Pleuramesotheliom: Asbestexposition als Hauptrisikofaktor
David Meier M.Sc.Das Pleuramesotheliom ist eine hochmaligne neoplastische Erkrankung, die von den mesothelialen Zellen der viszeralen oder parietalen Pleura ausgeht. Es handelt sich um einen primären Tumor der Pleura, der sich durch aggressives lokales Wachstum und relativ späte hämatogene Metastasierung auszeichnet. Das maligne Pleuramesotheliom macht etwa 80% aller Mesotheliome aus und unterscheidet sich grundlegend von sekundären pleuralen Malignomen wie Pleurakarzinosen bei Bronchialkarzinom oder anderen Primärtumoren. Die Erkrankung ist in den meisten Fällen mit einer beruflichen oder umweltbedingten Asbestexposition assoziiert und gilt in Deutschland als anerkannte Berufskrankheit nach Nr. 4105 der Berufskrankheitenverordnung.
Was ist ein Pleuramesotheliom?
Das maligne Pleuramesotheliom ist ein hochaggressiver Tumor, der von den Mesothelzellen der Pleura ausgeht und zu den seltenen, aber prognostisch ungünstigen Malignomen zählt. Der Tumor entwickelt sich primär aus der viszeralen oder parietalen Pleura und zeichnet sich durch ein diffuses, häufig knotiges Wachstumsmuster entlang der pleuralen Oberflächen aus. Im Gegensatz zu den meisten anderen soliden Tumoren bildet das Pleuramesotheliom keine konzentrisch wachsende Raumforderung, sondern manifestiert sich als multiple Knoten, die zu einem konfluierenden pleuralen Tumorpanzer zusammenwachsen können. Das Pleuramesotheliom macht etwa 85% aller Mesotheliome aus und ist damit die häufigste Form dieser Erkrankung.
Epidemiologische Daten und Krankheitslast
Die Inzidenz des malignen Pleuramesothelioms variiert weltweit erheblich in Abhängigkeit von der historischen Asbestexposition und den regulatorischen Rahmenbedingungen. In Deutschland erkranken jährlich etwa 1.600 Personen neu an einem Pleuramesotheliom, wobei Männer mit etwa 1.000 Fällen deutlich häufiger betroffen sind als Frauen mit etwa 240 Fällen im Jahr 2019. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei Männern bei 75 Jahren und bei Frauen bei 74 Jahren. In den USA werden jährlich etwa 2.500 bis 3.500 Neuerkrankungen registriert. Die Inzidenz in Europa hat sich von 1,4 pro 100.000 Einwohner in den 1990er Jahren bis 2015 nahezu verdoppelt.
Aufgrund der langen Latenzzeit zwischen Asbestexposition und Erkrankungsmanifestierung von 20 bis 40 Jahren ist in Deutschland trotz des Asbestverbots von 1993 derzeit noch kein deutlicher Rückgang der Neuerkrankungen zu verzeichnen. Regionale Unterschiede innerhalb Deutschlands zeigen erhöhte Inzidenzraten in Gebieten mit historisch hoher industrieller Asbestexposition, insbesondere in Regionen mit Schiffsbau und Schwerindustrie wie im Nordwesten Deutschlands und im Ruhrgebiet.
Ätiologie: Asbestexposition als Hauptursache
Die überwiegende Mehrheit der Pleuramesotheliome ist auf eine Exposition gegenüber Asbestfasern zurückzuführen. Asbest umfasst eine Gruppe natürlich vorkommender mineralischer Silikate, wobei insbesondere Amphibol-Asbest (Krokydolith, Amosit) ein höheres karzinogenes Potenzial aufweist als Chrysotil-Asbest (Weiß-Asbest). Die Exposition erfolgte in Deutschland überwiegend beruflich, vor allem in Branchen wie Schiffsbau, Bauindustrie, Isolierarbeiten und der Asbestzementproduktion. Die längeren und dünneren Fasern, insbesondere solche mit einer Länge über 8 Mikrometer und einem Durchmesser unter 0,25 Mikrometer, gelten als besonders gefährlich, da sie tiefer in das Lungenparenchym penetrieren und länger in der Pleura persistieren.
