Journal Onkologie

Tumorboard

Sarkome
 7|
Computertastatur mit einem Knopf für "angiosarcoma of the breast"

Postradiogene Sarkome und Angiosarkome

Angiosarkome sind seltene, hochmaligne Weichgewebesarkome endothelialen Ursprungs mit ausgeprägter Metastasierungsneigung und insgesamt ungünstiger Prognose. Postradiogene Sarkome (PRS) stellen eine seltene, aber klinisch relevante Spätkomplikation nach Strahlentherapie dar und gewinnen aufgrund steigender Langzeitüberlebensraten von Patient:innen zunehmend an Bedeutung. Insbesondere das postradiogene Angiosarkom der Brust tritt typischerweise mehrere Jahre nach Radiotherapie auf und ist durch diagnostische Verzögerungen sowie therapeutische Herausforderungen gekennzeichnet. Die Therapie basiert primär auf einer radikalen chirurgischen Resektion, während systemische Therapien ergänzend eingesetzt werden können. Die Patient:innen profitieren von einer frühzeitigen Behandlung in spezialisierten Sarkomzentren.
Lesen Sie mehr 
Entitätsübergreifend
 5|
Medizinische Technologie mit KI-System auf dem Computermonitor eines Arztes
Interview mit Dr. med. Ina Pretzell, Essen

Molekulare Tumorboards und KI

Molekulare Tumorboards (MTBs) sind zu einem zentralen Instrument der Präzisionsonkologie geworden – doch ihre erfolgreiche Umsetzung stellt Zentren vor vielfältige Herausforderungen: Wie lassen sich komplexe molekulare Befunde klinisch sinnvoll einordnen? Wann ist eine zielgerichtete Therapie tatsächlich erfolgversprechend? Und wie können Patient:innen transparent und verständlich in Entscheidungsprozesse eingebunden werden? Dr. Ina Pretzell vom Westdeutschen Tumorzentrum (WTZ), Essen, gibt im Interview einen Einblick in die praktische Arbeit eines standortübergreifenden MTB.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Entitätsübergreifend
 9|
Frau mit zugewandter Krankenschwester
Pflegeberatung stärkt Patientenorientierung

Erfahrungen aus der hämato-onkologischen Ambulanz und neue Perspektiven im Tumorboard

Im Kontext der ambulanten onkologischen Versorgung gewinnt die strukturierte Pflegeberatung zunehmend an Bedeutung. Eine am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen/Universitäts KrebsCentrum Dresden (NCT/UCC) durchgeführte Evaluation untersuchte den Einfluss ergänzender pflegerischer Beratungsgespräche auf die Zufriedenheit und Informiertheit von Patient:innen mit ambulanter Chemo- oder Antikörpertherapie. Die Ergebnisse der Patientenbefragung zeigen eine signifikante Verbesserung der wahrgenommenen Versorgungsqualität sowie der therapiebezogenen Informationssicherheit. Darüber hinaus ermöglicht das interprofessionell organisierte supportive Tumorboard eine sys­tematische Identifikation patientenspezifischer Bedarfe und eine gezielte Zuweisung zu geeigneten supportiven und palliativen Angeboten. Die gewonnenen Erkenntnisse können von der Pflege zur strukturierten Vorbereitung zukünftiger Patientenkontakte und zur Weiterentwicklung der Pflegeberatung genutzt werden und leisten somit einen wichtigen Beitrag zu einer patientenorientierten, qualitätsgesicherten onkologischen Versorgung.
Lesen Sie mehr