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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

04. November 2016 Nierenzellkarzinom: Interaktive App erleichtert Behandlungsalltag

Auf dem diesjährigem Kongress der DGU wurde die evidenzbasierte App „Nierenzellkarzinom Transparent“ vorgestellt. Welchen Beitrag diese App zur Diagnose und Therapieentscheidung im Behandlungsalltag leisten kann, wurde im Rahmen eines Satellitensymposiums anhand von Fallbeispielen innerhalb eines Expertengremiums veranschaulicht und diskutiert.
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Die Behandlungsoptionen für Patienten mit Nierenzellkarzinom (RCC) haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Der Einsatz von Online-Tools kann Ärzte darin unterstützen, mit diesem rasanten Wissenszuwachs Schritt zu halten sowie bei der Lösung komplexer Fragestellungen im Alltag. „Nun ist es erstmals gelungen, ein gesamtes Krankheitsbild in einer App abzubilden“, berichtete Dr. Friedrich Overkamp, Hamburg. Die App ist produktneutral und umfasst das gesamte Spektrum der heutigen Diagnostik des RCC. Anhand von Fallbeispielen wurde im Rahmen einer Diskussion mit Prof. Dr. Axel Hegele, Marburg, Prof. Dr. Edwin Herrmann, Münster, und PD Dr. Stefan Zastrow, Dresden, demonstriert, dass „uns die App tatsächlich das liefert, was die Experten im Tumorboard vorschlagen“, sagte PD Dr. Peter Goebell, Erlangen.

Die App kann unabhängig vom Betriebssystem sowohl über Smartphones, Tablets als auch an jedem internetfähigen Computer benutzt werden, erklärte Dr. Gerson Lüdecke, Gießen, der maßgeblich an der Entwicklung der App beteiligt war. „Wir haben versucht, alles Fachwissen, das zum RCC aus der Urologie und Onkologie zur Verfügung steht, in diese App zu integrieren mit dem Ziel, dieses Tool für den klinisch-anwendenden Benutzer immer aktuell in der Entwicklung der Therapie zu gestalten“, erläuterte Lüdecke. Die aktuellen Fachinformationen werden von den Pharmaunternehmen auf einem Server abgelegt, von wo aus die Verlinkung auf diese externe Quelle stattfindet. Zudem sollen neu zugelassene Therapien zügig integriert werden. Jede einzelne Substanz ist entsprechend ihrer Häufigkeit der Nebenwirkungen aufgelistet und präventive Therapien und ein mögliches Nebenwirkungmanagement werden angezeigt, sagte Lüdecke.

Mit Hilfe der App wird es dem Arzt erleichtert, Patienten über ihre Situation zu informieren, die aktuellen Leitlinien zu prüfen und anhand der Risikogruppe die Nachsorge zu definieren. Dadurch erreiche man eine bestmögliche Compliance zwischen dem Patienten und dem behandelnden Team, erklärte Lüdecke. „Zudem sind wir durch diesen Algorithmus in der Lage, einen Teil dieser Patienten besser nachzusorgen als bisher“, so Goebell.

(ma)

Quelle: Satellitensymposium „Workshop Nierenzellkarzinom transparent: App-assistiertes Tumorboard 2.0“, DGU-Kongress, 28.09.2016, Leipzig; Veranstalter: Novartis


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