Journal Onkologie

Urologie | Beiträge ab Seite 17

Medizin

Erstlinientherapie des mCRPC: Olaparib-Abirateron-Kombinationstherapie in der EU zugelassen

Olaparib wurde in Kombination mit Abirateron und Prednison oder Prednisolon in der Europäischen Union zur Behandlung Erwachsener mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (mCRPC) zugelassen, bei denen eine Chemotherapie klinisch nicht indiziert ist (1). Die Zulassung durch die Europäische Kommission basiert auf den Ergebnissen der Phase-III-Studie PROpel (2) und folgt auf die positive Empfehlung des Ausschusses für Humanarzneimittel in der EU (CHMP) im November 2022. Die Kombinationstherapie verlängerte das mediane radiologische progressionsfreie Überleben auf über 2 Jahre in diesem Stadium (2).
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d-uo

Therapie des mCRPC mit Radium-223: Ergebnisse einer retrospektiven Versorgungsstudie von d-uo

Radium-223-dichlorid ist in Deutschland seit November 2013 zur Therapie von Patienten mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC) mit symptomatischen Knochenmetastasen ohne bekannte viszerale Metastasen zugelassen. Die Zulassung erfolgte auf Basis der Daten der ALSYMPCA-Studie (1). Im Rahmen einer späteren Phase-III-Studie (ERA 223) wurde bei Patienten unter einer Kombinationstherapie mit Radium-223 und Abirateron (+ Prednison/Prednisolon) ein erhöhtes Fraktur- und ein möglicherweise erhöhtes Sterberisiko festgestellt. Bei 49% der Patienten trat mindestens ein symptomatisches skelettbezogenes Ereignis auf oder sie waren gestorben, bei 29% zeigten sich eine oder mehr Frakturen (2). Daraufhin erfolgte in der Europäischen Union im September 2018 eine Änderung der Zulassung (3). Laut der geänderten Fachinformation darf Radium-223 nur noch in Kombination mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT) nach 2 vorangegangenen systemischen Therapien im kastrationsresistenten Stadium oder wenn keine andere Systemtherapie möglich ist, eingesetzt werden (4). Ziel der vorliegenden Studie war die retrospektive Analyse der Versorgungsrealität in Deutschland zum Einsatz von Radium-223 vor und nach der Änderung des Labels.
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Prostatakarzinom

Erst- oder Zweitlinientherapie beim metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinom

Randomisierte, Placebo-kontrollierte, doppelblinde Phase-III-Studie zu Niraparib in Kombination mit Abirateronacetat und Prednison vs. Abirateronacetat und Prednison zur Behandlung von Patienten mit metastasiertem hormonsensitiven Prostatakarzinom (mHSPC) mit einer schädlichen Keimbahn- oder somatischen Genmutation in der homologen Rekombinations-Reparatur (HRR) (AMPLITUDE) – Studie AP 114/21 der AUO.
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Prostatakarzinom

Hochrisiko-nmCRPC: Darolutamid verlängert MFS und OS

Der in Leitlinien empfohlene Androgenrezeptor-Inhibitor (ARI) Darolutamid ist eine wirksame und verträgliche Option für Patienten mit nicht-metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (nmCRPC), die ein hohes Metastasierungsrisiko haben. Die Daten der Zulassungsstudie ARAMIS werden jetzt durch Real-world-Daten aus der DAROL-Studie unterstützt, die im Rahmen des 74. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) gezeigt wurde.
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d-uo

ProNAT zur Erfassung und Verbesserung der Sektoren-übergreifenden Versorgungsqualität ab sofort offen!

