Journal Onkologie

News | Beiträge ab Seite 181

Für die meisten Menschen in Deutschland sind die Wege zu wichtigen Einrichtungen der Gesundheitsversorgung kurz. 75% der Bevölkerung in Deutschland finden die nächste Hausarztpraxis und 67% die nächste öffentliche Apotheke in einem Umkreis von 1.000 Metern. In Landkreisen abseits der größeren Städte liegt der Anteil jedoch deutlich darunter. Auch zwischen den Bundesländern gibt es beträchtliche Unterschiede. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).
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Medizin

CAR-T-Zell-Therapie: Ermutigende Daten aus Phase-I/II-Studie zu BNT211 bei schwer zu behandelnden soliden Tumoren

Beim ESMO 2022 wurden positive Follow-up-Daten aus der laufenden klinischen Phase-I/II-Studie zum neuartigen CAR-T-Zell-Therapieansatz BNT211 präsentiert. In der Studie werden die Sicherheit und Wirksamkeit von BNT211 in Patient:innen mit rezidivierten oder refraktären fortgeschrittenen soliden Tumoren untersucht. Die Ergebnisse zeigten ermutigende Anzeichen für eine Anti-Tumor-Aktivität. Bei den beiden untersuchten Dosisleveln wurde weiterhin ein kontrollierbares Sicherheitsprofil beobachtet.
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Gesundheitspolitik

Corona-Herbst: Berufstätige für Maskenpflicht und Tests, aber kaum Homeoffice

Gewohnte Maßnahmen wie Maskenpflicht und regelmäßige Corona-Tests am Arbeitsplatz präferiert jede und jeder Zweite weiterhin, wenn in diesem Herbst eine erneute starke Corona-Welle anrollt. Auch ein Lüftungskonzept, weniger Personen pro Raum sowie die Desinfektion von Flächen sind weiterhin erwünscht. Jeder Siebte (14%) hat allerdings genug von jeglichen Maßnahmen und möchte keinerlei coronabedingte Einschränkungen mehr. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen Studie "Arbeiten 2022" der pronova BKK, für die im September 2022 rund 1.200 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 18 Jahren befragt wurden.
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Gesundheitspolitik

DOG fordert Maßnahmen gegen Monopolbildungen

Ende September hat der Landtag von Schleswig-Holstein in einem Beschluss die Bundesregierung aufgefordert, Maßnahmen gegen das zunehmende Vordringen von Konzernen und Finanzinvestoren in die Strukturen der ärztlichen Versorgung wie Arztpraxen und Medizinische Versorgungszentren (MVZ) zu unternehmen. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) begrüßt diesen Beschluss und fordert, dass die Besitzverhältnisse von Praxen und MVZ für Patientinnen und Patienten transparent sein müssen. Für eine sichere ärztliche Versorgung aller Patientinnen und Patienten, unabhängig von ihrer Erkrankung, muss außerdem die Anzahl der MVZ, die ein einzelner Besitzer betreiben kann, begrenzt werden.
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News

Steigende Kosten: Erhöhung des GKV-Zusatzbeitrages um 0,3% beschlossen

Laut der aktuellen Prognose des GKV-Schätzerkreises belaufen sich die Einnahmen des Gesundheitsfonds für das Jahr 2022 auf rund 268,9 Milliarden Euro. Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland schätzt das Expertengremium für dasselbe Jahr mit 286,7 Milliarden Euro aber rund 20 Milliarden höher. Als Konsequenz der sich immer weiter erhöhenden Kosten soll der GKV-Zusatzbeitrag um 0,3% steigen, womit der durchschnittliche Betrag der gesetzlichen Krankenkasse ab 2023 etwa 16,2% beträgt.
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Gesundheitspolitik

