Journal Onkologie

Medizin | Beiträge ab Seite 115

Für das Carfilzomib-Kombinationsregime mit Dexamethason und Daratumumab (KdD56) beim Multiplen Myelom gibt es eine aktuelle Zulassungsänderung: Neben der intravenösen Anwendung kann Daratumumab alternativ nun auch subkutan (s.c.) appliziert werden. Das Triplett-Regime KdD56 wird zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplem Myelom eingesetzt (1). Carfilzomib ist zudem als KRd27-Regime in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason sowie als Kd56-Regime mit Dexamethason für die Behandlung von Patient:innen mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplem Myelom zugelassen (1).
Lesen Sie mehr 
Medizin

Chronische ITP: Avatrombopag seit 1 Jahr in Deutschland verfügbar

Nach seiner Markteinführung am 1. April 2021 ist der Thrombopoetin-Rezeptor-Agonist (TPO-RA) Avatrombopag nunmehr seit 1 Jahr für die Zweitlinientherapie der primären chronischen Immunthrombozytopenie (cITP) von erwachsenen Patient:innen in Deutschland verfügbar (1). Ein neuer Preis ab dem 1. April 2022 sorgt dafür, dass sich mit Avatrombopag gegenüber anderen zugelassenen TPO-RA künftig bis zu 20% Kosten einsparen lassen*. Avatrombopag zeichnet sich durch raschen Wirkeintritt und andauernde Wirksamkeit aus und weist ein gutes Sicherheitsprofil auf, ohne Hinweise für signifikante Hepatotoxizität. Es ist der erste orale TPO-RA ohne Nahrungsmitteleinschränkung und bietet somit eine patientenfreundliche Therapieoption bei cITP (1-3).
Lesen Sie mehr 
Medizin

HR+/HER2- Mammakarzinom: Das leistet Ribociclib + Letrozol

Im New England Journal of Medicine wurden die Ergebnisse der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie MONALEESA-2 veröffentlicht. Diese zeigen, dass unter Ribociclib + Letrozol als Erstlinientherapie bei postmenopausalen Frauen mit HR+/HER2- fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs eine statistisch signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens (OS) um mehr als 12 Monate im Vergleich zu Letrozol und Placebo erreicht wurde.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Medizin

Deutscher Krebspreis 2022 verliehen

Prof. Dr. Salah-Eddin Al-Batran ist für seine Beiträge zur Verbesserung der Behandlung von Magen- und Speiseröhrenkrebs mit dem Deutschen Krebspreis 2022 ausgezeichnet worden. Die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Krebsstiftung würdigen damit seine herausragenden klinischen und wissenschaftlichen Leistungen in der Krebsmedizin und -forschung. Der Preis zählt zu den höchsten Auszeichnungen in der Onkologie und wird jährlich in den Sparten „Klinische Forschung“, „Translationale Forschung“ und „Experimentelle Forschung“ vergeben.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Medizin

Gegen Leukämie: Wissenschaftlichen Nachwuchs gewinnen und fördern

Drei weitere José Carreras-DGHO-Promotionsstipendien hat die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung (DJCLS) im Rahmen der virtuellen Frühjahrstagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) vergeben. Gefördert mit einem Stipendium in Höhe von jeweils 10.000 Euro werden Lena Groger, Universitätsklinikum Frankfurt, Alessandra Holzem, Uniklinik Köln/CIO, und Leonard Knödler, Universitätsklinikum Regensburg.
Lesen Sie mehr 
SCLC

SCLC: Klinische Merkmale der Langzeitüberlebenden in der CASPIAN-Studie

In der Post-hoc-Analyse der CASPIAN-Studie, über die PD Dr. Niels Reinmuth, München-Gauting, auf dem virtuellen European Lung Cancer Congress (ELCC) 2022 berichtete, zeigte sich auch nach einem medianen Follow-up von 39 Monaten ein anhaltender Überlebensvorteil mit Durvalumab + Etoposid/Platin (D+EP) im Vergleich zu EP bei Patient:innen mit fortgeschrittenem kleinzelligen Lungenkarzinom (SCLC).
Lesen Sie mehr 
Medizin

Fachübergreifende Expertise: Sarkomzentrum am Helios Klinikum Berlin-Buch ist Teil des EURACAN Netzwerkes

Seit dem 17. März 2022 ist es offiziell: Das Sarkomzentrum am Helios Klinikum Berlin-Buch ist jetzt Teil des Europaweiten Netzwerkes für seltene Tumoren bei Erwachsenen (European Reference Network EURACAN). Damit ist das Bucher Klinikum nach einem 2-jährigen Bewerbungs- und Auswahlprozess die einzige Helios Klinik, die im EURACAN Netzwerk vertreten ist. Ziel dieses Netzwerkes ist die Verbesserung der Versorgungsqualität für europäische Bürger:innen, die von seltenen Krebserkrankungen betroffen sind, sowie die Gewährleistung des Zugangs zu Innovationen in allen Mitgliedstaaten der EU.

 
Lesen Sie mehr 
Medizin

Wie gelingt in der Onkologie partizipative Entscheidungsfindung?

