Journal Onkologie

Medizin | Beiträge ab Seite 76

Entitätsübergreifend

Therapiestrategien der CMV-Infektion bei Immundefizienten

Die Infektion mit dem humanen Zytomegalievirus (CMV) nach einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation (HSCT) ist eine häufige Komplikation und geht mit einer hohen Mortalität einher. Behandelt wird diese in der Erstlinie mit teilweise toxischen Virostatika. Bei refraktären/resistenten Erkrankungen kann Maribavir und nach der 2. Reaktivierung eine Immuntherapie versucht werden. Zur Prophylaxe steht Letermovir zur Verfügung.
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GLOs: Next Generation-Modell für die Glioblastom-Forschung

Zur Erforschung der Korrelation zwischen genetischen Mutationen und molekularen Subtypen beim Glioblastom haben sich aus menschlichen Stammzellen gezüchtete Glioblastom-ähnliche Organoide (GLOs) als geeignetes Modell erwiesen. Bei der Untersuchung der GLOs entdeckten Wissenschaftler:innen aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), dass die Glioblastom-Entwicklung unter anderem durch einen umprogrammierten Lipidstoffwechsel gekennzeichnet ist. Hier könnten nun neue Wirkstoffe ansetzen.
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Hämophilie A: Neue evidenzbasierte Entscheidungshilfe für Patient:innen und Angehörige

Die erste deutschsprachige Entscheidungshilfe für Patient:innen mit Hämophilie A und deren Angehörige steht ab sofort kostenfrei online zur Verfügung. Das evidenzbasierte Tool bietet laienverständliche Informationen und motiviert Betroffene, sich aktiv in Behandlungsentscheidungen einzubringen. Dies kann die Arzt-Patienten-Kommunikation während des Behandlungsprozesses fördern.
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Internationaler Kinderkrebstag: Solidarität zeigen – Schleife tragen

Am 15. Februar ist der Internationale Kinderkrebstag. In Deutschland erkranken jährlich rund 2.200 Kinder und Jugendliche neu an Krebs. Trotz einer Heilungsquote von über 80% bleibt die Krankheit eine enorme Belastung für die Betroffenen und ihre Familien. Die Deutsche Kinderkrebsstiftung nutzt den Internationalen Kinderkrebstag, um Bewusstsein zu schaffen, Solidarität zu zeigen und die dringend benötigte Unterstützung zu mobilisieren.
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DLBCL: Onkopedia-Leitlinie empfiehlt Antikörper-basierte Therapien in der Erstlinie und beim Rezidiv

Die Aktualisierung der Onkopedia-Leitlinie zum diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) bestätigt den Stellenwert des Antikörper-Wirkstoff-Konjugats Polatuzumab Vedotin (Pola) in Kombination mit Rituximab + Cyclophosphamid, Doxorubicin und Prednison (R-CHP) als Erstlinientherapie für DLBCL-Patient:innen mit erhöhtem Risiko (IPI 2-5). Zudem empfiehlt die Leitlinie erstmals den bispezifischen Antikörper Glofitamab als Therapieoption für DLBCL-Patient:innen ab dem 2. Rezidiv (1).
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5 Jahre Ropeginterferon alfa-2b zur Behandlung der Polycythaemia vera

Vor 5 Jahren erhielt Ropeginterferon alfa-2b die europäische Marktzulassung in der Therapie der Polycythaemia vera. Mit dem einzigen zugelassenen Interferon alfa bei PV lassen sich der natürliche Krankheitsverlauf der PV nachhaltig und positiv beeinflussen sowie der Progress und die Spätfolgen aufhalten oder sogar gänzlich verhindern (1-8). Damit erfüllt Ropeginterferon alfa-2b das neue Therapieziel der frühen Krankheitsmodifikation und wird in den aktualisierten Onkopedia-Leitlinien als bevorzugte Option in der ersten Linie der zytoreduktiven Therapie empfohlen (8). Zudem bleibt die Behandlung nicht mehr nur auf Hochrisiko-Patient:innen beschränkt, sondern wird auf Niedrigrisiko-Erkrankte ausgeweitet. In Deutschland werden mittlerweile mehr als 2.200 Betroffene mit Ropeginterferon alfa-2b behandelt (9).
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Neue Europäische Initiative zur Prävention von Krebs

Mit der Auftaktveranstaltung im norwegischen Oslo startete am 13. Februar die europäische Initiative „Joint Action Prevent NCD“ zur Vorbeugung von Krebs und weiteren nichtübertragbaren Krankheiten. Die Europäische Union hat erstmalig im Gesundheitsprogramm hierfür ein Fördervolumen in Höhe von über 75 Millionen Euro bewilligt. 25 Länder – fast alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie Norwegen und die Ukraine – arbeiten ab sofort für 4 Jahre gemeinsam in der Initiative zur Gesundheitsförderung und Prävention. In Deutschland sind unter der Federführung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Robert Koch-Institut (RKI), das Max Rubner-Institut (MRI), die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS beteiligt.
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Münchener Symposium 2023: Neues aus gynäkologischer Onkologie und zum Mammakarzinom

