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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

27. Oktober 2017 MM: Mit Carfilzomib erstmals Gesamtüberleben verlängert

Mit dem Proteasomhemmer Carfilzomib (Kyprolis®) konnte nun erstmals bei Patienten mit rezidiviertem multiplen Myelom eine Verlängerung des Gesamtüberlebens um mindestens 7 Monate in 2 Studien belegt werden.
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Fachinformation
Carfilzomib ist seit November 2015 in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason oder Dexamethason allein zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit multiplem Myelom zugelassen, die mindestens eine vorangegangene Therapie erhalten haben. Aktuell in Lancet Oncology publizierte Ergebnisse der Interimsanalyse der Head-to-head-Studie ENDEAVOR zeigen, dass die Zweitlinientherapie mit Carfilzomib im Vergleich zu Bortezomib den sekundären Endpunkt medianes Gesamtüberleben (mOS) um 7,6 Monate verlängert (Abb. 1). Auch beim primären Endpunkt progressionsfreies Überlebens (PFS) führte Carfilzomib aufgrund einer tieferen Remission gegenüber der Vergleichstherapie zu einem verlängerten PFS (18,7 Monate vs. 9,4 Monate; p<0,0001). Die Zeit bis zur nächsten Therapie war mit 26,3 Monaten in der Carfilzomib-Gruppe ebenfalls signifikant länger als mit 14,4 Monaten in der Bortezomib-Gruppe. Die Behandlung mit Carfilzomib ging mit einer erhöhten Rate an kardiovaskulären Nebenwirkungen einher wie Hypertonie, Herzinsuffizienz und Dyspnoe. Daher sollte die Dosierung einschleichend erfolgen und die Patienten sollten entsprechend aufgeklärt und sorgfältig beobachtet werden.
 
Abb. 1: ENDEAVOR-Studie: Das Sterberisiko war unter Carfilzomib signifikant um 21% geringer als unter Bortezomib (mod. nach (1)).
Abb. 1: ENDEAVOR-Studie.


Auch in der der Phase-III-Studie ASPIRE, in der die Kombination aus Carfilzomib, Lenalidomid und Dexamethason mit Lenalidomid und Dexamethason bei Patienten mit rezidiviertem multiplen Myelom verglichen wurde, sank das Sterberisiko durch Carfilzomib-Zugabe um 21%. Das mOS betrug 48,3 Monate mit Carfilzomib und 40,4 Monate ohne Carfilzomib (HR=0,79; 95%-KI: 0,67-0,95). Es wurden keine neuen, bislang nicht bekannten unerwünschten Wirkungen beobachtet.

sh

Quelle: MediaDialog „Amgen in der Onkologie. Visionen, Innovationen, Optionen“, DGHO, 29.09.2017, Stuttgart; Veranstalter: Amgen

Literatur:

(1) Dimopoulos MA et al. Lancet Oncol 2017;18:1327-37.


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