News | Beiträge ab Seite 160
Gesundheitspolitik
Regierung: Auflösung des Corona-Expertenrats aktuell nicht geplant
Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung soll trotz des baldigen Endes der letzten staatlichen Schutzvorgaben vorerst erhalten bleiben. Der Rat bestehe weiterhin. Es sei aktuell nicht geplant, ihn aufzulösen, sagte eine Regierungssprecherin auf Anfrage. Das vom Kanzleramt beauftragte Gremium mit 19 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hatte Ende 2021 die Arbeit aufgenommen und 12 Stellungnahmen zu verschiedenen Aspekten des Krisenmanagements in der Pandemie veröffentlicht – die vorerst letzte im August 2022.
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Gesundheitspolitik
Lauterbach gegen höhere Selbstbeteiligung für Kassenpatienten
Den Krankenkassen droht ein Rekorddefizit. Der Ökonom Raffelhüschen wirbt deshalb für eine höhere Selbstbeteiligung. Doch davon will Gesundheitsminister Lauterbach nichts hören.
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Medizin
CAR-T-Zelltherapie am Klinikum in Nürnberg
Die CAR-T-Zelltherapie ist eine Art der Krebstherapie, bei der genetisch veränderte T-Zellen zur Behandlung bestimmter Krebsarten eingesetzt werden. Sie ist für die Behandlung einiger Arten von Leukämie, Lymphomen und anderen soliden Tumoren zugelassen und zielt auf Krebszellen ab und zerstört diese, ohne gleichzeitig gesunde Zellen zu zerstören. Am Klinikum in Nürnberg wird diese junge Form der Krebsbehandlung seit Kurzem angeboten. Prof. Dr. Stefan Knop, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 5 (Schwerpunkt Hämatologie und Medizinische Onkologie) am Klinikum Nürnberg, und die Leitende Oberärztin Dr. Kerstin Schäfer-Eckart sind froh, dass sie nach langer Vorbereitungszeit mit vielen bürokratischen Hürden kürzlich die 1. Patientin mit der CAR-T-Zelltherapie behandeln konnten. Die Studentin war vor 2 Jahren an akuter lymphatischer Leukämie (ALL) erkrankt. Selbst eine Blutstammzelltransplantation konnte der jungen Frau nicht dauerhaft helfen – bereits einige Monate später waren die Leukämiezellen zurück. Damit entsprach die 23-Jährige genau der Zielgruppe von Patient:innen, die von der CAR-T-Zelltherapie profitieren können.
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Medizin
CheckMate-9ER-Studie: Langfristiger Überlebensvorteil unter Cabozantinib plus Nivolumab bei RCC
Die Erstlinientherapie des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms (RCC) mit Cabozantinib und Nivolumab ist einer Behandlung mit Sunitinib auch nach mindestens 3 Jahren und im Median 44 Monaten Nachbeobachtungszeit hinsichtlich der erzielten Überlebens- und Ansprechrate überlegen – und dies unabhängig von der IMDC-Risikogruppe der Patient:innen (1). Dies zeigen aktuell im Rahmen des American Society of Clinical Oncology Genitourinary Cancers Symposiums (ASCO GU) vorgestellte Daten der CheckMate-9ER-Studie. Die Phase-III-Studie untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit des Multi-Target-Tyrosinkinase-Inhibitors (mTKI) Cabozantinib in Kombination mit dem monoklonalen Antikörper Nivolumab im Vergleich zu einer Sunitinib-Monotherapie bei Patient:innen mit unbehandeltem fortgeschrittenen oder metastasierten RCC und führte bereits 2021 zur EMA-Zulassung der Kombinationstherapie in dieser Indikation (2). Der aktuell präsentierte Datenschnitt stellt die längste dokumentierte Nachbeobachtungsphase zu einer Phase-III-Studie dar, die ein mTKI-Immuntherapie-Schema bei dieser Patient:innenpopulation untersucht.
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Gesundheitspolitik
Mast kritisiert Proteste von Abtreibungsgegnern
Die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion, Katja Mast, hat eine schnelle gesetzliche Regelung gegen Proteste von Abtreibungsgegnern direkt vor Beratungsstellen gefordert. „Unser Staat schreibt den Frauen vor, dass sie sich in einer schwierigen Konfliktsituation beraten lassen müssen. Dann muss unser Staat auch dafür sorgen, dass die Frauen unbehelligt und ohne Stigmatisierung zu den Beratungsstellen gelangen“, sagte Mast der Deutschen Presse-Agentur. Den radikalen Abbruchgegnern gehe es nur darum, psychischen Druck auf die Frauen auszuüben.
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Gesundheitspolitik
Zivilprozess gegen Impfstoffhersteller BioNTech
Ein Zivilprozess gegen den Impfstoffhersteller BioNTech im Zusammenhang mit angeblichen Impfschäden nach einer COVID-19-Impfung soll am 15. März vor dem Frankfurter Landgericht beginnen. Das sagte eine Sprecherin des Gerichts am Montag.
