News | Beiträge ab Seite 218
Gesundheitspolitik
„Tag der Seltenen Erkrankungen“ – 4 Millionen Betroffene
Der „Tag der Seltenen Erkrankungen“ am 28. Februar schafft Aufmerksamkeit für allein in Deutschland 4 Millionen Betroffene. Er informiert über die unter der Bezeichnung zusammengefassten Krankheiten, klärt auf und trägt zur Verbesserung der Patientenversorgung bei. Der Blut- und Plasmaspendedienst Haema unterstützt diesen internationalen Aktionstag. Ein Teil der Seltenen Erkrankungen kann mit Medikamenten behandelt werden, die aus dem vom Unternehmen gesammelten Blutplasma hergestellt werden.
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Gesundheitspolitik
Studie: Deutsche wünschen sich Beachtung von Genderunterschieden in der Medizin
Geschlechterunterschiede in der Medizin – dieses Thema ist in der Mitte der Bevölkerung angekommen. Laut einer neuen repräsentativen Studie der pronova BKK wissen 9 von 10 Deutschen, dass Männer für bestimmte Erkrankungen ein anderes Risiko haben als Frauen. Mehr als 8 von 10 Menschen sind zudem überzeugt, dass auch Krankheitssymptome geschlechterspezifisch sind. Gleichzeitig erhalten 67% der 1.000 Befragten von Ärzten keine Informationen über unterschiedliche Wirkungen von Medikamenten auf Frauen und Männer. Aus Sicht der Befragten wird dies weder in der Forschung noch im Arztgespräch ausreichend berücksichtigt.
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Medizin
Polycythaemia vera (PV) – So ist der CRP mit dem TE-Risiko assoziiert
Thromboembolische Ereignisse (TE) sind die häufigsten und schwerwiegendsten Komplikationen bei der Polycythaemia vera (PV). Entsprechend wichtig ist die Identifikation von Faktoren, die zur Risikoabschätzung herangezogen werden können. Ein vielversprechender Kandidat ist das C-reaktive Protein (CRP). Wie in der PV TE und CRP korrelieren.
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Gesundheitspolitik
Mindestlohn-Erhöhung: Reha braucht Aufstockung
Die vorgesehene Erhöhung des Mindestlohns löst bei den Gehältern eine Kettenreaktion aus und verschärft die Krise der Reha- und Vorsorgeeinrichtungen. Der BDPK fordert deshalb von den Kostenträgern Zuschläge auf die Vergütung für medizinische Rehabilitation und Vorsorge.
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Medizin
HER2low Mammakarzinom: Trastuzumab-Deruxtecan verbessert PFS und OS
Die positiven Top-line-Ergebnisse der pivotalen Phase-III-Studie DESTINY-Breast04 zeigten, dass Trastuzumab-Deruxtecan einer Chemotherapie bei Patient:innen mit HER2low, nicht resezierbarem und/oder metastasiertem Mammakarzinom in Bezug auf das progressionsfreie Überleben (PFS) und das Gesamtüberleben (OS) signifikant überlegen ist. Die signifikanten und klinisch bedeutsamen Unterschiede waren dabei unabhängig vom Hormonrezeptorstatus (HR) der Patient:innen. In der Vergleichsgruppe kam eine Chemotherapie nach Ermessen des behandelnden Arztes zur Anwendung, was den aktuellen Behandlungsstandard in dieser Situation darstellt. Alle Patient:innen wurden im Rahmen der Studie auf HER2 getestet und diese Ergebnisse zentral bestätigt. Der Status „HER2low“ wurde dabei definiert als ein immunhistochemischer Score (IHC) von 1+ oder 2+ bei gleichzeitig negativem In-situ-Hybridisierungs-Score (ISH).
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Medizin
MGUS: Neue S3-Leitlinie
Erstmals ist in Deutschland eine S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge für Patient:innen mit monoklonaler Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS) und für Betroffene mit Multiplem Myelom erschienen. Das Leitlinienprogramm Onkologie hat die S3-Leitlinie unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) e.V. und unter Mitwirkung von 24 Fachgesellschaften sowie weiteren Organisationen herausgegeben. Das Ziel ist es, evidenzbasierte Behandlungsmöglichkeiten aufzuzeigen und daraus Standards für die Diagnostik und Therapie von Betroffenen mit MGUS oder Multiplem Myelom in Deutschland zu etablieren.
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JOURNAL HÄMATOLOGIE
Aktuelle Informationen aus der Hämatologie
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Medizin
MM: Lenalidomid-Generikum ab sofort verfügbar
Die Therapie onkologischer Erkrankungen erfordert viel Expertise. Mit mehr als 28 Mio. jährlichen Einzeldosen für Krebstherapien (1) gehört die Accord Healthcare zu den führenden Unternehmen auf diesem Gebiet. Mit der Einführung von Lenalidomid Accord Hartkapseln wächst das onkologische Portfolio um ein Arzneimittel, das in allen 4 Indikationen mit dem Original-Medikament* identisch ist. Durch das Einsparpotenzial von bis zu 15,4% (2) bieten Lenalidomid Accord Hartkapseln hier eine kostengünstige Option.