GKV-Finanzstabilisierung: Falsches Gesetz, gerade in Krisenzeiten

„Das (...) vom Bundestag beschlossene GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG) gefährdet die Versorgung der Patientinnen und Patienten mit innovativen und generischen Arzneimitteln. Zudem schadet es insgesamt dem Standort Deutschland,“ so Dr. Hubertus Cranz, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller (BAH). Dass der Gesetzgeber angesichts eines seit 2009 bestehenden Preismoratoriums und einer nunmehr auf 10% gestiegenen Inflationsrate weitere Belastungen für die Arzneimittel-Hersteller beschlossen habe, sei nicht vermittelbar und stehe im Widerspruch zum Koalitionsvertrag, der noch für die Stärkung des Standorts und die Weiterentwicklung der Versorgung stand.
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Hämatologie

Neue Perspektive in der Therapie der Kälteagglutinin-Erkrankung

Die Kälteagglutinin-Erkrankung (CAD) ist eine durch Kälteantikörper ausgelöste sehr seltene autoimmunhämolytische Anämie mit hohem Thromboserisiko und erhöhter Letalität, wie Prof. Dr. Alexander Röth, Essen, berichtete. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 67 Jahren. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen. Klinisch präsentiert sich die CAD durch Komplement-vermittelte Symptome (Hämolyse/hämolytische Anämie, Fatigue, Dyspnoe, Hämoglobinurie, Ikterus) und durch Kälteagglutinin-vermittelte Symptome (Akrozyanose, Raynaud-Phänomen, Livedo reticulareis, Gangrän). Bei Patient:innen mit CAD besteht ein hoher ungedeckter medizinischer Bedarf, da die bisherigen Behandlungsstrategien mit B-Zell-gerichteten Immunchemotherapien im Hinblick auf Ansprechen und Sicherheit laut Röth problematisch sind.
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Gesundheitspolitik

Landesminister fordern Ende der Impfpflicht im Gesundheitssektor

Sachsen, Bayern und Thüringen fordern gemeinsam ein Ende der Impfpflicht für das Personal in Gesundheit und Pflege zum Jahresende. Die 3 Landesgesundheitsminister Petra Köpping (SPD), Klaus Holetschek (CSU) und Heike Werner (Linke) setzen sich in einem Brief an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) dafür ein, die zum Jahresende auslaufende Impfpflicht nicht zu verlängern, wie die Politiker mitteilten. Grund ist die Befürchtung, dass diese den Personalmangel im Gesundheitswesen noch verschärft. Die Initiative ging von Sachsen aus.
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Gesundheitspolitik

Notfallregister soll Patienten-Hilfe bei Stromausfall ermöglichen

Für den Fall großflächiger Stromausfälle soll künftig ein Notfallregister den sofortigen Überblick über Beatmungspatienten und Hilfsbedürftige möglich machen. Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben wüssten derzeit nicht, wo sich Menschen mit schwersten gesundheitlichen Einschränkungen wie beispielsweise an einem Heimbeatmungsplatz befänden, teilten die Organisatoren der Plattform, darunter Katastrophenschützer und Sicherheitsforscher, in Berlin mit. Hilfsbedürftige oder deren Pfleger können sich ab sofort online in einem Notfallregister eintragen.
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News

Wo Krankenhauszugang zur Zeitfrage wird

In sechs deutschen Landkreisen lebten 2020 weniger als 60 Prozent der Bevölkerung in für Notfälle ausreichender Nähe von Krankenhäusern. Laut Daten von Eurostat liegt der ostfriesische Landkreis Wittmund diesbezüglich an erster Stelle, lediglich 48 Prozent der Bewohner:innen können innerhalb von 15 Fahrminuten ein Krankenhaus erreichen. Wie unsere Grafik zeigt, liegen auch drei weitere der acht Regionen mit dem schlechtesten Zugang zu Krankenhäusern in Niedersachsen.
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Gesundheitspolitik

Lauterbach: Wegfall der Nachtdienste zur Entlastung der Pflegekräfte

Angesichts steigender Corona-Zahlen und Personalnot in vielen Krankenhäusern plant Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) eine Reform zur Entlastung. Ziel dabei sei es, alle dafür geeigneten Behandlungen als Tagesbehandlung durchführen zu können, machte er am Dienstag im ZDF-„Morgenmagazin“ deutlich. So sollten Nachtdienste wegfallen und Pflegekräfte entlastet werden. „Wir haben ja nicht zu wenig Pflegekräfte gemessen an der Bevölkerung, wir setzen sie sehr wenig effizient ein.“
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Gesundheitspolitik

