Journal Onkologie

News | Beiträge ab Seite 150

Diagnostik

ZPM-OR: Individuelle Therapieentscheidungen im interdisziplinären Team

Das Zentrum für personalisierte Medizin Onkologie Regensburg (ZPM-OR) bietet Patient:innen mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen eine individuelle Diagnostik und Therapie, um die Behandlungsmöglichkeiten, auch außerhalb zugelassener Therapien, zu verbessern. Nun wurde das ZPM-OR durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) als eines der ersten „Zentren für Personalisierte Medizin in der Onkologie“ in ganz Deutschland zertifiziert und im Rahmen einer Eröffnungsveranstaltung vorgestellt.
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Medizin

Neue Daten zu Melflufen beim rezidivierten und refraktären Multiplen Myelom

Auf dem Kongress des European Myeloma Network (EMN) sowie auf der Tagung der European Hematology Association (EHA) wurden neue wissenschaftliche Daten zu Melphalanflufenamid (auch Melflufen genannt) beim rezidivierten und refraktären Multiplen Myelom (r/r MM) vorgestellt. Diese umfassen die Phase-III-Studie LIGHTHOUSE, abschließende Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten der Phase-I/II-Studie ANCHOR, sowie ein präklinisches Abstract zur ex vivo nachgewiesenen Wirksamkeit von Melflufen in Proben von Myelompatient:innen mit Hochrisiko-Markern wie del17p und TP53-Mutationen.
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Medizin

GIST: Für Avapritinib geeignet? Begleitdiagnostikum unterstützt Ärzt:innen

Der therascreen PDGFRA RGQ PCR-Kits (therascreen PDGFRA-Kit) wurde durch die US-amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA zugelassen. Das Begleitdiagnostikum unterstützt Ärzt:innen bei der Ermittlung von Patient:innen mit gastrointestinalen Stromatumoren (GIST), die für eine Behandlung mit Avapritinib infrage kommen. Das Medikament ist in den USA für die Behandlung von Erwachsenen mit inoperablen oder metastasierenden GISTs zugelassen, die eine PDGFRA-Exon-18-Mutation – darunter auch PDGFRA-D842V-Mutationen – aufweisen (1). Das Kit ist der erste PDGFRA-Test („platelet-derived growth factor receptor alpha“ – Thrombozyten-Wachstumsfaktor-Rezeptor-alpha), der von der FDA als Begleitdiagnostikum zugelassen wurde.
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Medizin

Tumorkonsistenz beeinflusst Krankheitsverlauf

Seit Menschengedenken ertasten Ärzt:innen suspekte Verhärtungen unter der Haut. Dass es sich bei dieser uralten Untersuchungstechnik um eine zukunftsweisende diagnostische Methode handelt, haben nun Wissenschaftler:innen der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Universität Leipzig in Kooperation von klinisch-diagnostischer Radiologie und biophysikalischer Grundlagenforschung bewiesen. Sie fanden heraus, dass die Konsistenz eines Tumors entscheidend den weiteren Verlauf einer Krebserkrankung beeinflussen kann. Ihre neuen Erkenntnisse haben sie gerade in dem renommierten Fachjournal Advanced Science veröffentlicht (1).
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Medizin

Experteneinschätzung zur CLL-Therapie von Prof. Stilgenbauer

Die chronisch lymphatische Leukämie (CLL) gehört zu den häufigsten leukämischen Erkrankungen der westlichen Industrieländer. Insgesamt erkranken etwa 0,6 % der Menschen innerhalb ihres Lebens an einer CLL, wobei das mediane Alter zum Diagnosezeitpunkt bei 70 Jahren liegt. Nach dem Auftreten von Symptomen bei aktiver Erkrankung orientiert sich die Erstlinientherapie an verschiedenen Faktoren wie u.a. spezifischen Komorbiditäten und dem molekularen und zytogenetischen Status der Patient:innen.1
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Medizin

