Supportivtherapie | Beiträge ab Seite 5
Frühes Mammakarzinom: Neues zur neoadjuvanten Chemotherapie, antiemetischen Supportivtherapie und zur Metastasenprophylaxe bei DTCs
Die Therapie des Mammakarzinoms entwickelt sich dank enormer Fortschritte in der molekularbiologischen Forschung und ihrer Übertragung in die klinische Praxis rasant. Doch auch im Bereich der klassischen Chemotherapie lassen sich noch deutliche Verbesserungen erreichen, wie die derzeitigen Ergebnisse der GeparSepto Studie zeigen. Neoadjuvantes wöchentliches nab-Paclitaxel (Abraxane®) gefolgt von Epirubicin/Cyclophosphamid (EC) erwies sich als signifikant wirksamer als konventionelles Paclitaxel gefolgt von EC. Bei der bei adjuvanten Chemotherapien beim Mammakarzinom unumgänglichen Prophylaxe von Übelkeit und Erbrechen ermöglichen moderne Antiemetika wie der lang wirksame 5-HT3-Rezeptorantagonist Palonosetron (Aloxi®) und detaillierte Leitlinien zur antiemetischen Prophylaxe wirksame Therapien und einen spürbaren Gewinn an Lebensqualität für die Patientinnen. Disseminierte Tumorzellen (DTCs) von Brustkrebspatientinnen, die mehrere Jahre nach der Primärtherapie eines Mammakarzinoms im Knochenmark persistieren können, gelten als unabhängiger prognostischer Faktor für das metastasenfreie und brustkrebsspezifische Überleben. Bei der Prophylaxe von Metastasen bei Patientinnen mit nachgewiesenen disseminierten Tumorzellen im Knochenmark spielen Bisphosphonate wie das orale Clodronat (Ostac®) eine wichtige Rolle.
Übelkeit und Erbrechen wirksam verhindern - Erfahrungen aus der gynäko-onkologischen Praxis
Die meisten Patientinnen mit Mammakarzinom können heute durch ein Zusammenspiel der verschiedenen therapeutischen Optionen geheilt werden. Einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Lebensqualität der Patientinnen während der Behandlung stellen supportive Maßnahmen dar. Beispielsweise können Übelkeit und Erbrechen durch eine an Leitlinien ausgerichtete antiemetische Prophylaxe weitgehend verhindert oder wirksam gelindert werden. Dr. Jörg Schilling aus Berlin berichtet im Interview, wie die Einführung des modernen Setrons Palonosetron (Aloxi®) die Antiemese bereichert hat.