Geberkonferenz bringt fast 2,7 Milliarden Euro gegen Polio

Eine von Deutschland mitorganisierte Geberkonferenz hat 2,6 Milliarden US-Dollar für den Kampf gegen Kinderlähmung mobilisiert. Mit dem Geld – umgerechnet etwa 2,65 Milliarden Euro – will die Weltgemeinschaft die Krankheit bis 2026 besiegen und dafür 370 Millionen Kinder gegen Polio impfen. „Eine Welt ohne Polio wird möglich. Das ist die gute Nachricht dieser Konferenz. Polio lässt sich nur besiegen, wenn wir weltweit gegen die Krankheit vorgehen. Denn solange das Virus irgendwo existiert, kann es sich wieder ausbreiten, auch bei uns“, teilte Entwicklungsministerin Svenja Schulze mit, die Ko-Gastgeberin der Konferenz am Dienstag in Berlin war.
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Gesundheitspolitik

TK: Mehr vermutete Behandlungsfehler in Bayern registriert

Die Zahl der vermuteten Behandlungsfehler ist 2021 in Bayern wieder angestiegen. "Im vergangenen Jahr wandten sich 746 bayerische Versicherte an uns, weil sie einen Fehler bei einer medizinischen Behandlung vermuteten", sagt Christian Bredl, Leiter der Techniker Krankenkasse (TK) im Freistaat. "Das waren 15 Patientinnen und Patienten mehr als im Vorjahr und entspricht einer Steigerung von rund zwei%." Bundesweit dagegen sank die Zahl der Meldungen im gleichen Zeitraum um 36 auf 5.981. Das sind 0,6% weniger als im Jahr 2020.
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Gesundheitspolitik

Patientenschützer: Corona-Bürgertests wieder kostenlos anbieten

Patientenschützer fordern angesichts steigender Corona-Infektionszahlen, die Bürgertests wieder kostenlos anzubieten. „Es gilt, dem Stochern im Nebel beim Infektionsgeschehen ein Ende zu setzen“, sagte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die Bundesregierung habe insbesondere aus Kostengründen das Testangebot „fahrlässig runtergefahren“. „Damit wurde das aussagekräftige Corona-Radar abgeschaltet“, kritisierte Brysch. „Der Bundesgesundheitsminister ist gefordert, die kostenlosen Bürgertests sofort wieder einzuführen“, forderte er. Auch der Zugang zu PCR-Tests müsse wieder erleichtert werden.
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Gesundheitspolitik

Krankenkassen sehen Spielraum für geringere Beitragsanhebung 2023

Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) dringen darauf, drohende Mehrbelastungen für die Beitragszahler wegen eines erwarteten Milliardendefizits im nächsten Jahr abzumildern. „Jeder Euro zum Schließen der Finanzierungslücke, der nicht durch steigende Zusatzbeiträge finanziert werden muss, zählt für die Menschen“, sagte die Chefin des GKV-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer. Der Verband bezog sich auf neue Daten eines Schätzerkreises, wonach der durchschnittliche Zusatzbeitrag für 2023 rechnerisch noch um 0,2 Punkte statt um bisher angenommene 0,3 Punkte anzuheben wäre.
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News

Corona treibt Einsamkeitsrate in die Höhe

Die ersten Monate der Corona-Pandemie im Jahr 2020 haben zu einem deutlichen Anstieg der vereinsamten Menschen ab 46 Jahren geführt. Das ist das Ergebnis einer im Juni 2020 durchgeführten Sonderbefragung des Deutschen Alterssurvey (DEAS), der alle drei Jahre Deutsche in der zweiten Lebenshälfte zu relevanten Themen wie Alterssicherung, Arbeit und Ruhestand, Digitalisierung, Ehrenamt, Gesundheit und sozialen Beziehungen befragt. Wie unsere Grafik zeigt, waren Menschen mittleren Alters besonders von Einsamkeit betroffen.
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