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Medizin
Wie lässt sich der Bestrahlungserfolg bei Hirntumoren vorhersagen?
Die Dresdner Wissenschaftlerin Dr. Annekatrin Seidlitz konnte zeigen, dass die kombinierte Nutzung der Bildgebungsverfahren PET und MRT bei Patient:innen mit einem aggressiven Hirntumor deutlich mehr Informationen für eine individuelle Therapie liefert. Die bei der Bildgebung eingesetzte radioaktiv markierte Aminosäure Methionin liefert vor Therapiebeginn Hinweise darauf, wo der Tumor nach der Therapie erneut auftreten könnte. Die Stiftung Hochschulmedizin Dresden würdigte die Veröffentlichung der Studienärztin mit einem Carl Gustav Carus Förderpreis. Dr. Seidlitz kann sich über 1.000 Euro Preisgeld freuen, finanziert von der Medizinischen Fakultät der TU Dresden.
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Gesundheitspolitik
Lieferengpass Tamoxifen: Patient:innen brauchen Versorgungssicherheit bei unverzichtbaren Medikamenten
Der Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF) und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) fordern zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Senologie e.V. (DGS) am aktuellen Beispiel des nur noch schwer verfügbaren Brustkrebsmedikaments Tamoxifen eine transparentere Kommunikation und Informationen bei Lieferengpässen. Für eine nachhaltige Versorgungssicherheit braucht es eine Neuausrichtung, die nicht länger durch die Mechanismen von Preis- und Rabattdruck gefährdet ist, sondern eine Skalierbarkeit gewährleistet, die Schaden von den Patient:innen abwendet.
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News
Künstliche Intelligenz: Das sind die Top-Health-Startups
Das US-amerikanische Unternehmen Olive ist mit 902 Millionen US-Dollar das bestfinanzierte KI-Startup im Gesundheitswesen weltweit. Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis von Daten des Branchenportals Medical Startups.
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Urologische Tumoren
Hoffnung auf Immuntherapie beim fortgeschrittenen Peniskarzinom?
Die Prognose von Patienten mit fortgeschrittenem Plattenepithelkarzinom des Penis ist schlecht. Nur jeder Fünfte überlebt 2 Jahre diese Diagnose (1). Nach präklinischen Untersuchungen können diese Karzinome eine deutliche Infiltration von Immunzellen und eine hohe Expression des Biomarkers Programmed Death-Ligand 1 (PD-L1) aufweisen. Daher prüfte die PERICLES-Studie den Einsatz eines Checkpoint-Inhibitors in dieser Situation.
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Medizin
Das Frankfurter Symposium setzt erneut die Standards in der medizinischen Fortbildung
Das Frankfurter Symposium wurde vor 7 Jahren gemeinsam von der MCI Healthcare Academy und Prof. Dr. Salah-Eddin Al-Batran, Chefarzt am Krankenhaus Nordwest und Geschäftsführer des Instituts für Klinische Krebsforschung (IKF) in Frankfurt, als ein sehr partizipatives und praxisrelevantes Fortbildungsformat rund um neueste Studien und aktuelle Therapiestandards der gastrointestinalen (GI) Onkologie entwickelt. Im September 2021 startete das Symposium nun im neuen Design als Community unter dem Namen Frankfurter Symposium 365. In Kooperation mit dem IKF werden regelmäßig Aspekte rund um Arzt-initiierte Studien in Deutschland berücksichtigt wie z.B. Study of the Month oder IKF-Studientreffen.
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Urothelkarzinom
Pembrolizumab + Sacituzumab govitecan: Auf der Suche nach neuen Bausteinen für die Therapie des mUC
Für Patient:innen mit metastasiertem Urothelkarzinom (mUC), die nach einer platinbasierten Chemotherapie (PBC) keine anhaltende Krankheitskontrolle erreichen, stellen Checkpoint-Inhibitoren eine Standardbehandlungsoption dar. In einer Kohorte der Plattformstudie TROPHY-U-01 wurde der Checkpoint-Inhibitor Pembrolizumab (Pembro) jetzt mit Sacituzumab govitecan (SG) kombiniert. SG ist ein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC), dessen Antikörper spezifisch an das Antigen das Trophoblasten-Zelloberflächen-Antigen 2 (Trop-2) bindet. Trop-2 wird von verschiedenen soliden Tumoren stark exprimiert und bietet daher eine interessante Struktur, um einen zytotoxischen Wirkstoff – hier den Topoisomerase-I-Inhibitor SN-38 – gezielt zur Tumorzelle zu bringen.