Neben Asbest wurden weitere Risikofaktoren identifiziert, darunter die Exposition gegenüber Erionit und anderen faserigen Mineralien, eine Strahlentherapie im Thoraxbereich sowie seltene genetische Prädispositionen wie Keimbahnmutationen im BAP1-Gen (BRCA1-assoziiertes Protein 1). Im Unterschied zum Lungenkarzinom besteht keine Assoziation zwischen Tabakkonsum und dem Mesotheliomrisiko.
Pathogenetische Mechanismen der Tumorentstehung
Die Pathogenese des Pleuramesothelioms ist multifaktoriell und noch nicht vollständig aufgeklärt. Nach Inhalation gelangen Asbestfasern in die Alveolen und können die Pleura erreichen, wo sie persistieren und chronische Entzündungsreaktionen auslösen. Die aktuell akzeptierten Hypothesen zur Karzinogenese umfassen direkte DNA-Schädigungen durch die Fasern, die Generierung reaktiver Sauerstoffspezies, gestörte Phagozytose-Prozesse und die Aktivierung chronischer Entzündungskaskaden.
Auf molekularer Ebene ist das Pleuramesotheliom durch den Verlust von Tumorsuppressorgenen charakterisiert. Besonders häufig finden sich homozygote Deletionen von CDKN2A (p16), Inaktivierungen von NF2 (Merlin) und Mutationen im BAP1-Gen. Im Gegensatz zu vielen anderen Malignomen fehlen beim Mesotheliom therapierbare Treiberonkogene, was die Entwicklung zielgerichteter Therapien erschwert. Neuere Untersuchungen haben eine Dysregulation des Translatoms mit vermehrter mTORC1- und mTORC2-Aktivität als potenzielle therapeutische Zielstruktur identifiziert.
Histopathologische Klassifikation
Das invasive Mesotheliom wird in drei Hauptsubtypen unterteilt:
epithelioides Mesotheliom: etwa 50 bis 60% der Fälle
biphasisches Mesotheliom (20 bis 30%)
sarkomadoides Mesotheliom (10 bis 20%)
Klinische Symptomatik und Präsentation
Die klinische Manifestation des Pleuramesothelioms ist häufig unspezifisch, was zu diagnostischen Verzögerungen beiträgt. Die Mehrheit der Patient:innen präsentiert sich mit thorakalen Schmerzen, die typischerweise dumpf und diffus sind, sowie mit progredienter Dyspnoe als Folge eines malignen Pleuraergusses. Weitere häufige Symptome umfassen unspezifische konstitutionelle Beschwerden wie Gewichtsverlust, Leistungsminderung, Fatigue und Nachtschweiß. Im fortgeschrittenen Stadium können Symptome durch lokale Tumorinfiltration auftreten, einschließlich Horner-Syndrom bei Infiltration des Plexus brachialis oder Dysphonie bei Infiltration des Nervus laryngeus recurrens.
Der maligne Pleuraerguss ist meist einseitig und häufig blutig. Die Ergussmenge kann erheblich sein und zu signifikanter respiratorischer Einschränkung führen. Im Gegensatz zu benignen Pleuraergüssen führt die Drainage beim malignen Mesotheliom häufig nicht zu einer vollständigen Lungenexpansion aufgrund der pleuralen Tumormasse und Fibrosierung.
Diagnose des Pleuramesothelioms
Die Diagnostik des Pleuramesothelioms erfordert eine multimodale Herangehensweise. Die Basisdiagnostik umfasst eine ausführliche Anamnese mit besonderem Fokus auf berufliche Asbestexposition, klinische Untersuchung sowie bildgebende Verfahren. Die kontrastverstärkte Computertomographie des Thorax stellt die primäre Bildgebungsmodalität dar und zeigt typischerweise eine zirkulär verdickte, knotige Pleura mit oder ohne malignen Erguss. Die FDG-PET/CT kann zur Beurteilung der metabolischen Aktivität und zum Staging eingesetzt werden, zeigt jedoch eine erhöhte Glukoseaufnahme auch bei reaktiven Pleuritiden.
Die definitive Diagnose erfordert eine histologische Sicherung durch Biopsie. Während die zytologische Untersuchung von Pleuraergüssen eine geringe Sensitivität aufweist und ein Mesotheliom nicht ausschließen kann, empfehlen Leitlinien die videoassistierte Thorakoskopie (VATS) als diagnostisches Verfahren der Wahl mit einer Sensitivität von 95 bis 98% und einer Spezifität von 100%. Die VATS ermöglicht die Entnahme ausreichend großer Gewebeproben unter direkter Sicht und die simultane Durchführung einer Pleurodese zur Ergussbeherrschung.
