Journal Onkologie

News | Beiträge ab Seite 160

Medizin
 5 Min|

Krebsbedingter Herz-Schwund – Neue Form der Kardiomyopathie entdeckt

Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben viel gemeinsam. Sie sind nicht nur in ihrer Häufigkeit und durch gemeinsame Risikofaktoren wie Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, schlechte Ernährung, Bewegungsmangel oder Diabetes mellitus eng miteinander verknüpft (1). Wer schwer an Krebs erkrankt, kann im fortgeschrittenen Stadium – auch unabhängig von Folgeschäden einer Krebstherapie auf das Herz – eine bisher so noch nicht bekannte Form der Herzmuskelerkrankung entwickeln. Diese „cardiac wasting-associated cardiomyopathy“ ist durch einen Schwund an Herzmuskelmasse gekennzeichnet. Ein Forscherteam um Dr. Markus Anker und Dr. Alessia Lena von der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin am Deutschen Herzzentrum der Charité (DHZC), Campus Benjamin Franklin (Klinikdirektor Prof. Dr. Ulf Landmesser), hat diese für die klinische Behandlung von Krebspatient:innen besonders wichtige Entdeckung in einer Untersuchung von 300 Krebspatient:innen erstmalig ausführlich im Detail beschrieben. Ihre im „Journal of the American College of Cardiology“ publizierte Arbeit (2) wurde mit dem Wilhelm P. Winterstein-Preis der Deutschen Herzstiftung ausgezeichnet.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
 2 Min|

Lauterbach verteidigt Cannabis-Freigabe mit Beschränkungen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat die geplante Cannabis-Legalisierung mit Beschränkungen anstelle einer völligen Freigabe verteidigt. „Komplett legal macht keinen Sinn“, sagte der SPD-Politiker in einem Gespräch mit dem Rapper Sido, das am Sonntag online veröffentlicht wurde. „Dann würde ich ja zum Beispiel legalisieren, dass jemand ein paar Kilo Stoff am Mann trägt. Wie will ich denn dann den Dealer noch unterscheiden von demjenigen, der für sich selbst konsumiert?“ Es entstünde eine Lage, in der der Schwarzmarkt blühte, weil es quasi keine Regeln gäbe, wer anbauen oder verkaufen dürfte. Dann käme man vom Regen in die Traufe. „Diese Idee halb legal klingt erst mal schlecht, ist aber die schlauere Idee.“
 
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Gesundheitspolitik
 2 Min|

Umfrage: Krankenhausreform halten 84% für notwendig

Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach und die Länder ringen aktuell um die zukünftige Ausgestaltung der Krankenhauslandschaft. Die angestrebte Reform soll die Versorgungs- und Behandlungsqualität nachhaltig verbessern. Dass eine solche Krankenhausreform in Deutschland notwendig sei, sagt laut einer aktuellen forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse die deutliche Mehrheit der 18- bis 70-Jährigen (84%). Fast jeder Zweite (46%) hält die Reform sogar für zwingend notwendig. „Die Menschen haben die aktuelle Situation erkannt und erwarten jetzt eine entsprechende Umsetzung der Politik. Patientensicherheit sollte das oberste Gebot dieser Reform sein. Wichtig ist es deshalb, bundeseinheitliche Qualitätskriterien für die Versorgung im Krankenhaus einzuführen“, erklärt Dr. Wolfgang Matz, Vorstandsvorsitzender der KKH.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 4 Min|

r/r MM: Zulassung von Talquetamab in der EU

Die Europäische Kommission hat eine bedingte Marktzulassung für Talquetamab als Monotherapie zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit rezidiviertem und refraktärem multiplem Myelom (r/r MM) erteilt, die mindestens 3 vorherige Therapien erhalten haben, einschließlich eines immunmodulatorischen Wirkstoffs, eines Proteasom-Inhibitors und eines Anti-CD38-Antikörpers, und bei denen während der letzten Therapie ein Fortschreiten der Krankheit festgestellt wurde (1, 2).
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Medizin
 3 Min|

DESTINY-PanTumor02: T-DXd bei verschiedenen HER2+ soliden Tumoren wirksam und sicher

Bei DESTINY-PanTumor02 handelt es sich um eine offene Phase-II-Studie, die als erste globale tumordiagnostische Studie die Wirksamkeit und Sicherheit von Trastuzumab-Deruxtecan (T-DXd) bei einem breiten Spektrum von HER2-exprimierenden soliden Tumoren untersucht. Eine Zwischenanalyse zeigte eine ermutigende objektive Ansprechrate (ORR), insbesondere bei Patient:innen mit starker immunhistochemischer Expression von HER2, einen dauerhaften klinischen Nutzen und ein überschaubares Sicherheitsprofil in dieser stark vorbehandelten Population (1).
Lesen Sie mehr 
Medizin
 5 Min|

Tumor Treating Fields in der Krebstherapie: Aktuelle Studiendaten

Vom 22. bis 24. Juni 2023 fand in Kassel der 29. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) statt. Im Rahmen eines Symposiums stellten Expert:innen aktuelle Erkenntnisse und Studiendaten zu TTFields vor. Neben Wirkmechanismus und präklinischen Ergebnissen diskutierten die Vortragenden auch Daten zum Einsatz von TTFields beim Gliom WHO-Grad 4. Zudem wurden die neuesten Ergebnisse der Zulassungsstudie LUNAR zur Behandlung des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) präsentiert (1).
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
 2 Min|