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JOURNAL HÄMATOLOGIE
Aktuelle Informationen aus der Hämatologie
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Gesundheitspolitik
Studie: Zusehends mehr Pflegebedürftige im Heim mit Sozialhilfe
Angesichts steigender Kosten für die Pflege im Heim dürften laut einer Studie wieder zusehends mehr Pflegebedürftige auf Sozialhilfe angewiesen sein. In diesem Jahr dürften knapp ein Drittel (32,5%) der Bewohnerinnen und Bewohner die sogenannte Hilfe zur Pflege bekommen, wie die Analyse im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit ergab – und das trotz einer kräftigen Rentenerhöhung 2022. Damit würde die Sozialhilfequote schon wieder steigen, nachdem sie im vergangenen Jahr dank neuer Entlastungszuschläge für selbst zu tragende Pflegekosten deutlich auf 30,5% gesunken war.
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News
„Darmkrebs? Mit 38? Dafür bin ich doch viel zu jung!“
Melanie Wienströer steht mitten im Leben – an diesem 13. Januar 2017. Die damals 38-jährige Krankenschwester aus Oelde steckt in den Vorbereitungen für die Geburtstagsparty ihres Mannes. Ihren beiden Töchtern, 7 und 4 Jahre alt, geht‘s prima. Nur noch schnell zur Darmspiegelung, vermutlich nichts weiter als ein Reizdarm. Daher bestimmt immer wieder das Blut im Stuhl. Ein lästiger Termin, aber gut. Kurz spiegeln und dann weiter im Programm. Doch an diesem Freitag änderte sich Melanie Wienströers Leben für immer. Die Diagnose: Darmkrebs.
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Gesundheitspolitik
Rentenversicherung bewilligt häufiger ambulante Rehabilitationen
Reha-Leistungen der Rentenversicherung werden immer häufiger ambulant durchgeführt. Zwischen 2002 und 2022 hat sich der Anteil bewilligter ambulanter Rehabilitationen etwa verdreifacht, wie die Deutsche Rentenversicherung der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. 2002 bewilligte die Kasse demnach rund 53.000 ambulante Reha-Leistungen – ein Anteil von 5,6% aller Reha-Leistungen. Im vergangenen Jahr waren es mit rund 170.000 etwa 18% aller Rehabilitationen. In den restlichen Fällen gehen die Patientinnen und Patienten in Reha-Einrichtungen.
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Gesundheitspolitik
Ausbreitung des Chikungunya-Fiebers in Südamerika
Mit großer Besorgnis beobachten die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (PAHO) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Ausbreitung des Chikungunya-Fiebers im südamerikanischen Raum. Beide Organisationen haben die betroffenen Staaten aufgefordert, entsprechende Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung dieses Fiebers zu ergreifen, das durch Arboviren ausgelöst wird. Das CRM Centrum für Reisemedizin verweist auf die Bedeutung von Mückenschutz für Reisende in diese Länder.
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Gesundheitspolitik
Prozess wegen Corona-Ausbruchs in Pflegeheim startet
Eine Heimmitarbeiterin soll mit einem gefälschten Impfpass zur Arbeit gegangen sein. Dass sie sich mit Corona angesteckt hat, weiß die Frau zu diesem Zeitpunkt nicht. Die Frage im Prozess: Ist sie der fahrlässigen Tötung schuldig?
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Medizin
CRPC: Mäßige Vorteile einer Carboplatin-Monotherapie bei stark vorbehandelten Patienten
Eine auf dem ASCO-GU 2023 vorgestellte retrospektive multizentrische Studie untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit einer Carboplatin-Monotherapie bei Patienten mit fortgeschrittenem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (CRPC).
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Gesundheitspolitik
Patientenschützer für Klinikreformen zunächst auf dem Land
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz dringt trotz Protesten auf Reformen bei der Aufstellung der Kliniken. „Es ist überfällig, dass die deutschen Krankenhäuser sich jetzt endlich auf den Bedarf der kranken Menschen ausrichten“, sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Personelle Ressourcen kämen bisher nicht dort zum Einsatz, wo Patienten sie bräuchten. Um den ländlichen Raum zu stärken, solle Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) eine geplante Reform der Notfallversorgung zunächst dort an den Start bringen. Damit bekämen nicht nur Patienten eine effiziente stationäre Versorgung in der Fläche. Auch die Länder könnten beweisen, wie ernst sie die Stärkung der Landkreise nähmen.
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Gesundheitspolitik
Pflicht zu Lagerhaltung für bestimmte Medikamente geplant
Zum Vermeiden von Engpässen bei wichtigen Medikamenten sollen nach Plänen des Bundesgesundheitsministeriums auch neue Regeln für Vorräte als Sicherheitspuffer kommen. Zum Auffangen kurzfristiger Störungen in der Lieferkette oder kurzzeitiger größerer Mehrbedarfe werde „eine Pflicht zur mehrmonatigen Lagerhaltung“ eingeführt, heißt es in einem Referentenentwurf für ein geplantes Gesetz. Demnach sollen Krankenkassen und Pharmabranche in Rabattverträgen generell eine „kontinuierliche, versorgungsnahe Bevorratung“ von bestimmten Arzneimitteln vereinbaren – und zwar in Deutschland oder der EU und für eine Menge, die durchschnittlich in 3 Monaten abgegeben wird.