Melanom: Status als prioritäres Arzneimittel für V940

Die zulassungsrelevante Phase-III-Studie V940-001 ist gestartet. Die randomisierte klinische Studie untersucht V940 (mRNA-4157), eine in der Prüfung befindliche individualisierte Neoantigentherapie (INT), in Kombination mit der Anti-PD-1-Therapie Pembrolizumab als adjuvante Behandlung von Patient:innen mit Melanom im Stadium IIB bis IV mit hohem Rezidivrisiko nach vollständiger Resektion. Die weltweite Rekrutierung in die Studie V940-001 hat begonnen und die ersten Patient:innen werden nun in Australien eingeschlossen.
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Medizin

Lungenkrebs-Screening: Chance auf Heilung durch CT-Früherkennung

Ein Screening mittels Früherkennung durch eine Computertomografie kann vor allem bei besonders gefährdeten Gruppen die Sterblichkeit infolge von Lungenkrebs deutlich verringern. Ein entsprechendes Vorsorgeprogramm, ähnlich wie bei Darm- oder Brustkrebs, ist derzeit bundesweit in der Diskussion und Vorbereitung. Mediziner:innen versprechen sich davon einen wirksamen Effekt zur Vermeidung schwerer Verläufe und eine echte Heilungschance.
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Gesundheitspolitik

WHO-Report zur globalen Tabakepidemie

Weltweit rauchen immer weniger Menschen, wie ein aktueller Report der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt. Anders in Deutschland: Hier stiegen die Zahlen seit dem Ende der Corona-Pandemie wieder an (1). Rund 20 Millionen Menschen rauchen regelmäßig Zigaretten. Die Zahl der deutschen Raucher:innen liegt damit weit über dem EU-Durchschnitt: 32,4% der Bürger:innen konsumieren regelmäßig Zigaretten, E-Zigaretten und andere Tabakprodukte (1). Der europäische Durchschnitt liegt bei rund 25% (2). Ein Grund für diese inner-europäische Differenz sind laut der WHO mangelhaft umgesetzte Tabakkontroll-Maßnahmen (3) – was deutsche Fachgesellschaften bereits seit Jahren immer wieder bemängeln. Zudem empfehlen sie, Raucher:innen niedrigschwellige, digitale Entwöhnungsangebote anzubieten (4).
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Hämatologie

DLBCL: 5-Jahres-Follow-Up der L-MIND-Studie

Tafasitamab ist ein Fc-modifizierter Anti-CD19-Antikörper, der in Kombination mit Lenalidomid gefolgt von einer Tafasitamab-Monotherapie in der Behandlung des rezidivierten oder refraktären diffusen großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL), wenn eine autologe Stammzelltransplantation nicht infrage kommt, indiziert ist. Beim Kongress der European Hematology Association (EHA) 2023 wurden die 5-Jahres-Daten der zulassungsrelevanten L-MIND-Studie präsentiert.
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Gesundheitspolitik

Digitalisierungscheck: Die meisten deutschen Krankenkassen hinken hinterher

Technologische Fortschritte, Gesetzesänderungen und eine globale Pandemie, die physische Treffen unmöglich gemacht hat – In den vergangenen Jahren gab es viele Faktoren, die Digitalisierungsprozesse im deutschen Gesundheitssystem sinnvoll und notwendig gemacht haben. Auch die 25 größten Krankenkassen in Deutschland haben mittlerweile eine eigene App oder bieten Dienstleistungen für ihre Kund:innen auf ihrer Internetplattform an. Doch was können diese Digitalangebote, wie beliebt sind sie und wo herrscht noch Nachholbedarf? Yousign, eine führende Plattform für das digitale Unterschreiben von Verträgen, trägt selbst zur digitalen Vereinfachung von offiziellen Prozessen bei. Da dieses Thema auch im Gesundheitssystem immer relevanter wird, hat Yousign nun die Digitalangebote dieser Kassen miteinander verglichen.
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Medizin

mCRC: Zulassung für Trifluridin/Tipiracil + Bevacizumab

Die Europäische Kommission (EK) hat die Marktgenehmigung für Trifluridin/Tipiracil in Kombination mit Bevacizumab zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit metastasiertem kolorektalen Karzinom (mCRC) erteilt. Diese Zulassung gilt für Patient:innen, die zuvor bereits 2 Krebstherapien erhalten haben, darunter Fluoropyrimidin-, Oxaliplatin- und Irinotecan-basierte Chemotherapien, Anti-VEGF- und/oder Anti-EGFR-Wirkstoffe. Die Zulassung wurde durch Daten aus der Phase-III-Studie SUNLIGHT untermauert, einer Studie für Patient:innen mit fortgeschrittenem kolorektalem Karzinom, bei denen bereits 2 vorherige Chemotherapien erfolglos waren.
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Gesundheitspolitik