Die immunhistochemische Diagnostik spielt eine zentrale Rolle in der Differenzierung zwischen Mesotheliom und anderen Pleuratumoren, insbesondere metastasierenden Adenokarzinomen. Etablierte positive Marker für Mesotheliome umfassen Calretinin, WT-1, Podoplanin (D2-40) und Mesothelin. Negative Marker zur Abgrenzung von Adenokarzinomen sind CEA, MOC-31, BerEP4 und TTF-1. Die molekulare Diagnostik mittels Immunhistochemie für BAP1 und MTAP sowie die Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH) für homozygote CDKN2A (p16)-Deletionen haben sich als wertvolle Zusatzuntersuchungen etabliert, insbesondere zur Abgrenzung von reaktiven mesothelischen Proliferationen.
Therapie des Pleuramesothelioms
Die Therapie des Pleuramesothelioms hat sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt, insbesondere durch die Etablierung der Immuntherapie. Die Behandlungsstrategie orientiert sich primär am histologischen Subtyp, dem Tumorstadium, dem Lymphknotenstatus sowie an patientenspezifischen Faktoren wie Alter, Komorbiditäten und Funktionsstatus.
Für Patient:innen mit epitheloidem Mesotheliom in frühen Stadien und limitiertem Lymphknotenbefall kann ein multimodaler Therapieansatz mit kurativer Intention verfolgt werden. Die erweiterte Pleurektomie/Dekortikation hat die früher favorisierte extrapleurale Pneumonektomie als chirurgisches Verfahren der Wahl abgelöst, da sie mit geringerer perioperativer Morbidität und Mortalität assoziiert ist bei vergleichbarer onkologischer Effektivität. Die MARS-2-Studie, eine randomisierte Phase-III-Studie, verglich die erweiterte Pleurektomie/Dekortikation plus Chemotherapie versus Chemotherapie allein und liefert wichtige Evidenz zur Rolle der Chirurgie.
Die systemische Erstlinientherapie für nicht-resektable oder fortgeschrittene Mesotheliome hat durch die CheckMate-743-Studie eine paradigmatische Veränderung erfahren. Diese randomisierte Phase-III-Studie verglich die Kombination von Nivolumab (PD-1-Inhibitor) und Ipilimumab (CTLA-4-Inhibitor) mit der Standardchemotherapie aus Platin und Pemetrexed. Die Studie zeigte eine signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens mit der Immuntherapie-Kombination. Besonders bemerkenswert war der Überlebensvorteil bei Patient:innen mit nicht-epitheloidem Subtyp. Die Langzeitdaten mit einem Follow-up von 43 Monaten bestätigten die anhaltende Wirksamkeit mit einer 3-Jahres-Überlebensrate von 23% versus 15%.
Die ASCO-Leitlinien 2024 sowie die NCCN-Leitlinien haben diese Evidenz in ihre Empfehlungen integriert und empfehlen Nivolumab plus Ipilimumab als bevorzugte Erstlinientherapie für Patient:innen mit nicht-resezierbarem Pleuramesotheliom. Für Patient:innen, bei denen eine Immuntherapie nicht geeignet ist, bleibt die Chemotherapie mit Cisplatin oder Carboplatin in Kombination mit Pemetrexed eine valide Option. Die Addition von Bevacizumab zur Chemotherapie zeigte in der MAPS-Studie einen moderaten Überlebensvorteil, wird jedoch nicht durchgängig als Standard empfohlen.
Die Zweitlinientherapie ist weniger gut definiert, und es existieren keine Zulassungen für spezifische Substanzen. Optionen umfassen Chemotherapie mit Vinorelbin, Gemcitabin oder anderen Substanzen, wobei die Evidenzbasis limitiert ist.
Tumor Treating Fields als ergänzende Therapieoption
Neben den etablierten Therapiemodalitäten steht mit Tumor Treating Fields (TTFields) eine zusätzliche Behandlungsoption zur Verfügung, die in Kombination mit der Standardchemotherapie eingesetzt werden kann. TTFields ist eine nicht-invasive Behandlungsmethode, die niederfrequente, alternierende elektrische Felder nutzt, um die Zellteilung von Tumorzellen zu stören.