Lauterbach für verstärkte Vorsorge gegen Engpässe bei Kinderarzneien

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) dringt wegen möglicher neuer Engpässe bei Kindermedikamenten in der nahenden Erkältungssaison auf verstärkte Vorsorge. Im kommenden Herbst und Winter könnte für wichtige Antibiotika und weitere relevante Mittel „eine angespannte Versorgungssituation“ entstehen, schrieb er in einem Brief an den Verband des Pharmagroßhandels. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte veröffentlichte am Donnerstag eine „Dringlichkeitsliste“ mit gut 30 Kinderpräparaten, die höchste Priorität haben. Lauterbach bat, deren Beschaffung zu intensivieren.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
 2 Min|

Sozialbündnis macht Druck für Pflegevollversicherung

Ein Bündnis aus Sozialverbänden und Gewerkschaften macht angesichts immer höherer Zuzahlungen für Pflegebedürftige Druck für eine Vollversicherung, die alle Pflegekosten übernimmt. Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, Ulrich Schneider, sagte in Berlin, die Eigenanteile hätten inzwischen eine Größenordnung erreicht, die Pflege zum Armutsrisiko werden ließen. Es sei höchste Zeit, dass die Bundesregierung den Menschen mit einer Pflegevollversicherung endlich Sicherheit gebe.
Lesen Sie mehr 
News
 5 Min|

Gefährliche UV-Strahlung: Wie können wir uns schützen?

In Deutschland wird es sonniger, der Klimawandel schreitet voran. Die Hautkrebs-Zahlen steigen, denn UV-Strahlung ist der wichtigste Risikofaktor für Hautkrebs. Gefährdet sind alle, vor allem aber Sportler:innen, sogenannte Draußenarbeiter:innen und Menschen über 70. Die Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen Hautkrebs hat laut Statistischem Bundesamt stark zugenommen – mit 105.700 Fällen im Jahr 2021 fast 75% mehr als 20 Jahre zuvor. Wenn die natürlichen Reparatursysteme des Körpers überlastet sind, kann die DNA der Hautzellen nicht mehr fehlerfrei repariert werden, geschädigte Zellen können zu Krebszellen entarten. Die Folge: bösartige Tumorerkrankungen wie Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom oder Malignes Melanom, die am häufigsten tödlich verlaufende Form von Hautkrebs. Mit welchen Strategien können wir uns vor der verstärkten UV-Belastung schützen? Wie lässt sich das Hautkrebsrisiko minimieren? Dazu die Expertin Prof. Dr. Carola Berking, Direktorin der Hautklinik am Universitätsklinikum Erlangen:   
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Aderhautmelanom: Diagnostik und Therapie

Tumoren im Auge sind zwar selten, können jedoch unerkannt zum Tode führen. Der häufigste bösartige Tumor – das Aderhautmelanom – tritt meist im höheren Lebensalter auf. Bei Kindern bilden sich maligne Tumoren dagegen meist als Retinoblastome aus den Netzhaut-Zellen. In den vergangenen Jahren konnten erhebliche Fortschritte in der Behandlung beider Tumorarten dank besserer Frühdiagnostik und Therapieoptionen erzielt werden.
Lesen Sie mehr 
Mammakarzinom
 2 Min|

Früher TNBC: Immuntherapie ist Standard bei hohem Rezidivrisiko

Der Checkpoint-Inhibitor Pembrolizumab ist seit Ende letzten Jahres als erste Immuntherapie beim frühen tripel-negativen Mammakarzinom (TNBC) in Kombination mit einer neoadjuvanten Standard-Chemotherapie zugelassen für Patientinnen mit erhöhtem Rezidivrisiko. Adjuvant wird Pembrolizumab als Monotherapie weitergegeben. Dieser Ansatz ist mittlerweile eine Standardoption beim tripel-negativen Mammakarzinom (TNBC) mit erhöhtem Rezidivrisiko – sprich einem Primärtumor >2cm (T>2 cm) oder Lymphknotenbefall (N+) (1).
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
 2 Min|

Datenschutzexperte: Zweifel an Plan für elektronische Patientenakte

Der Datenschutzbeauftragte der Bundesregierung, Ulrich Kelber, hat Zweifel an der geplanten Widerspruchslösung bei der elektronischen Patientenakte. Aktuell seien viele Fragen noch nicht beantwortet, er sei daher skeptisch, sagte Kelber im Interview der Woche des Deutschlandfunks. Durch die Widerspruchslösung werde zudem Misstrauen gegen Patientinnen und Patienten ausgestrahlt. „Nach dem Motto, Du hast sie bisher nicht gut genug genutzt, jetzt muss ich Dich zu Deinem Glück zwingen“, kritisierte Kelber. Dabei habe die elektronische Patientenakte in der aktuellen Form kaum Nutzen.
Lesen Sie mehr 
News
 2 Min|

Tipps für Menschen mit geschwächtem Immunsystem – Aktualisierte Broschüre: Infektionen? Nein, danke!

Wie können sich Patient:innen mit geschwächtem Abwehrsystem vor übertragbaren Krankheiten im häuslichen Umfeld schützen? Ausführliche Antworten gibt die Broschüre „Infektionen? Nein Danke! Wir tun etwas dagegen!“. Der praktische Ratgeber der Deutschen Leukämie- & Lymphom-Hilfe ist jetzt aktualisiert worden. Interessierte können ihn kostenfrei bestellen oder im Internet herunterladen.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
 2 Min|

Lauterbach will Arzneimittelproduktion per Gesetz fördern

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will die Erforschung und Produktion von Arzneimitteln und Medizinprodukten in Deutschland mit einem neuen Gesetz fördern. Dieses solle bis zum Jahresende kommen, sagte der SPD-Politiker der ARD am Rande des Treffens der G20-Gesundheitsminister am Samstag in der indischen Stadt Gandhinagar im Bundesstaat Gujarat. Es solle möglich werden, in Deutschland einfacher Arzneimittelstudien zu machen und Arzneimittel dann schneller zuzulassen.
Lesen Sie mehr