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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

08. September 2017 Multiples Myelom: Orale Triplett-Therapie mit Ixazomib für mehr Freiraum des Patienten

Der erste orale Proteasom-Inhibitor Ixazomib ist im Behandlungsalltag von Patienten mit einem Multiplen Myelom angekommen, wie auf einem Workshop in einer großen onkologischen Praxis in Aschaffenburg deutlich wurde. Seit Anfang 2017 steht zur Therapie von erwachsenen Patienten mit einem rezidivierten und/oder refraktären Multiplen Myelom und mindestens einer Vortherapie der orale Proteasom-Inhibitor Ixazomib in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason (Rd) zur Verfügung.
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Fachinformation
Das vollständig orale Triplett-Regime bedeutet für die Patienten weniger Praxisbesuche, mehr Freiraum für Beruf und Freizeit sowie weniger i.v.-Zugänge, betonte die onkologische Fachkraft Christiane Sauer. Dies könne die Lebensqualität der Patienten deutlich verbessern.


Signifikanter PFS-Vorteil unter Ixazomib

Dr. Silke Schirrmacher-Memmel, Aschaffenburg, präsentierte aktuelle Daten, die die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Ixazomib unterstreichen: Die multizentrische, randomisierte und placebokontrollierte Phase-3-Studie TOURMALINE-MM1 schloss 722 erwachsene Patienten mit rezidiviertem oder/und refraktären Multiplen Myelom ein (1, 2). Nach einer medianen Beobachtungszeit von 14,7 Monaten war das mediane progressionsfreie Überleben (mPFS) unter dem Proteasom-Inhibitor+Rd um rund sechs Monate länger als unter Placebo+Rd. Die Hazard Ratio zugunsten von Ixazomib+Rd betrug 0,74 (95%-KI: 0,59-0,94; p=0,01) (2). Schirrmacher-Memmel unterstrich auch die verkürzte mediane Dauer bis zum Ansprechen unter Ixazomib+Rd von 1,1 Monaten (vs. Placebo+Rd 1,9 Monate) (2). Das sei deutlich weniger als sie von einer oralen Therapie erwartet hätte, so ihr Kommentar.

Die signifikante Verlängerung des krankheitsfreien Überlebens unter Ixazomib+Rd im Vergleich zu Placebo+Rd wurde in den präspezifizierten Subgruppen beobachtet. Dazu gehörten u.a. Patienten mit ungünstigen Prognosefaktoren wie einer zytogenetischen Hochrisiko-Konstellation, einem höherem Alter oder 2 bzw. mehr Vortherapien (1). Die Therapie mit Ixazomib+Rd war im Vergleich zu Placebo+Rd mit nur wenigen zusätzlichen Nebenwirkungen verbunden (1, 2).

Monika Walter

Quelle: Praxis-Workshop: „Mit der Chance auf mehr Freiraum: Der orale Proteasom-Inhibitor Ixazomib im Behandlungsalltag beim Multiplen Myelom“, 09.08.2017, Aschaffenburg; Veranstalter: Takeda Pharma, Berlin

Literatur:


(1) Moreau P et al. N Engl J Med 2016;374:1621-34.
(2) Fachinformation NINLARO®, Stand November 2016.


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