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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

23. Juli 2019 FL: Kombination Lenalidomid/Rituximab (R2) verlängert im Rezidiv Zeit bis zur nächsten Behandlung

Das follikuläre Lymphom (FL) ist das häufigste indolente Non-Hodgkin-Lymphom mit einer medianen Überlebenszeit von 18 Jahren. Während Rituximab-haltige Chemotherapieregime nach wie vor der Therapiestandard in der Erstlinie sind, gibt es neue Entwicklungen in der Rezidivsituation. Hier gewinnen chemotherapiefreie Kombinationen wie Lenalidomid + Rituximab (R2) immer mehr an Bedeutung
In der Hauptauswertung der Phase-III-Studie AUGMENT hatte die Kombination Lenalidomid (Revlimid®) + Rituximab (R2) bereits ihre Überlegenheit gegenüber einer Therapie mit Rituximab + Placebo bei Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem FL zeigen können – mit einem signifikant verbesserten progressionsfreien Überleben (PFS, 39 vs. 14 Monate; HR=0,46; p<0,001) (1). In einer aktuellen Auswertung der Studie, die beim ASCO präsentiert wurde, wurden nun explorative Daten zur Zeit bis zur nächsten Anti-Lymphom-Behandlung (TTNLT), zur Zeit bis zur nächsten Chemotherapie (TTNCT), zum Ansprechen auf die nächste Behandlung und zum PFS2 vorgestellt, also zu der Zeit von der Randomisierung bis zur Progression nach der Zweitlinienbehandlung.

Wie Gribben et al. in Rahmen einer Postersession beim ASCO-Meeting berichteten, waren zum Zeitpunkt der Analyse (Datenschnitt 22.06.2018) die 3 Endpunkte mediane TTNLT, mediane TTNCT und medianes PFS2 unter R2 noch nicht erreicht und im Vergleich zu Rituximab/Placebo jeweils signifikant verlängert (HR=0,54 bzw. 0,50 bzw. 0,52) (2). 49 von 178 Patienten unter einer Behandlung mit R2 (28%) und 80/180 Patienten unter Rituximab/Placebo (44%) erhielten eine weitere Anti-Lymphom-Therapie und sprachen besser auf diese an (Gesamtansprechrate (ORR) 57% mit 31% kompletten Remissionen (CR)) als die Patienten, die Rituximab/Placebo erhalten hatten (ORR: 36% mit 16% CR). Die Autoren schließen aus den vorliegenden Daten, dass R2 im Vergleich zu Rituximab/Placebo zu einer verlängerten Zeit bis zur nächsten Behandlung und einem verlängerten PFS2 führt. Nicht zuletzt war auch das Ansprechen auf die Folgebehandlung unter R2 besser als unter der Vergleichsmedikation. Die Autoren vermuten, dass Patienten, die R2 erhalten haben, sensitiver auf eine nachfolgende Behandlung reagieren.

Dr. rer. nat. Claudia Schöllmann

Quelle: ASCO 2019

Literatur:

(1) Leonard JP et al. J Clin Oncol 2019;37(14): 1188-1199.
(2) Gribben JG et al. J Clin Oncol 2019;37(suppl; abstr 7514).


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