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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

13. März 2017 Brustkrebstypisierung wird präziser und reproduzierbarer

In der Brustkrebstypisierung stehen wir vor einem Paradigmenwechsel: Nachdem bisherige Nachweismethoden – auch angesichts ihrer Variabilität – an ihre Grenzen stoßen, könnten sie zukünftig durch innovative Nachweisverfahren, wie den MammaTyper®, ersetzt werden.
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„Die präzise Bestimmung der Biomarker ESR1 (ER), PGR (PR), ERBB2 (HER2) und Ki-67 spielt neben pathologischen Parametern wie Tumorgröße und Nodalstatus eine zentrale Rolle bei der Einstufung des individuellen Risikos einer Brustkrebspatientin“, so Prof. Dr. Michael Untch, Chefarzt und Leiter interdisziplinäres Brustzentrum, Helios Klinikum Berlin-Buch. Gleichzeitig sei dies die Basis für die Wahl der individuell geeigneten Therapie. Da die etablierten semiquantitativen Methoden den gestiegenen Anforderungen an die zunehmend komplexere tumorbiologische Klassifikation des Mammakarzinoms nicht mehr gerecht werden, sei der Bedarf für innovative Nachweisverfahren groß.

Beim frühen Mammakarzinom bestimmen nach den St.-Gallen-Kriterien-2013 luminale, basale und HER2-Subtypen die Auswahl der Systemtherapie. Hier bietet der Proliferationsmarker Ki-67 eine wichtige Entscheidungsgrundlage. Sein Nachweis ist laut Untch ausschlaggebend dafür, ob eine rein endokrine Therapie (bei Luminal-A-like-Tumoren) oder eine zusätzliche Chemotherapie (bei Luminal-B-like-Tumoren) indiziert ist. Allerdings variierten gerade bei diesem Marker – bedingt durch die Labormethodik und abhängig von der Erfahrung des Pathologen – die Ergebnisse im klinischen Alltag. Demgegenüber bietet der innovative MammaTyper® eine hohe diagnostische Genauigkeit. Mittels RT-qPCR-Methode (real-time quantitative PCR) bestimmt er quantitativ die mRNA-Expression der 4 relevanten Biomarker ER, PR, HER2 und Ki-67 aus FFPE-Brustkrebsgewebeproben und zeigte im Vergleich zu gängigen Nachweisverfahren in Studien eine hohe Präzision und Reproduzierbarkeit. „Der unter verschiedenen Voraussetzungen und für unterschiedliche Leistungsmerkmale technisch validierte Test (1) hat nach Ansicht der Experten das Potenzial, in Zukunft eine standardisierte Bestimmung des wichtigen Proliferationsmarkers Ki-67 zu ermöglichen“, hob die Pathologin Prof. Dr. Zsuzsanna Varga, Zürich, hervor. Der Test ist einfach, in jedem Molekularpathologie-Labor durchführbar und liefert innerhalb von 6 Stunden die Ergebnisse (2).

Ute Ayazpoor (ua)

Quelle: Pressegespräch „MammaTyper® – Paradigmenwechsel in der Brustkrebstypisierung?“, Frankfurt, 26.01.2017, Veranstalter: BioNTech AG

Literatur:

(1) Laible M et al. BMC Cancer 2016;16:398.
(2) MammaTyper® Instruction for Use, 160301-90020-DE Rev 3.1 BioNTech Diagnostics GmbH, 2015.


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