Die STELLAR-Studie, eine randomisierte Phase-III-Studie, untersuchte die Wirksamkeit von TTFields in Kombination mit Chemotherapie (Pemetrexed plus Cisplatin oder Carboplatin) im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie bei Patient:innen mit nicht-resezierbarem, histologisch bestätigtem malignem Pleuramesotheliom. Die Studie zeigte einen moderaten Überlebensvorteil für die Kombinationstherapie. Das mediane Gesamtüberleben betrug 18,2 Monate in der TTFields-Gruppe versus 14,9 Monate in der Kontrollgruppe bei Patient:innen mit epitheloidem oder biphasischem Subtyp. Die Therapie erfordert ein kontinuierliches Tragen der Applikatoren am Thorax für mindestens 18 Stunden täglich.
Die TTFields-Therapie ist in Europa für die Behandlung des nicht-resezierbaren malignen Pleuramesothelioms in Kombination mit Pemetrexed und platinbasierter Chemotherapie zugelassen.
Prognose: Wie lange kann man mit einem Pleuramesotheliom leben?
Das maligne Pleuramesotheliom weist eine der ungünstigsten Prognosen unter den Malignomen auf. Das relative 5-Jahres-Überleben liegt in Deutschland bei etwa 8% für Männer und 13% für Frauen. Das mediane Gesamtüberleben unbehandelter Patient:innen beträgt 6 bis 12 Monate. Mit moderner systemischer Therapie kann das mediane Überleben auf 14 bis 18 Monate verlängert werden, wobei die Immuntherapie bei ausgewählten Patient:innen zu langfristigem Überleben führen kann.
Die wichtigsten prognostischen Faktoren umfassen den histologischen Subtyp, das Tumorstadium, das Ausmaß des Lymphknotenbefalls, das Alter bei Diagnosestellung und den Performance-Status. Patient:innen mit epitheloidem Subtyp haben ein medianes Überleben von etwa 12 bis 18 Monaten, während Patient:innen mit sarkomatoidem oder biphasischem Subtyp eine deutlich ungünstigere Prognose mit einem medianen Überleben von 4 bis 8 Monaten aufweisen.
Die 5-Jahres-Überlebensrate für Pleuramesotheliome liegt bei etwa 12%. In spezialisierten Zentren mit multimodalem Therapieansatz wurden 5-Jahres-Überlebensraten von bis zu 17% berichtet. Die Überlebensraten haben sich in den letzten Jahren durch verbesserte Therapieoptionen, insbesondere die Immuntherapie, leicht verbessert.
Prophylaxe und Arbeitsschutz
Die einzige effektive Primärprävention des Pleuramesothelioms besteht in der Vermeidung der Asbestexposition. Das Asbestverbot von 1993 in Deutschland war ein wichtiger Schritt, jedoch besteht weiterhin eine relevante Expositionsgefahr beim unsachgemäßen Umgang mit asbesthaltigen Materialien bei Sanierungs- und Abbrucharbeiten. Strikte Arbeitsschutzmaßnahmen einschließlich persönlicher Schutzausrüstung, technischer Absaugungen und sachgerechter Entsorgung sind essentiell.
Für ehemals asbestexponierte Personen bieten die Unfallversicherungsträger in Deutschland ein Programm der nachgehenden Vorsorge an. Die Gesundheitsvorsorge (GVS) koordiniert arbeitsmedizinische Untersuchungen für Versicherte auch nach Beendigung der beruflichen Exposition.
Die aktuellen ASCO-Leitlinien 2024 empfehlen zudem die routinemäßige genetische Keimbahntestung für alle Patient:innen mit Mesotheliom, um BAP1-Keimbahnmutationen und andere hereditäre Krebsprädispositionssyndrome zu identifizieren, die Implikationen für Familienberatung und weitere Krebsvorsorgeuntersuchungen haben.
Häufig gestellte Fragen zum Thema Pleuramesotheliom
Rund um das Thema Pleuramesotheliom stellen sich für Betroffene und Angehörige oft viele Fragen: zur Diagnose, zu Behandlungsmöglichkeiten, zu Nebenwirkungen oder zum Alltag mit der Erkrankung. In dieser Patienten-FAQ finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen.
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