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Medizin
nmCRPC: Real-World-Daten bestätigen gute Wirksamkeit von Apalutamid
Für Patienten mit nicht-metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (nmCRPC) ist Apalutamid + Androgendeprivationstherapie (ADT) eine wichtige therapeutische Option mit nachgewiesener Wirksamkeit bei der Verbesserung des metastasenfreien Überlebens (MFS) und anderer klinischer Outcomes. Zum Outcome von nmCRPC-Patienten unter Apalutamid-Therapie gibt es jedoch nur wenige Real-World-Daten. Beim ASCO-GU 2023 wurde eine Studie vorgestellt, die das PSA-Ansprechen und das MFS bei Patienten mit nmCRPC, die in den Vereinigten Staaten mit Apalutamid behandelt wurden, im Vergleich zur SPARTAN-Zulassungsstudie analysierte (1).
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Gesundheitspolitik
Krankenhäuser fordern drastische Beschränkung der Pflege-Leiharbeit
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert entschiedene Reformen zur Begrenzung der Leiharbeit in der Pflege. Mit einem Positionspapier macht der Verband auf die zunehmenden Probleme aufmerksam, die die Leiharbeit mit sich bringt. Dazu erklärt der Vorstandsvorsitzende Dr. Gerald Gaß:
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Medizin
Cellzome – Schnittstelle zwischen Forschung und Pharmaindustrie
„20-10-5 years of innovation, impact collaboration“ war das Motto der Jubiläumsveranstaltung des Biopharma-Unternehmens GSK (GlaxoSmithKline) und seines Tochterunternehmens Cellzome auf dem EMBL-Campus (Europäisches Laboratorium für Molekularbiologie) in Heidelberg, die eigentlich bereits im Jahr 2020 stattfinden hätte sollen, doch durch die Corona Pandemie auf 2023 verschoben werden musste. Im Rahmen der Veranstaltung wurden gleich 3 Jubiläen gefeiert - 20 Jahre seit der Gründung von Cellzome durch ein Forschungsteam um Dr. Gitte Neubauer, 10 Jahre als 100%ige Tochtergesellschaft von GSK und 5 Jahre erfolgreiche Kooperation der Cellzome Labore mit dem EMBL. Die Wissenschaftler:innen von Cellzome erforschen mit Hilfe modernster Omics-Technologien (Transkriptomik, Proteomik, Metabolomik und Genomik) in Kombination mit künstlicher Intelligenz (KI) und Methoden des maschinellen Lernens die Grundlagen molekularer Veränderungen in Zellen und Geweben. Auf diese Weise entstehen in vitro Forschungsergebnisse, die mit klinischen Studien vergleichbar sind. Mit Hilfe dieser Methoden können so Angriffspunkte in Zellen und Geweben identifiziert werden, die es ermöglichen gezielt wirkende Medikamente zur Bekämpfung von Krankheiten, wie Krebs und Infektionskrankheiten, zu entwickeln.
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News
Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen erreichen neuen Höchststand
Laut DAK-Psychreport 2022 erreichten die Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen im Jahr 2021 einen neuen Höchststand. Frauen wiesen dabei mit 351,9 Fehltagen je 100 Versicherte rund 60% mehr Fehltage auf als Männer. Insgesamt hat sich die Anzahl der Fehltage seit 1997 mehr als vervierfacht.
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Medizin
NSCLC: Behandlung mit Sotorasib ein neuer Standard
Nicht-kleinzellige Lungenkarzinome (NSCLC) sind eine der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Durch den Einsatz zielgerichteter Arzneimittel und Immuntherapien konnten in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte für Patient:innen mit metastasierten NSCLC erreicht werden. Ein internationales Forschungsteam, an dem auch Prof. Dr. Martin Schuler, Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen, beteiligt war, hat nun nachgewiesen, dass das seit Frühjahr 2022 in Deutschland zugelassene Arzneimittel Sotorasib bei vorbehandelten Patient:innen mit NSCLC, die eine bestimmte Mutation tragen (KRAS p.G12C), wirksamer und besser verträglich ist als Chemotherapie. Die Studie wurde aktuell in „The Lancet“ veröffentlicht.
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Gesundheitspolitik
Neuer Hinweis geplant: „Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt“
In der Medikamentenwerbung soll der vorgeschriebene Warntext geändert werden, der auf weitere Nachfragemöglichkeiten hinweist. Künftig solle der Satz lauten: „Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt oder fragen Sie in Ihrer Apotheke“, heißt es in einem Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums. Bisher lautet die Formulierung: „...und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“.
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