie – ist die Zukunft schon da?

Peter Thuss-Patience
Die herkömmlichen systemischen Chemotherapien scheinen an eine Grenze gelangt zu sein, wo auch weitere Kombinationen die Wirksamkeit nicht maßgeblich verbessern können. Ebenso scheinen die bisherigen pathologischen Verfahren für die Therapie-Steuerung von Tumorerkrankungen mit modernen Medikamenten nur begrenzt wegweisend zu sein. Im ersten Block dieser Ausgabe wird daher auf moderne Behandlungskonzepte von Tumoren des Ösophagus und Magens eingegangen: In einer Übersichtsarbeit wird die molekulare Charakterisierung des Ösophaguskarzinoms sowie deren Bedeutung für die Prognose und moderne Therapie dargestellt. Die Strahlentherapie bleibt in der multimodalen Therapie des Ösophaguskarzinoms ein ebenfalls nicht wegzudenkender Baustein. Die Entwicklungen der letzten Jahre haben die Strahlentherapie so sehr verändert, dass man guten Gewissens von „Radiochirurgie“ spricht. Auch der Nicht-Radioonkologe muss die modernen Möglichkeiten verstehen, um sie individuell einsetzen zu können. In einer hervorragenden Übersichtsarbeit werden sie dargestellt. Beide Artikel dieses Blocks sind zudem zu einer CME-Fortbildungseinheit zusammengefasst.
 
Eine konventionelle Chemotherapie führt i.d.R. nicht zu einem Überleben über 2 Jahre. Die Checkpoint-Inhibitoren, kurz CIs, haben bei einigen Entitäten die Onkologie revolutioniert: Bei malignem Melanom, Bronchialkarzinom, Blasenkarzinom, Kopf-Hals-Tumoren und Nierenzellkarzinom konnten deutliche Verbesserungen in der Wirksamkeit erreicht werden. Auch beim Ösophagus- und Magenkarzinom konnte vielversprechendes Ansprechen gezeigt werden. Dies führte bereits zur Zulassung von Pembrolizumab für das Magenkarzinom in den USA und für Nivolumab in Japan. Wie belastbar sind diese Daten für europäische Patienten mit Ösophagus- oder Magenkarzinom? Ist mit einer Zulassung auch in Europa zu rechnen? Welche Patienten-Gruppen scheinen besonders zu profitieren? Zwei umfassende Übersichtsartikel beleuchten diese Aspekte.
 
Der zweite Themenschwerpunkt beschäftigt sich intensiv mit neuen Entwicklungen in der Pathologie: Aktuelle Aspekte der Molekularpathologie des Pankreaskarzinoms werden dargelegt. Auf Basis von Hochdurchsatzanalysen kann man heutzutage die Tumorentstehung sowie die zeitliche Karzinom-Entwicklung dieser Erkrankung skizzieren. Als ein Beispiel für einen Brückenschlag aus moderner Tumorcharakterisierung hin zur therapeutischen Anwendung wird das DETECT-Studienkonzept beim Mammakarzinom vorgestellt, das mittels Charakterisierung zirkulierender Tumorzellen eine individualisierte Therapie-Steuerung anstrebt. Praktische Fragen zur Durchführung einer Liquid Biopsy werden in einem Interview geklärt. Abgerundet wird die Ausgabe durch eine CME-Videofortbildung zum HCC und Lebermetastasen.
 
Sicherlich habe ich nun Ihr Interesse an dieser spannenden Ausgabe des JOURNAL ONKOLOGIE geweckt, sodass Sie auf der Stelle weiterlesen möchten.
 
Ihr Peter Thuss-Patience

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