News | Beiträge ab Seite 153
Gesundheitspolitik
Update für den Warntext: „Fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt“
Eigentlich werden Formulierungen aus Gesetzen selten zu allgemein bekannten Klassikern im Alltagsgebrauch. Bei einem Satz aus Paragraf 4, Absatz 3, Heilmittelwerbegesetz ist es so gekommen: „Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.“ Seit gut 3 Jahrzehnten ist dieser vorgegebene Warntext für Arzneimittelwerbung „außerhalb der Fachkreise“ Pflicht. Und in Funk und Fernsehen ist er immer auch noch extra vorzulesen. Jetzt soll eine eher sanfte Änderung kommen. Denn nachfragen kann man ja nicht nur bei männlichen Fachleuten.
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News
Welt-Parkinson-Tag
Parkinson behandelbar machen: Forschungs- und Entwicklungspiplines unter der Lupe
Am 11. April ist Welt-Parkinson-Tag. Morbus-Parkinson stellt nach Alzheimer die 2.-häufigste neurodegenerative Erkrankung dar. Laut Krankenkassendaten sind allein in Deutschland aktuell rund 400.000 Personen an Parkinson erkrankt (MoPED, Morbus Parkinson Epidemiologie in Deutschland – Auswertung der Daten von 3,7 Millionen Versicherten). Anlässlich des Welt-Parkinson-Tags schaut IQVIA in die Forschungs- und Entwicklungs (F&E)-Pipeline von Morbus Parkinson.
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Gesundheitspolitik
Corona treibt Gesundheitsausgaben auf Rekordhoch
Tests, Impfungen, Ausgleichszahlungen: Die Corona-Pandemie hat die Gesundheitsausgaben in Deutschland auf ein Rekordhoch getrieben. Laut Statistischem Bundesamt stiegen die Gesundheitsausgaben 2021 auf 474,1 Milliarden Euro. Das waren 5.699 Euro je Einwohnerin und Einwohner. „Die Gesundheitsausgaben pro Kopf und die Gesundheitsausgaben insgesamt stiegen gegenüber dem Vorjahr um 7,5% und damit am stärksten seit Beginn der Berechnungen im Jahr 1992“, teilte das Amt mit. Insgesamt lagen die Gesundheitsausgaben 2021 um 33,1 Milliarden Euro höher als 2020, dem ersten Jahr der Pandemie. Sie stellten 13,2% am Bruttoinlandsprodukt. Mehr als die Hälfte dieser Ausgaben trug die gesetzliche Krankenversicherung.
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Gesundheitspolitik
Mehr Arzneimittelreste in der Umwelt – Daten zu Risiken Geheimsache
Arzneimittel sind inzwischen verbreitet in der Umwelt und immer wieder auch im Trinkwasser nachweisbar. Daten zu Risiken gibt es – nur sind sie oft nicht zugänglich, wie Experten bemängeln. Auf EU-Ebene laufen nun Verhandlungen.
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Gesundheitspolitik
Bundesamt errechnet deutlichen Anstieg Pflegebedürftiger bis 2055
Die Zahl pflegebedürftiger Menschen könnte nach einer Berechnung des Statistischen Bundesamts allein durch die zunehmende Alterung bis zum Jahr 2055 in Deutschland auf rund 6,8 Millionen Menschen ansteigen. Das sei ein Plus von 37% im Vergleich zum Jahr 2021, teilte die Behörde in Wiesbaden als Ergebnis der Pflegevorausberechnung mit. Da dann weniger geburtenstarke Jahrgänge folgten, wären anschließend keine großen Veränderungen mehr zu erwarten. Im Jahr 2070 wären etwa 6,9 Millionen Pflegebedürftige in Deutschland möglich. Für das Jahr 2035 geht die Berechnung von etwa 5,6 Millionen Pflegebedürftigen aus.
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Gesundheitspolitik
Rückgang bei neuen Auszubildenden in der Pflege
Im vergangenen Jahr haben rund 4.000 Menschen weniger als im Jahr 2021 einen Ausbildungsvertrag in der Pflege abgeschlossen. Das sei nach – allerdings vorläufigen – Zahlen ein Rückgang um 7%, berichtete das Statistische Bundesamt. Während im Jahr 2021 noch 56.300 neue Ausbildungsverträge in der Pflege abgeschlossen wurden, waren es 2022 nur 52.300. Insgesamt waren im vergangenen Jahr 146.500 Menschen in der Ausbildung zum Beruf der Pflegefachfrau beziehungsweise des Pflegefachmanns.
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JOURNAL HÄMATOLOGIE
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Gesundheitspolitik
Hilfsorganisation sieht Anwerbung von Gesundheitsfachkräften kritisch
Die Hilfsorganisation Brot für die Welt hat vor den Konsequenzen der Anwerbung von Gesundheitsfachkräften für die ärmeren Herkunftsländer gewarnt. „Die Corona-Pandemie hat den weltweiten Mangel an Gesundheitspersonal schonungslos offengelegt. Infolgedessen wird der Wettbewerb um Fachkräfte im Gesundheitswesen zusätzlich angeheizt – auch von deutscher Seite“, teilte die Organisation in Berlin mit. Die Länder des globalen Südens seien „Verlierer in diesem Wettstreit“.
