Journal Onkologie

News | Beiträge ab Seite 232

Auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) wurden gestern neue Phase-III-Daten zu Kombinationsstrategien mit Atezolizumab (Tecentriq®▼) in der First-Line-Therapie des fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms (NSCLC) vorgestellt. Die zentralen Ergebnisse: In der Studie IMpower150 überlebten Patienten median 4,5 Monate länger, wenn sie Tecentriq® zusätzlich zu einer Kombination aus Bevacizumab (Avastin®) und Chemotherapie erhielten (1). Weiterhin zeigen erste Resultate der Studie IMpower131, dass Atezolizumab in Kombination mit Carboplatin und nab-Paclitaxel das Risiko für Progression oder Tod gegenüber der alleinigen Chemotherapie um 29% reduziert (2).
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Medizin

TOPACIO – Vielversprechende Daten mit der Kombination aus PARP-Inhibitor Niraparib und PD-1-Inhibitor Pembrolizumab

Bei der Jahrestagung der Society of Gynecologic Oncology (SGO) on Women’s Cancer, die vom 24.-27. März 2018 in New Orleans, USA, stattfand, wurden die ersten Daten der Phase-I/II-Studie TOPACIO (NCT02657889) vorgestellt. In dieser Studie wird der PARP-Inhibitor Niraparib in Kombination mit dem monoklonalen Anti-PD-1-Antikörper Pembrolizumab bei Patientinnen mit Platin-resistentem Ovarialkarzinom und bei Patientinnen mit triple-negativem Mammakarzinom geprüft (1).
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Medizin

Schnelltests für genauere Diagnose bei Meningeomen

Bestrahlung nach der OP? Bei Meningeomen gibt ein neues, in Heidelberg entwickeltes Klassifizierungssystem anhand des „molekularen Fingerabdrucks“ darüber sehr zuverlässig Auskunft. Die dazu nötige Analyse von chemischen Mustern an der Erbinformation der Tumorzellen ist allerdings aufwändig – Wissenschaftler der Abteilung Neuropathologie am Universitätsklinikum Heidelberg und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Andreas von Deimling) arbeiten daher in den kommenden 2 Jahren an der Entwicklung eines einfacheren Tests, der in den meisten Laboren ohne Schwierigkeiten durchgeführt werden kann. Gleichzeitig wird das Team um Dr. Felix Sahm in den molekularen Eigenschaften der nun unterscheidbaren Tumorunterklassen nach Ansatzpunkten für gezielte Therapien suchen. Denn insbesondere für die sehr aggressiven Meningeome des Grades III oder Tumoren, die sich nicht vollständig entfernen lassen, gibt es derzeit noch keine zufriedenstellenden Therapieoptionen. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung finanziert das Projekt mit insgesamt rund 300.000 Euro.
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Zulassungserweiterung für Denosumab beim multiplen Myelom

Wie Anfang April bekannt wurde, hat die Europäische Kommission eine Zulassungserweiterung für Denosumab (XGEVA®) zur Prävention skelettbezogener Komplikationen (pathologische Fraktur, Bestrahlung des Knochens, Rückenmarkkompression oder operative Eingriffe am Knochen) bei Erwachsenen mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen und Knochenbefall erteilt, die nun auch erwachsene Patienten mit multiplem Myelom einschließt.
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Medizin

Chancen und Risiken von Gentherapien

Jedes Jahr erhalten hunderttausende Deutsche eine Krebsdiagnose. Ein Teil des Problems: Die schwache Reaktion des Immunsystems auf Tumorzellen. Neue Verfahren der Gentherapie setzen an dieser Stelle an. Mit der Genschere CRISPR-Cas9 wird es möglich sein, körpereigene Abwehrzellen so zu verändern, dass sie Krebszellen effektiver bekämpfen. Dabei findet ein Eingriff in das menschliche Erbgut statt. Doch wie gut sind die Chancen, Krebspatienten mit einer solchen Gentherapie zu heilen? Welche Risiken birgt das neue Verfahren? Wissenschaft im Dialog (WiD) und die Leopoldina laden alle Interessierten zur Diskussion ein im Rahmen des Planspiels „Das Immunsystem gegen Krebs mobilisieren?“. Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, 18. April 2018, von 18 bis 21 Uhr an der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina (Vortragssaal), Jägerberg 1, 06108 Halle (Saale). Die Teilnahme ist kostenlos, um eine Anmeldung bis zum 15. April wird gebeten.
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Medizin

Wie Proteine den Zellzyklus regulieren

Die Zellteilung ist die Grundlage allen Lebens. Bereits kleinste Fehler im Ablauf können zu Krankheiten wie Krebs führen. Damit alles nach Plan verläuft, müssen bestimmte Proteine zu bestimmten Zeitpunkten an- oder abgeschaltet werden. Biophysikern und Medizinern der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ist es jetzt gelungen, den zugrunde liegenden Mechanismus dafür zu beschreiben. Sie zeigen, wie Signalwege in der Zelle die Struktur von Proteinen verändern und so den Zellteilungszyklus zur richtigen Zeit in die richtige Richtung vorantreiben.
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Medizin

