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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

22. Juni 2016 Multiples Myelom: Daratumumab-basierte Therapie verlangsamt Progression

Ergebnisse einer zentralen randomisierten Phase-III-Studie (CASTOR-Studie) zeigten, dass die Zugabe von Daratumumab zu einem Standard-Regime mit Bortezomib und Dexamethason das Outcome für Patienten mit rezidivierendem oder refraktärem Multiplen Myelom deutlich verbesserten (1).
„Das neue Behandlungsregime scheint bei vielen Patienten das Tumorwachstum rapide zu verlangsamen. Diese Studie bestätigt die Effizienz von Daratumumab wie schon in früheren, kleineren klinischen Versuchen in diesem Rahmen gezeigt wurde“, sagte die ASCO-Präsidentin Julie M. Vose. In die Studie eingeschlossen wurden nahezu 500 Patienten mit rezidivierendem oder refraktärem Multiplen Myelom. Sie erhielten jeweils 8 Zyklen der jeweiligen Regime, gefolgt von einer Daratumumab-Erhaltungstherapie für Patienten der Daratumumab-Gruppe.

Die Kombination mit Daratumumab reduzierte das Risiko der Tumorprogression um 61% und verdoppelte die sehr gute partielle Ansprechrate von 29% auf 59% sowie die Rate für das komplette Ansprechen von 9% auf 19%. Daratumumab, der erste für das Multiple Myelom zugelassene monoklonale Antikörper, zielt auf das CD38-Protein auf der Oberfläche von Krebszellen.

„Wir haben schon lange Zeit vermutet, dass eine anti-CD38-Therapie der neue Standard für das Multiple Myelom wird, aber diese Resultate sind beispiellos bei dieser Krebserkrankung“, sagte der leitende Studienautor Antonio Palumbo, Turin, Italien. „Es ist klar, dass wir nun zu einer 3er-Kombination mit Daratumumab als Standardtherapie übergehen werden“.

„Daratumumab ist ein schnell wirkendes Medikament – in vielen Fällen schrumpft der Tumor in nur einem Monat. Das Ergebnis der Schrumpfung und des verlangsamten Tumorwachstums zeigt sich in einer Schmerzreduktion und verbesserten Lebensqualität der Patienten“, so Palumbo.

(red)

Literatur:

(1) Palumbo A et al. ASCO 2016; LBA4.


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