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Gesundheitspolitik
PwC Impulspapier: Warum sich Nachhaltigkeit für Krankenhäuser lohnt
Krankenhäuser stehen von intern und extern unter Druck: Fachkräfte sind rar, Strukturvoraussetzungen sind zu erfüllen, die Kosten steigen, Ambulantisierung und Digitalisierung schreiten voran und der Markt konsolidiert sich weiter. Dazu kommen unsichere Zukunftsperspektiven durch die geplante Krankenhausreform. Somit drängt sich die Frage auf, wie Maßnahmen mit dem Fokus Nachhaltigkeit parallel angegangen und finanziert werden können.
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Medizin
Neuartige Gentherapie zur Behandlung des Glioblastoms
Ein Konsortium der Onkologischen Spitzenzentren (Comprehensive Cancer Center) in Dresden, Frankfurt-Marburg und Leipzig/Jena entwickelt eine neuartige Gentherapie zur Behandlung des Glioblastoms. Ziel ist es, gleichzeitig ein Tumor-unterdrückendes Gen (p53) in die Krebszellen einzuschleusen und Mechanismen zu unterbinden, welche die Genfunktion blockieren können. Hierfür entwickeln die Wissenschaftler:innen unter anderem ein neues Nanopartikel-Transportsystem. Das von Forschenden der Hochschulmedizin Dresden und am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) geleitete Projekt „NANO-REPLACE“ wird von der Deutschen Krebshilfe mit rund einer Million Euro gefördert.
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Medizin
Multiples Myelom
Erster in zweiter Linie: Der first-in-class selektive XPO1-Inhibitor erweitert das Behandlungsschema
Als maligne Neoplasie präsentiert sich das Multiple Myelom (MM) mit wiederholten Rezidiven, die im Krankheitsverlauf zunehmend therapierefraktär werden (1). Begegnen lässt sich dieser Herausforderung mit einem Wechsel der Wirkstoffklassen (2). Der XPO1-Inhibitor Selinexor bietet einen neuen Wirkmechanismus zugelassen mit Bortezomib und Dexamethason ab der Zweitlinie.
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Gesundheitspolitik
BVMed: Drohende Engpässe in der Wundversorgung
Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) sieht in einem Schreiben an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach „dringenden gesetzlichen Handlungsbedarf bei der Wundversorgung im GKV-System“. Beim Nutzennachweis für „sonstige Produkte zur Wundbehandlung“ müsse kurzfristig im Versorgungsgesetz I eine Fristverlängerung sowie konkrete Vorgaben an den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) zu den Verfahrens- und Evidenzforderungen getroffen werden. So sollen negative Folgen für Menschen mit chronischen Wunden nach dem aktuellen Stichtag 2. Dezember 2023 verhindert werden. Den „Brandbrief“ an den Minister haben neben dem BVMed-Vorstandsvorsitzenden Dr. Meinrad Lugan und BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll auch neun CEOs der im BVMed organisierten Hersteller von Verbandmitteln und Wundauflagen unterschrieben.
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Gesundheitspolitik
Bundesärztekammer: GOÄ-Novelle jetzt umsetzen
Nach 3 Jahrzehnten des Stillstands ist die Geduld der Ärztinnen und Ärzte in Deutschland zu Ende. Die Bundesärztekammer sowie die ärztlichen Verbände und Fachgesellschaften fordern den Bundesgesundheitsminister auf, seiner Verantwortung für Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und Ärzten gerecht zu werden und die völlig veraltete Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) von Grund auf zu reformieren. Bis es so weit ist, geben die Organisationen ihren Mitgliedern Hinweise zur adäquaten Vergütung von zuwendungsintensiven Leistungen.
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News
Ist Homeoffice schlecht für die Gesundheit?
Schlechte Körperhaltung, wenig Bewegung und eine unruhige Arbeitsatmosphäre – das Homeoffice ist trotz der Gemütlichkeit und Flexibilität aus gesundheitlicher Sicht häufig nicht die beste Lösung.
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Medizin
MF: Rekrutierung der MANIFEST-2-Studie mit Pelabresib ist abgeschlossen
Die Patient:innen-Rekrutierung für die laufende Phase-III-Studie MANIFEST-2 zur Untersuchung der Wirksamkeit und Sicherheit des BET-Inhibitor Pelabresib in Kombination mit Ruxolitinib im Vergleich zur Ruxolitinib-Monotherapie bei JAK-Inhibitor-naiven Patient:innen mit Myelofibrose (MF) ist abgeschlossen. Die Topline-Daten werden nun für Ende 2023 erwartet – früher als bisher angenommen.