Das traditionelle Münchner Symposium der LMU-Frauenklinik in der Woche vor Weihnachten war wie immer gut besucht – mehr als 650 Teilnehmer:innen folgten der Einladung von Klinikdirektor Prof. Sven Mahner und Prof. Nadia Harbeck, die das Brustzentrum leitet. Großen Anklang fand die Keynote lecture „Berge erklimmen“ des berühmten Bergsteigers und Autors Reinhold Messner, der seine Zuhörer ermunterte, niemals aufzugeben, weder privat noch im Beruf.
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Unterstützungsprogramm für Patient:innen mit neuroendokrinen Tumoren

Im Rahmen des SomaCare-Programms konnten bisher über 850 Patient:innen mit neuroendokrinen Tumoren (NET) oder Akromegalie bei ihrer Therapie mit dem Somatostatin-Analogon (SSA) Lanreotid begleitet werden. Durch einen Wechsel des Dienstleistungspartners zum 1. Januar 2024 wurde das Angebot jetzt erweitert: Zusätzlich zum Injektionsservice Zuhause wird nun auch eine ausführliche Schulung zum Erlernen der Selbst- bzw. Partnerinjektion angeboten.
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Indikationserweiterung für Letermovir zur CMV-Prophylaxe nach Nierentransplantation

Die Europäische Kommission hat dem Cytomegalievirus (CMV)-Inhibitor Letermovir eine Indikationserweiterung erteilt, durch die dieser nun auch zur Prophylaxe der CMV-Erkrankung bei erwachsenen Nierentransplantat-Empfänger:innen mit hohem Risiko (Spender CMV-seropositiv/Empfänger CMV-seronegativ) eingesetzt werden kann (1-3). Zudem ist nun eine Verlängerung der CMV-Prophylaxe mit Letermovir nach allogener hämatopoetischer Stammzelltransplantation (HSZT) bei erwachsenen CMV-seropositiven Empfängern (R+), bei denen das Risiko einer späten CMV-Erkrankung besteht, von 100 Tagen auf 200 Tage möglich.
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Nierenzellkarzinom: Pembrolizumab als adjuvante Therapie reduziert das Sterberisiko

Die Phase-III-Studie KEYNOTE-564 untersuchte Pembrolizumab zur adjuvanten Behandlung von Patient:innen mit Nierenzellkarzinom (RCC) mit intermediär-hohem oder hohem Rezidivrisiko nach einer Nephrektomie oder nach Nephrektomie und Resektion metastasierter Läsionen. Die neuesten Daten wurden im Rahmen eines Vortrags auf dem diesjährigen Genitourinary Symposium der American Society of Clinical Oncology (ASCO-GU) präsentiert (1).
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STAT3-Inhibitor: Klinische Phase-I-Studie bei fortgeschrittenen soliden und hämatologischen Tumoren startet

VD-130850 ist ein oral verabreichter niedermolekularer Inhibitor des Transkriptionsfaktors STAT3, der für die Behandlung fortgeschrittener solider und hämatologischer Tumoren als Monotherapie und in Kombination mit Checkpoint-Inhibitoren entwickelt wird. Der klinische Kandidat bindet und moduliert direkt die STAT3-Funktion und die Expression nachgeschalteter Zielgene, ohne die STAT3-Proteinspiegel zu beeinflussen. Damit bietet sich ein neuer Ansatz, um bisher unbehandelbare Protein-Zielmoleküle onkologischer und immunologischer Erkrankungen zu erreichen. In einer Phase-I-Studie zur Evaluierung von VVD-130850 wurde nun mit der Dosierung von Patient:innen mit fortgeschrittenen soliden und hämatologischen Tumoren begonnen.
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HR+/HER2- Mammakarzinom: 5-Jahres-Daten der PARSIFAL-LONG-Studie zu Palbociclib

Im Rahmen des 46. San Antonio Breast Cancer Symposiums (SABCS) wurden neue Ergebnisse der Follow-up-Studie PARSIFAL-LONG präsentiert: Die 5-Jahres-Daten zeigten für Palbociclib plus Letrozol als Erstlinienbehandlung bei Patientinnen mit endokrin-sensitivem, HR+/HER2- fortgeschrittenem Mammakarzinom (aBC) ein medianes Gesamtüberleben (mOS) von 61,9 Monaten und ein medianes progressionsfreies Überleben (mPFS) von 34,5 Monaten. Unter Palbociclib plus Fulvestrant betrug das mOS in PARSIFAL-LONG 68,5 Monate, das mPFS lag bei 31,4 Monaten. Die neuen Daten zum Gesamtüberleben untermauern die bestehende breite Evidenz zur Wirksamkeit von Palbociclib und ergänzen die Ergebnisse der PARSIFAL-Studie, bei der die OS-Daten zum Zeitpunkt der Analyse noch nicht reif waren. Somit bekräftigen sie den Einsatz von Palbociclib in Kombination mit Letrozol in der Erstlinientherapie bei HR+/HER2- aBC (1, 2).
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