Kinderintensivmediziner: Versorgungssituation schwer kranker Kinder unverändert kritisch

„Wir werden genau die gleichen oder noch größere Probleme in diesem Winter bekommen, wie im vergangenen!“ Diese Worte von DIVI-Präsident elect und Kinderintensivmediziner Prof. Florian Hoffmann sind alarmierend. Und das sollen Sie auch sein. Nach einer Pressekonferenz der DIVI im vergangenen Dezember war Gesundheitsminister Lauterbach den Pädiatern noch unmittelbar mit Notfallplänen in der katastrophalen Situation während der RS-Viruswelle beigesprungen. In der Krankenhausreform sind Sonderbudgets in Aussicht gestellt. „Was aber ist mit diesem Winter?“, fragt Dr. Ellen Heimberg, stellvertretende Sprecherin der Sektion Pädiatrische Intensiv- und Notfallmedizin der DIVI. „Wir sind nicht vorbereitet!“
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Hämatologie

Multiples Myelom: BCMA-gerichtete Immuntherapie erfolgreich in früheren Linien

Das gegen das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) gerichtete CAR-T-Zell-Produkt Idecabtagen vicleucel (Ide-cel) wird bereits beim rezidivierten und refraktären multiplen Myelom (rrMM) eingesetzt, wenn die Erkrankung trotz dreifacher Vorbehandlung weiter fortschreitet. Aktuelle Studiendaten haben nun auch eine hohe Effektivität dieser Immuntherapie in einer Real-World-Studie sowie in früheren Therapielinien gezeigt. Zudem befinden sich BCMA-gerichtete bispezifische Antikörper in der Entwicklung, für die schon vielversprechende Studienergebnisse vorliegen.
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Medizin

ICML 2023: Aktuelle Daten zur 1L-Therapie des DLBCL und zur Behandlung in der Rezidivsituation

Im Rahmen der diesjährigen International Conference on Malignant Lymphoma (ICML) vorgestellte Analysen der POLARIX-Studie bestätigten für Polatuzumab Vedotin in Kombination mit Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin und Prednison (Pola-R-CHP) – zugelassen zur 1L-Therapie erwachsener Patienten:innen mit DLBCL5 – gegenüber R-CHOP therapeutische Vorteile bei vergleichbarem Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil (1, 2).
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Gesundheitspolitik

Urteil: Corona-Einreisequarantäne in Bayern war teils unwirksam

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat zeitweise geltende Vorgaben des Freistaats zur Quarantäne nach einer Einreise während der Pandemie für unwirksam erklärt. Die Einreise aus einem Risikogebiet sei grundsätzlich nicht geeignet, den für eine Quarantäne nach dem Infektionsschutzgesetz erforderlichen Ansteckungsverdacht zu begründen, teilte ein Sprecher zu dem Urteil in München mit.
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Gesundheitspolitik

Kinderärzte warnen vor erneuten Arzneimittel-Engpässen

Der Verband der Kinderärzte hat vor erneuten Lieferengpässen bei Medikamenten in der kalten Jahreszeit gewarnt. „Es ist zu befürchten, dass bei hohen Infektionswellen wie im vergangenen Jahr Eltern wieder durch die halbe Stadt laufen müssen, um Fiebersäfte oder Antibiotika zu bekommen“, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Das Gesetz gegen diese Engpässe gehe zwar in die richtige Richtung, „wird uns aber definitiv nicht durch diesen Winter helfen und springt womöglich auch auf Dauer zu kurz“, sagte er.
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