Proteasom-Inhibition beim Multiplen Myelom, ein bewährtes Therapieprinzip

Für die Behandlung des Multiplen Myeloms (MM) stehen verschiedene Therapieoptionen und unterschiedliche Substanzgruppen zur Verfügung. Um die Erkrankung langfristig zu stabilisieren, ist die Proteasom-Inhibition weiterhin ein bewährtes Therapieprinzip, speziell für zytogenetische Hochrisiko-Patienten. Behandlungsziel ist es, aus einer potentiell tödlichen Erkrankung eine langfristig behandelbare chronische Erkrankung zu machen, erläuterte Dr. Axel Nogai, Berlin. Vor diesem Hintergrund werden für die Behandlung des MM verschiedene Therapieansätze verfolgt. Diskutiert wird, ob mit frühzeitig eingesetzten Kombinationstherapien eine klonale Evolution vermieden bzw. deutlich verlangsamt werden kann und ob damit möglicherweise eine Hoffnung auf Heilung besteht.
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Gesundheitspolitik

Pflegemangel in Intensivmedizin führt zu Versorgungsengpässen

Auf Deutschlands Intensivstationen zeichnet sich ein gravierenderer Mangel an Pflegepersonal ab. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) hin und appelliert an die Politik, die Rahmenbedingungen für die Intensivpflege neu zu ordnen: Arbeitsbedingungen, Pflegeschlüssel und Bezahlung müssten deutlich verbessert werden. Nur so ließen sich qualifizierte Fachkräfte in ausreichender Zahl finden, um die Versorgungsqualität in der Intensivmedizin auch in Zeiten des demographischen Wandels aufrechtzuerhalten.
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Gesundheitspolitik

Diagnostik und Behandlung von Dyskalkulie

Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) begrüßt, dass die S3-Leitlinie endlich wissenschaftlich fundierte, einheitliche Standards in der Diagnostik und Behandlung der Rechenstörung (Dyskalkulie) schafft. Seit Jahrzehnten warten Menschen mit einer Dyskalkulie vergeblich darauf, dass sie genauso wie die Legasthenie in der Schule, der Ausbildung und im Studium anerkannt wird. Jetzt ist eine wichtige Grundlage für die Anerkennung entstanden, sagt Christine Sczygiel, Bundesvorsitzende des BVL.
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Medizin

Febrile Neutropenie: Bedarf für G-CSF-Prophylaxe vor jedem Chemotherapiezyklus abschätzen

Die Chemotherapie ist weiterhin eine wichtige Säule der systemischen onkologischen Therapie, betonte Prof. Dr. Hartmut Link, Kaiserslautern, anlässlich des Deutschen Krebskongresses in Berlin (1). Damit ist auch die Prophylaxe von febrilen Neutropenien (FN) als lebensbedrohliche Komplikation der Chemotherapie weiterhin von großer Bedeutung. Die FN-Prophylaxe mit Granulozyten-Kolonie-stimulierenden Faktoren wird nach der aktuellen S3-Leitlinie „Supportive Therapie bei onkologischen Patienten“ (2) nicht nur abhängig von der Art der Zytostatika empfohlen, sondern auch unter Berücksichtigung von individuellen Risikofaktoren, die sich im Verlauf der Behandlung ändern können. Deshalb sollte das FN-Risiko vor jedem Chemotherapie-Zyklus erneut ermittelt werden.
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Gesundheitspolitik

Krankenkasse muss nicht jede Therapie auf ärztliches Anraten bezahlen

Krankenkassen müssen nicht für alle Heilbehandlungen aufkommen. Ist die gewünschte Therapie noch Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen, kann die Kasse auf andere, erprobte Möglichkeiten verweisen. Das gilt auch, wenn die behandelnden Ärzte die Therapie empfohlen haben, entschied das Sozialgericht Detmold (Az.: S 3 KR 604/15). In dem verhandelten Fall litt eine Frau unter einer krankhaften Fettverteilungsstörung.
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Medizin

Platin-sensitives Ovarialkarzinomrezidiv: Erhaltungstherapie mit Niraparib

Seit der Zulassung von Niraparib (Zejula®) im November 2017 kann allen Patientinnen mit rezidiviertem Ovarialkarzinom, die auf die Platin-basierte Rezidivtherapie angesprochen haben, eine Erhaltungstherapie mit dem PARP-Inhibitor angeboten werden. Die Bestimmung des BRCA-Mutationsstatus ist nicht notwendig. Ein Lunch-Symposium im Rahmen des 10. Kongresses für Gynäkologie und Geburtshilfe informierte über die Daten der Zulassungsstudie, aktuelle Auswertungen und das Therapiemanagement.
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Medizin

Prostatakarzinom: Testosteron-Suppression mit Leuprorelin-Implantat

Die Androgen-Entzugs-Therapie (ADT) ist ein seit Jahrzehnten fest etablierter Standard in der Therapie des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms. Um die Jahrtausendwende entwickelte Hexal als kostengünstige Alternative zu den verfügbaren Leuprorelinacetat-Originalpräparaten ein biodegradierbares Implantat. Jetzt, 10 Jahre nach der Zulassung und Markteinführung, hat sich Leuprone® HEXAL® als einfach handhabbare, wirksame und wirtschaftliche Therapieoption beim hormonabhängigen Prostatakarzinom sehr gut in der ADT etabliert.
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