Sonntag, 21. April 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

03. August 2016 Mehrfach rezidiviertes Hodgkin-Lymphom: Hohes und lang andauerndes Ansprechen auf Nivolumab

Patienten mit klassischem Hodgkin-Lymphom (cHL) und einem Rezidiv nach Stammzelltransplantation und Brentuximab Vedotin erreichten mit Nivolumab in der Phase-II-Studie CheckMate 205 ein hohes und lang anhaltendes Ansprechen, berichtete Prof. Anas Younes vom Memorial Sloan Kettering Cancer Center, New York.
Anzeige:
Für die Therapie von cHL-Patienten mit Rezidiv nach einer Stammzelltransplantation und anschließender Therapie mit Brentuximab Vedotin wurde Nivolumab vor kurzem in den USA zugelassen. In der CheckMate 205-Studie konnte in dieser Gruppe von Patienten (n=80) eine Ansprechrate von 66,3% (nach IRRC=independent radiological review committee) bzw. 73% (investigator response) erzielt werden. Nach IRRC hatten 7 Patienten (9%) eine komplette Remission, 46 (58%) eine partielle Remission, bei 18 (23%) stabilisierte sich die Erkrankung, 6 Patienten (8%) waren progredient, 3 Patienten (4%) konnten nicht ausgewertet werden.

Die mediane Zeit bis zum Ansprechen betrug 2,1 Monate, die mediane Dauer des Ansprechens 7,8 Monate, wobei die Mehrzahl der Responder (62,3%) zum Zeitpunkt der Analyse ein noch anhaltendes Ansprechen zeigten. Patienten, die zuvor auf Brentuximab Vedotin nicht angesprochen hatten (n=43), erzielten mit Nivolumab eine Gesamtansprechrate von 72% (nach IRRC).

Therapieassoziierte Nebenwirkungen wurden bei 72 Patienten (90%) berichtet. Die häufigsten (≥ 15%) waren Fatigue, infusionsbezogene Reaktionen und Rash. Die häufigsten immunvermittelten Nebenwirkungen waren von niedrigem Schweregrad. Es waren in Zusammenhang mit der Therapie keine Todesfälle aufgetreten.

(as)

Literatur:

(1) Younes A et al. EHA 2016, Abstr. S793.


Das könnte Sie auch interessieren

Bewegungstherapie bei Krebs

Bewegungstherapie bei Krebs
© Fotolia / Kzenon

Körperliche Aktivität kann helfen, das Risiko an Krebs zu erkranken, zu minimieren. Ein regelmäßiges Bewegungstraining trägt aber auch dazu bei, die Begleiterscheinungen einer Krebserkrankung sowie der Therapie besser zu überstehen. Neue Studien zeigen, wie bedeutsam regelmäßige Bewegung für das körperliche und seelische Wohlbefinden, nicht nur von Krebspatienten, ist. Was passiert jedoch in unserem Körper, wenn wir Sport treiben, und warum...

1. Patiententag für Kehlkopfoperierte am Universitätsklinikum Leipzig

1. Patiententag für Kehlkopfoperierte am Universitätsklinikum Leipzig
© Stefan Straube / UKL

Zum 1. Patiententag für Kehlkopfoperierte lädt am 22. März die Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Leipzig ein. "Ein großer Patientenstamm kommt regelmäßig zu uns, denn beispielsweise findet jeden Mittwochnachmittag bei uns die Tumornachsorge statt. Wir haben auch schon Patientenveranstaltungen organisiert, wollen diese jetzt aber institutionalisieren", so Klinikdirektor Prof. Dr. Andreas...

Bis zu 40 Prozent mehr Leberkarzinome entdecken – dank Ultraschallverfahren mit kombinierten Bluttests

Bis zu 40 Prozent mehr Leberkarzinome entdecken – dank Ultraschallverfahren mit kombinierten Bluttests
© Sebastian Kaulitzki / fotolia.com

In Deutschland erkranken jährlich circa 9000 Menschen an Leberkrebs – und die Häufigkeit der Erkrankung nimmt deutlich zu. In den vergangenen 35 Jahren hat sich die Zahl der Neuerkrankungen verdoppelt. Ein gängiges Verfahren zur Diagnose dieser Erkrankung ist die Ultraschalluntersuchung: Mithilfe der modernen Sonografie lässt sich gutartiges Gewebe sehr exakt von bösartigem unterscheiden. Wenn die Ultraschalldiagnostik mit speziellen Bluttests kombiniert wird,...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Mehrfach rezidiviertes Hodgkin-Lymphom: Hohes und lang andauerndes Ansprechen auf Nivolumab"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.