Die Behandlung von Krebserkrankungen beinhaltet nicht nur medizinische Verfahren wie Operationen, Bestrahlungen und Chemo- oder Immuntherapien, sondern ist eingebettet in ein komplexes Feld aus Wissensvermittlung, ethischen, rechtlichen, sozialen und ökonomischen Fragen im Versorgungsalltag – sowohl für die Behandelnden als auch für die Betroffenen. Die Deutsche Krebshilfe fördert für jeweils 3 Jahre 4 Projekte unter Leitung bzw. mit Beteiligung von Wissenschaftler:innen der Universitätsmedizin Halle und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die halleschen Projekte werden mit insgesamt 1,12 Millionen Euro gefördert.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Glucocorticoid-Rezeptor und RAS-Onkogen bremsen Krebsentstehung

In nicht-kleinzelligen Lungentumoren oder anderen Krebsarten findet sich oftmals das Onkogen RAS. Dieses „Krebs-Gen“ befeuert das Tumorwachstum und lässt sich bislang nicht gezielt ausschalten. Doch nun haben Forschende der Universität Ulm eine neue Funktion des Glucocorticoid-Rezeptors entdeckt: Im Zusammenspiel mit RAS-Proteinen auf der zytoplasmatischen Seite der Zellmembran kann der Rezeptor das Tumorwachstum ausbremsen. Der Weg zu konkreten therapeutischen Ansätzen ist noch weit, doch schon jetzt hat es die Studie auf den Titel des Fachjournals „Science Signaling“ geschafft.
Lesen Sie mehr 
Medizin

ITP: Was bei der Steroidgabe zu beachten ist

Niedrige Thrombozytenzahlen, Blutungszeichen und Fatigue sind die Leitsymptome der Immunthrombozytopenie (ITP) . Bedingt durch die Krankheitssymptomatik, aber auch durch das breitgefächerte Nebenwirkungsspektrum der in der Erstlinientherapie eingesetzten Kortikosteroide ist die Lebensqualität der Patient:innen häufig beeinträchtigt. „Diese vielfältigen Aspekte der ITP müssen wir auch bei der Therapieentscheidung berücksichtigen“, riet Dr. Thomas Stauch, Jena, im Rahmen des GTH-Kongresses.
Lesen Sie mehr 
Medizin

SSA: LAN-Fertigspritze sorgt für weniger Schmerzen an der Einstichstelle

Die im Rahmen der 19. Jahrestagung der European Neuroendocrine Tumor Society (ENETS, 10.-11. März 2022) präsentierten neuen Daten aus den Patientenbefragungen „PRESTO 2“ und „HomeLAN“ zeigen Vorteile für die Therapie mit einem Somatostatin-Analogon (SSA) mit der Lanreotid Autogel®-Fertigspritze (Lanreotid Autogel/Depot, LAN). Im Vergleich zu einer SSA-Therapie mittels Octreotid-Spritze (langwirksames Octreotid, LAR) berichteten weniger Patient:innen von Schmerzen an der Einstichstelle. Zudem wiesen Patient:innen, die Teil eines Patientenunterstützungsprogramms (patient support program, PSP) waren, ein hohes Maß an Zufriedenheit mit der Injektion auf.
Lesen Sie mehr 
Medizin

KRAS(G12D) und KRAS(G12V) bald behandelbar?

Eine aktuell in Nature Chemical Biology veröffentlichte Studie zeigt neue Möglichkeiten für den Einsatz niedermolekularer Wirkstoffe gegen KRAS, dem am häufigsten mutierten Protein bei Krebs. Wissenschaftler:innen haben die Bindung potenzieller therapeutischer Moleküle an häufige Mutanten des KRAS-Proteins untersucht. Diese Studie repräsentiert die erste Beobachtung und Quantifizierung der direkten Bindung (Target-Engagement) von KRAS(G12D) und anderen onkogenen KRAS-Hotspot-Mutanten in Zellen unter Verwendung von Tracern.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Blasenkrebs: Welche neuen Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung?

Eine neue Option zur Behandlung von Patient:innen mit nichtmuskelinvasivem Blasenkrebs (NMIBC) ist TAR-200. Dabei handelt es sich um ein in der Prüfung befindliches Arzneimittelabgabesystem auf Silikonbasis, mit dem sich die Behandlungszeit verlängern lässt. Die laufende SunRISe1-Studie (1) wird erste Daten zur Effektivität und Sicherheit für die Kombination des TAR-200 und des PD-L1-Inhibitors Cetrelimab sowie für TAR-200 als auch für Cetrelimab allein in der Behandlung von Patient:innen mit Hochrisiko nicht-muskelinvasivem Blasenkarzinom (HR-NMIBC) liefern.
Lesen Sie mehr 
Ovarialkarzinom

Niraparib + AAP: Neue Option für Patienten mit mCRPC und Defekten der HRR-Gene

Auf dem Genitourinary Cancers Symposium der American Society of Clinical Oncology (ASCO-GU) 2022 wurden erstmals Daten der Studie MAGNITUDE mit dem PARP-Inhibitor Niraparib und Abirateron + Prednison* (AAP) bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom vorgestellt (1). In dieser ersten Interimsanalyse zeigte sich eine signifikante Verbesserung beim radiologisch progressionsfreien Überleben (rPFS, primärer Endpunkt) und weiteren Endpunkten gegenüber AAP bei Patienten mit mCRPC, die Genmutationen in homologen Rekombinations-Reparaturgenen (HRR) aufwiesen.
Lesen Sie mehr