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Prostatakarzinom
mCRPC: Enzalutamid über Progress hinaus fortführen?
Entwickeln Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (mCRPC) unter der Therapie mit Enzalutamid zusätzlich zu einer Androgenentzugstherapie (ADT) einen Progress, wird das Antiandrogen vor Beginn der Docetaxel-Therapie abgesetzt. Möglicherweise ist es aber sinnvoll, die Therapie mit Enzalutamid fortzuführen, wie die Ergebnisse der Studie PRESIDE andeuten.
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Medizin
mUC: Welche Patient:innen erhalten Platin-basierte Therapien?
Die Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO) empfehlen die Erstlinienbehandlung von metastasierten Urothelkarzinomen (mUC) auf Grundlage der Eignung für Cisplatin und Platin. Bislang haben die meisten Real-world-Analysen den von Ärzt:innen bestätigten Eignungsstatus nicht berücksichtigt. Das „Adelphi mUC Disease-Specific Programme“, eine Point-in-Time-Studie, schloss diese Lücke mit der Zusammenfassung der Kriterien des Real-world-Settings, anhand derer die Platin-Eignung (PE) und die darauf basierende Erstlinienbehandlung bestimmt werden.
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Prostatakarzinom
Der nächste Intensivierungsschritt: Tripeltherapie bei mHSPC
Der selektive Androgenrezeptor-Antagonist Darolutamid wird aktuell zur Behandlung des nicht-metastasierten, kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (nmCRPC) eingesetzt. Die ARASENS-Studie prüft die Wirksamkeit und Sicherheit des Wirkstoffs in Kombination mit einer Androgenentzugstherapie (ADT) und Docetaxel beim metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinom (mHSPC). Die Hinzunahme von Docetaxel zur ADT ist mit einer Level-1-Evidenz für ein verbessertes Gesamtüberleben (OS) ein Standard bei mHSPC. Im Vergleich zu diesem Standard kann die frühe Kombination von Darolutamid mit ADT und Docetaxel das Gesamtüberleben (OS) der Patienten nach den Ergebnissen der ARASENS-Studie weiter verlängern, berichtete Prof. Dr. Matthew Raymond Smith vom Massachusetts General Hospital Cancer Center in Boston, USA, anlässlich des 2022 ASCO GU-Symposiums (1).
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Prostatakarzinom
mCRPC: PARP-Inhibitor in der Erstlinientherapie verzögert Progress
In einer Phase-II-Studie mit Docetaxel-vorbehandelten Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (mCRPC) hatte Olaparib, ein Inhibitor der Poly(Adenosindiphosphat–Ribose)-Polymerase (PARP), zusätzlich zu Abirateronacetat plus Prednison (AAP) das radiologisch progressionsfreie Überleben (rPFS) gegenüber Placebo-AAP verbessern können. Eine Phase-III-Studie bestätigt jetzt die Effektivität dieser Kombination in der Erstlinientherapie des mCRPC (1).
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Medizin
Wie sieht die optimale Behandlung einer Dysphagie aus?
Schluckstörungen können vielfältige Ursachen haben: Von neurogenen Störungen über eine eosinophile sophagitis (EoE) bis hin zu Kopf-Hals-Tumoren. Es bedarf daher einer umfassenden interdisziplinären Diagnostik, um eine zielgerichtete möglichst kausal orientierte Therapie der Dysphagie gewährleisten zu können. Was beim Management von Schluckstörungen zu beachten ist, wurde von Expert:innen beim 29. Gastroenterologischen Seminar der Falk Foundation e.V. in Leipzig erläutert.
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Medizin
Update vom ASH 2021 zur CML
CML: Welche Optionen stehen in der Blastenkrise zur Verfügung?
Anlässlich des Kongresses der American Society of Hematology (ASH) 2021 stellten die Autor:innen der multizentrischen Phase-III-Studie ASCEMBL neue Daten zu Asciminib versus Bosutinib in der Drittlinientherapie der chronischen myeloischen Leukämie (CML) vor (1). Anders als konventionelle Tyrosinkinaseinhibitoren (TK)I bindet Asciminib an die Myristoyl-Bindungsstelle (STAMP) von BCR-ABL1 und wies daher auch bei Resistenz oder Unverträglichkeit gegen herkömmliche TKI eine gute Wirksamkeit auf.
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Medizin
RCC: Pembrolizumab in der EU zugelassen
Die Europäische Kommission hat Pembrolizumab als Monotherapie für die adjuvante Behandlung von Erwachsenen mit Nierenzellkarzinom (RCC) zugelassen, bei denen ein erhöhtes Rezidivrisiko nach einer Nephrektomie oder nach einer Nephrektomie und Resektion metastasierter Läsionen besteht. Diese Zulassung basiert auf den Ergebnissen der Phase-III-Studie KEYNOTE-564.
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