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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

25. April 2017 Klatskin-Tumore und Malignes Melanom

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Fachinformation
Prof. Dr. Tobias Keck, Lübeck
Die Fortschritte in der interdisziplinären Behandlung von Tumoren haben in den letzten Jahren zu einer Zunahme an kurativ intendierten Behandlungskonzepten auch für Tumoren geführt, die vor einem Jahrzehnt noch rein palliativ behandelt wurden. Diese Ausgabe von JOURNAL ONKOLOGIE widmet sich u.a. der Darstellung der Behandlung des Gallengangskarzinoms und des Malignen Melanoms.

Ein Paradigma für die Notwendigkeit des abgestimmten Zusammenspiels zwischen den Fachdisziplinen stellt die Therapie des Cholangiozellulären Karzinoms dar. Die konsentierte Therapie zwischen Diagnostikern, Interventionalisten und Chirurgen, die letztlich die Vorbereitung einer kurativen Operation beim Klatskin-Tumor ermöglichen, werden von Wellner et al. dargestellt. Hypertrophieinduktion der verbleibenden Leber vor erweiterten Resektionsverfahren durch interventionell radiologische Pfortaderembolisation, Entlastung gestauter Gallenwege durch externe oder interne Interventionen, um das Wachstumspotential der Leber voll auszuschöpfen und spezialisierte Operationstechniken müssen an spezialisierten Zentren für hepato-pankreato-biliäre Chirurgie vorhanden sein, um ein optimales Zusammenspiel für die komplexe Behandlung von Patienten mit diesen Tumoren zu gewährleisten.

Wie wichtig die Ausschöpfung aller kurativen Möglichkeiten beim Gallengangskarzinom ist, wird auch von Mohr et al. betont, die den weiterhin recht limitierten Stand der Chemotherapie und der palliativen Therapieverfahren der Gallenwegstumore darstellen. Die Photodynamische Therapie kann bei spezialisierten Anwendern insbesondere in der Palliation durch Optimierung des Galleabflusses die Lebensqualität der Patienten verbessern. Auch neuere Verfahren wie die Radiofrequenzablation müssen in Zukunft evaluiert werden, um die palliative Therapie weiter zu entwickeln.

Ein weiterer wesentlicher Teil dieser Ausgabe widmet sich dem Malignen Melanom. Hier liefern die beiden in dieser Ausgabe pub-lizierten Artikel einen guten Überblick über die Resistenzmechanismen in der Systemtherapie des Malignen Melanoms und zukünftigen Möglichkeiten in deren Beeinflussung.

Sinnberg und Amaral stellen die Vielzahl der möglichen Resistenzmechanismen auf zielgerichtete Therapien dar, die verdeutlichen, wie wichtig personalisierte Präzisionsmedizin bei dieser Tumorerkrankung in Zukunft werden wird. Auch der therapeutische Ansatz der direkten therapeutischen Adressierung von molekularen Treibern von Resistenzmechanismen könnte hier Bedeutung erlangen. Seidler und Stock widmen sich der interessanten Frage, inwieweit Zuckerverbindungen im Microenvironment des Tumorstromas beim Malignen Melanom das Metastasierungspotential beeinflussen können.

Diese Ausgabe verdeutlicht die Herausforderungen im Zusammenspiel unterschiedlicher klinischer Partner und translationaler Forschung für die Weiterentwicklung onkologischer Therapieverfahren.

Prof. Dr. Tobias Keck, Lübeck

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