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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

30. Juni 2017
Seite 1/2
Interdisziplinäre Onkologische Versorgung - Das Onkologische Zentrum am Klinikum rechts der Isar

C. Kessel1, P. Herschbach2, S. E. Combs1,3.

Das Klinikum rechts der Isar ist als Universitätsklinikum der Technischen Universität München (TUM) ein Klinikum der Supra-Maximalversorgung im Herzen der Bayerischen Landeshauptstadt, das mit über 30 Kliniken und Abteilungen und 1.161 Betten das gesamte Spektrum moderner Medizin abdeckt. Ein zentraler Fokus, im Einklang mit den strategischen Schwerpunkten der Fakultät für Medizin an der TUM, ist die Onkologie.
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1 Klinik für RadioOnkologie und Strahlentherapie, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München (TUM), Ismaninger Straße 22, 81675 München
2 Roman-Herzog-Krebszentrum (RHCCC), Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München (TUM), Ismaninger Straße 22, 81675 München
3 Institut für innovative Radiotherapie (iRT), Helmholtz Zentrum München (HMGU), Ingolstädter Landstraße 1, Neuherberg



Das Klinikum rechts der Isar ist als Universitätsklinikum der Technischen Universität München (TUM) ein Klinikum der Supra-Maximalversorgung im Herzen der Bayerischen Landeshauptstadt, das mit über 30 Kliniken und Abteilungen und 1.161 Betten das gesamte Spektrum moderner Medizin abdeckt. Ein zentraler Fokus, im Einklang mit den strategischen Schwerpunkten der Fakultät für Medizin an der TUM, ist die Onkologie.

Alle onkologisch relevanten Fachdisziplinen sind am Standort vorhanden und haben über die letzten Jahre eine gut vernetzte Infrastruktur erarbeitet, sodass die gemeinsame Versorgung von Patienten mit hochkomplexen onkologischen Erkrankungen auf Exzellenz-niveau gewährleistet werden kann. Die onkologischen Themenschwerpunkte sind im Roman-Herzog-Krebszentrum (RHCCC) beheimatet, das im Jahr 2014 gemeinsam mit dem Comprehensive Cancer Center der Ludwigs-Maximilians-Universität (LMU) von der Deutschen Krebshilfe als gemeinsames standortübergreifendes Comprehensive Cancer Center München (CCC-M) ausgezeichnet wurde.

Die zentralen onkologischen Versorgungsstrukturen im Sinne der strukturbildenden Maßnahmen der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) wurden am Klinikum rechts der Isar kontinuierlich intensiviert und optimiert. Im Jahr 2015 wurde am Standort erstmals das Onkologische Zentrum (OZ) durch die DKG zertifiziert (2). Die im Vorfeld bereits vorhandenen Einheiten wurden durch weitere Organzentren, Module und Schwerpunkte ergänzt.

Die Leitung und Koordination der Organzentren und Module obliegt einem interdisziplinären Team aus Klinikdirektoren und Fachärzten, die sich in regelmäßigen Abständen treffen und kontinuierlich daran arbeiten, die entitätsspezifischen Anforderungen in ihren jeweiligen Einheiten umzusetzen. Unter dem Dach des Onkologischen Zentrums bieten diese Einheiten in enger Zusammenarbeit mit den zentralen onkologischen Einrichtungen den Patienten eine hervorragende Versorgung.

Die Entscheidung für eine Zertifizierung, die natürlich zunächst zusätzliche Ressourcen einfordert, hat sich mittlerweile mehr als bewährt. Den Patienten wird durch die Vernetzung der unterschiedlichen Fachrichtungen und dem damit verbundenen interdisziplinären Austausch innerhalb des Onkologischen Zentrums eine umfassende Versorgung geboten. Durch die erworbenen Zertifikate wird die Qualität der Krebsversorgung für Außenstehende sichtbar und auch für die Kooperationspartner zum Aushängeschild. Die Qualitätsstandards und Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft haben dazu geführt, dass die Prozesse stetig optimiert werden, um sowohl qualitativ auf höchstem Niveau als auch effizient zu arbeiten. Die Einrichtung zentral gesteuerter Strukturen hat hierzu deutlich beigetragen. Die zentrale Koordination des Onkologischen Zentrums unterstützt alle Organzentren, Module und Schwerpunkte in der Umsetzung neuer Prozesse. Im RHCCC ist mittlerweile eine zentrale Tumordokumentation integriert, die jeder der Einheiten des Onkologischen Zentrums einen verantwortlichen Dokumentar zur Verfügung stellt. Durch diese flächendeckende Dokumentation in einem einheitlichen System können die erforderlichen Kennzahlen effizient eruiert werden. Aktuell wird eine einheitliche Tumorboardsoftware implementiert, die die Dokumentation und interne Kommunikation erheblich erleichtert und eine standardisierte Dokumentation der interdisziplinären Entscheidungen ermöglicht. Darüber hinaus sind mittlerweile nicht nur zahlreiche interdisziplinäre SOPs entstanden, es wurden auch regelmäßige Qualitätszirkel und Koordinatorentreffen etabliert, um die interdisziplinäre Kommunikation zu intensivieren und relevante Themen, Abläufe und Anforderungen der DKG zu besprechen, darunter auch die jährlich durchgeführte Patientenbefragung.
Abb. 1: Organigramm der zertifizierten Zentren im Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München.
Lupe
Abb. 1: Organigramm der zertifizierten Zentren im Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München.
 
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