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NSCLC
Lorlatinib beim ALK-positiven NSCLC
Der Drittgenerations-ALK-Inhibitor Lorlatinib ist eine hochwirksame Substanz zur Behandlung des ALK-positiven (ALK+) nicht kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC), betonten Experten bei einem Satellitensymposium im Rahmen des Europäischen Lungenkrebskongresses (ELCC) 2023. Sie plädierten aus vielfältigen Gründen dafür, den Inhibitor in der 1. Therapielinie einzusetzen.
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Medizin
GBG Jahrestreffen: TruDy (DESTINY-Breast05): T-DXd vs. T-DM1 bei HER2-positiven Hochrisikopatientinnen mit verbleibendem invasivem Brustkrebs nach neoadjuvanter Therapie
Die TruDy-Studie (DESTINY-Breast05-Studie) untersucht, ob sich durch die Behandlung mit dem Antibody-Drug-Konjugat (ADC) Trastuzumab Deruxtecan (T-DXd) verglichen mit dem aktuellen Standard-ADC Trastuzumab Emtansin (T-DM1) die Prognose der Patient:innen noch weiter verbessern lässt. In die weltweit durchgeführte, randomisierte, Phase-III-Studie werden Patient:innen mit HER2-positivem Brustkrebs und hohem Rückfallrisiko eingeschlossen, die nach einer neoadjuvanten Chemotherapie noch einen nachweisbaren Tumorrest in der Brust und/oder in den Lymphknoten aufweisen. Prof. Dr. Michael Untch, Berlin, erläutert im Video die Details der Studie.
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Medizin
Studie der German Breast Group (GBG) in Zusammenarbeit mit der AGO-B
GBG Jahrestreffen: SASCIA-Studie: Sacituzumab Govitecan in der postneoadjuvanten Therapie des frühen HER2-negativen Mammakarzinoms
SASCIA ist eine prospektive, internationale, multizentrische, randomisierte, offene Phase-III-Studie, in der die Wirksamkeit und Sicherheit des Antibody-Drug-Konjugats (ADC) Sacituzumab Govitecan (SG) als postneoadjuvante Therapie mit einer Chemotherapie (Platin-basiert oder Capecitabin) nach Wahl des Arztes/ der Ärztin bei HER2-negativen Patient:innen (TNBC oder HR-positiv) mit hohem Rückfallrisiko, die nach neoadjuvanter Chemotherapie eine Resterkrankung aufweisen, verglichen wird. Das primäre Studienziel ist das invasive krankheitsfreie Überleben (iDFS). Prof. Dr. Frederik Marmé, Mannheim, erläutert im Video die Details der Studie.
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Medizin
GBG Jahrestreffen: GeparPiPPa-Studie zu ET + Pertuzumab und Trastuzumab + Inavolisib vs. ET + Inavolisib bei HER2+, HR+, PIK3CA-mutiertem primären Brustkrebs
Die gemeinsame Studie GeparPiPPa der GBG, IBCSG und AGO-B untersucht die potenzielle Wirksamkeit und Sicherheit von Inavolisib bei der neoadjuvanten Behandlung von HER2-positivem, HR-positivem, PIK3CA-mutiertem Brustkrebs. Unsere Expertin PD Dr. med. Mattea Reinisch, Stellvertretende Direktorin der Evangelischen Kliniken Essen-Mitte und Leiterin des zertifizierten Brustzentrums, stellt Ihnen die Studienergebnisse im Video vor.
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Medizin
GBG Jahrestreffen: CAMBRIA-1: Sequentielle endokrine Therapie mit Camizestrant beim ER+/HER2- frühen Mammakarzinom
CAMBRIA-1 ist eine internationale multizentrische Phase-II-Studie, in die 4.300 Patient:innen eingeschlossen werden sollen. Die Studie vergleicht die Therapie mit dem oralen selektiven Estrogenrezeptor Degrader (SERD) Camizestrant bei Patient:innen mit HR-positivem, HER2-negativem frühen Mammakarzinom mit intermediärem oder hohem Rezidivrisiko, die bereits 2 bis 5 Jahre mit einer endokrinen Standardtherapie (ET) behandelt wurden, mit Weiterführung der Standard-ET nach Wahl des Arztes/ der Ärztin. Prof. Elmar Stickeler, Aachen, stellte die Studie beim GBG- Jahrestreffen vor.
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Gesundheitspolitik
Kabinett bringt Pflegereform und Arznei-Absicherung auf den Weg
Angesichts immer höherer Kosten für die Pflege sollen Entlastungen für Millionen Pflegebedürftige kommen – aber auch höhere Pflegebeiträge. Das Bundeskabinett brachte einen Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) auf den Weg. Demnach soll der allgemeine Pflegebeitrag zum 1. Juli um 0,35 Prozentpunkte angehoben werden und für Menschen ohne Kinder noch etwas stärker. Für Familien mit 2 oder mehr Kindern soll es Entlastungen geben. Pflegebedürftige zu Hause und im Heim sollen Anfang 2024 finanzielle Verbesserungen erhalten. Das Kabinett beschloss zudem einen Entwurf, der Arzneimittellieferungen wirksamer gegen Engpässe absichern soll.
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