Deutsche Uro-Onkologen e.V. (d-uo) haben als Ziel, als Interessenverband die wissenschaftlichen, ökonomischen, sozialpolitischen und qualitätsssichernden Maßnahmen der niedergelassenen Uro-Onkolog:innen in Deutschland zu organisieren und zu vertreten. Seit Oktober 2022 steht nun das Nationale Register Prostatakarzinom (ProNAT) von d-uo zur Verfügung. Mit diesem deutschlandweit geführten Register wird d-uo erneut seinem Anspruch auf profunde Datenerhebung gerecht.
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Medizin

mHSPC / mCRPC: Abirateron + Prednisolon als Kombipackung verfügbar

Jährlich erkranken rund 65.000 Männer in Deutschland neu an einem Prostatakarzinom, womit es die häufigste Krebserkrankung bei Männern ist. Leitliniengemäß erfolgt die Behandlung sowohl des metastasierten kastrationsresistenten (mCRPC) als auch des metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinoms (mHSPC) u. a. mit Abirateron in Kombination mit Prednisolon. Um die Compliance der Patienten zu steigern, wurde eine Kombinationsblisterpackung mit Abirateron-Filmtabletten und Prednisolon-Tabletten zur gemeinsamen Einnahme auf den Markt gebracht (1, 2). Die Produktion erfolgt in Deutschland, womit zur verbesserten Versorgungssicherheit beigetragen wird.
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Medizin

Prostatakarzinom: Warum gehen viele Männer nicht zur Vorsorge?

Der alljährlichen Awareness-Monat „Movember“ widmet sich der Vorsorge des Prostatakarzinoms. Wir stellen Ihnen die Ergbenisse einer Umfrage unter 1.000 Männer ab 45 Jahren in Deutschland zu genau diesem Thema vor. Ein Ergebnis: Jeder Fünfte der Befragten hat sich tatsächlich noch nie mit dem Thema auseinandergesetzt, obwohl mehr als die Hälfte bereits darauf hingewiesen wurden – am häufigstem von den eigenen Ärzt:innen.
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Gesundheitspolitik

Stiftung zeichnet Marburger Neurologie erneut aus

Die Marburger Neurologie erhält erneut internationale Anerkennung: Die Parkinson’s Foundation hat dem Zentrum für Bewegungsstörungen und Neuromodulation der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Marburg den „Center of Excellence Award 2023“ zuerkannt – zum 2. Mal in Folge. Auch im Vorjahr nahm die Einrichtung bereits einen Preis der Stiftung entgegen. Die Ehrung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 60.000 US-Dollar verbunden.
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Prostatakarzinom

STAMPEDE: Ist die Nodallast ein prognostischer Biomarker beim mHSPC?

Für die zusätzliche Gabe von Docetaxel beim metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinom (mHSPC) ist eine bessere Selektion der Patienten notwendig. Eine höhere Krankheitslast korreliert mit schlechteren Ergebnissen, allerdins wurden nodale Metastasen bei der Definition des Metastasenvolumens beim mHSPC bisher nicht berücksichtigt. Eine Auswertung der Zusatzstudien aus dem STAMPEDE-Programm, der Phase-III-Studien mit Docetaxel und Abirateronacetat und Prednisolon (AAP), lässt eine Aussage zur prognostischen Bedeutung der Nodallast zu (1).
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Urothelkarzinom

Time matters: Optimierung der Behandlung des fortgeschrittenen Urothelkarzinoms

Für erwachsene Patient:innen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom unterstützen Leitlinien und Real-World-Daten den Einsatz einer Platin-basierten Chemotherapie, gefolgt von einer Erstlinien-Erhaltungstherapie mit dem PD-L1-Inhibitor Avelumab.  Prof. Dr. med. Axel Merseburger, Lübeck, beleuchtete in seinem Vortrag „Learning from real world-data to optimize treatment in advanced urothelial carcinoma“ Erkenntnisse aus Real-World-Daten zur Optimierung der Behandlung des fortgeschrittenen Urothelkarzinoms und definierte, warum „Time matters“ (1).
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Urologische Tumoren

Kombinationstherapie beim HR-NMIBC mit und ohne BCG-Vorbehandlung

Randomisierte, Verum-kontrollierte klinische Prüfung der Phase III zur Evaluierung der Wirksamkeit und der Sicherheit von Pembrolizumab (MK-3475) in Kombination mit Bacillus Calmette-Guérin (BCG) bei Patienten mit einem nicht-muskelinvasiven Hochrisiko-Harnblasenkarzinom (HR-NMIBC), das nach einer Induktionstherapie mit BCG persistiert oder rezidiviert, sowie für BCG-naive Patienten (KEYNOTE-676) – AB 64/18 der AUO.
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